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Stimmung in muslimischer Gemeinschaft Japans aus Sicht eines Online-Aktivisten

17:51 - April 05, 2026
Nachrichten-ID: 3014606
IQNA- Ein Content-Produzent erstellte auf einer Reise nach Japan Berichte über die großen und historischen Moscheen dieses Landes und über das Alltagsleben der Muslime.

IQNA: Die Moschee der Stadt Kobe, der sechstgrößten Stadt Japans, die in den dreißiger Jahren des vergangenen Jahrhunderts erbaut wurde, ist aufgrund ihrer besonderen Geschichte als „Wundermoschee“ bekannt und besitzt einen heiligen Status sowohl bei den Muslimen als auch bei den Nichtmuslimen dieser Stadt und des japanischen Volkes. (Quelle: Al-Muslimun Hawl al-Alam)

Der Online-Aktivist und Content-Produzent Philipp Neisser dokumentiert auf einer Feldreise das Leben der Muslime in Japan und macht eine in den Medien weniger beachtete Seite sichtbar: Die Präsenz des Islams in einem der weltweit fortschrittlichsten Länder hinsichtlich Technologie, Disziplin und alten Traditionen. Doch die Bilder zeigen eine wachsende Gemeinschaft von Muslimen und historische, außergewöhnliche Moscheen.

Diese Reise begann in der Stadt Kobe in der Region Kansai im Westen Japans; dort wurde die Kobe-Moschee als älteste Moschee des Landes im Jahr 1935 von muslimischen Kaufleuten aus dem indischen Subkontinent sowie von tatarischen Muslimen erbaut. Diese Moschee ist ein herausragendes Symbol für die historische Präsenz des Islams im Land.

 

Wundersame Moschee

Das Video zeigt warum die Kobe-Moschee als „Wundermoschee“ bekannt ist: Sie überstand die US-Bombardierungen während des Zweiten Weltkriegs unversehrt, während ihre Umgebung in dieser Stadt vollständig zerstört wurde. Ebenso widerstand diese Moschee dem großen Hanshin-Erdbeben im Jahr 1995 bei dem Tausende Menschen ums Leben kamen und der Stadt große Schäden zugefügt wurden und erlitt nur geringe Schäden.

 

Nenschliches Schutzrefugium in Krisen

Die Bezeichnung „Wunder“ geht über das Überleben des Gebäudes unter unglaublichen Bedingungen hinaus und umfasst auch seine menschliche Funktion. Während des Erdbebens wurde die Moschee zu einem Zufluchtsort für die japanischen Bewohner, ungeachtet ihrer Religion und bot ihnen Nahrung und Unterkunft. Diese Taten ließen die Moschee im Gedächtnis der örtlichen Bevölkerung unvergänglich werden und verschafften ihr eine breite Anerkennung in der japanischen Gesellschaft.

 

Osaka: Präsenz des Islams in der Istiklal-Moschee

Dieser Online-Aktivist reiste anschließend in die Stadt Osaka, das wirtschaftliche Zentrum Westjapans. Dort sticht die Istiklal-Moschee als eines der größten islamischen Zentren des Landes hervor. Diese Moschee ist mehrstöckig gebaut und umfasst Gebetssäle, Waschbereiche, getrennte Bereiche für Frauen, einen Halal-Markt und Serviceeinrichtungen für die muslimische Gemeinschaft.

 

Multinationale Gemeinschaft und stetiges Wachstum

Das Video zeigt, dass die muslimische Gemeinschaft Japans wächst und Muslime aus Indonesien, Bangladesch, Sri Lanka, Pakistan und China zusammen mit neu zum Islam übergetretenen Japanern den größten Bevölkerungsanteil dieser Minderheit ausmachen. Beobachtungen zeigen, dass dieses Land fortlaufend neue Fälle von Übertritten zum Islam erlebt und in einigen Zentren nahezu jede Woche eine Person diesen Glauben annimmt.

Ein weiterer aus Sicht dieses Content-Produzenten herausragender Aspekt ist die Zunahme von Halal-Restaurants und Erleichterung der Lebens- und Alltagsreligionspraxis für die Muslime Japans.

 

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Stichworte: Japan ، Moscheen in Japan ، muslime
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