IQNA

Überblick über neueste Entwicklungen im Libanon

Von Nabih Berris Reaktion auf den Waffenstillstand bis zu den WHO-Zahlen über Angriffe auf libanesische Gesundheitseinrichtungen

18:03 - April 19, 2026
Nachrichten-ID: 3014668
IQNA- Der Präsident des libanesischen Parlaments Nabih Berri sagte in Bezug auf den in diesem Land mit dem zionistischen Regime verkündeten Waffenstillstand: Wir blicken sehr vorsichtig auf diesen Waffenstillstand.

IQNA: Nabih Berri betonte im Gespräch mit der Zeitung „Asharq al-Awsat“: Wir schauen vorsichtig auf den in der libanesischen Front erklärten Waffenstillstand.

Er fügte hinzu: Bevor wir uns der Schaffung der notwendigen Bedingungen sicher sind werden wir die Bewohner des Südlibanon nicht auffordern in ihre Häuser und Dörfer zurückzukehren, zumal dieser Waffenstillstand in der jetzigen Phase keinen Rückzug der Zionisten vom libanesischen Boden umfasst.

Nabih Berri stellte klar: Der Waffenstillstand ist ein Schritt in die richtige Richtung! Wir haben in keiner Weise Sorge um die inneren Verhältnisse des Libanon nach dem Waffenstillstand, denn wir erleben eine größere Einheit.

Der Präsident des libanesischen Parlaments bekräftigte abschließend seine Ablehnung direkter Verhandlungen mit dem zionistischen Regime.

 

Statistik der Hisbollah im Libanon zur Zahl der Militäroperationen in der 45-tägigen Schlacht

Die Hisbollah im Libanon gab bekannt, dass zwischen dem 2. März und dem 16. April 2.184 verschiedene Militäroperationen bekanntgegeben wurden.

Wie Al-Mayadeen berichtet, erklärte die Hisbollah im Libanon in einer Stellungnahme, dass zur Verteidigung des Libanon und seines Volkes 45 Tage lang die Operation „Al-Asf al-Ma’mul“ geführt und dabei einzigartige Heldentaten vonstatten gingen.

Die Bewegung fügte hinzu, dass den Besatzungstruppen der israelischen feindlichen Armee innerhalb des libanesischen Territoriums entgegen getreten wurde und ihre Stellungen, Kasernen und militärischen Stützpunkte innerhalb der besetzten Gebiete Palästinas ins Visier genommen wurden.

Die Hisbollah im Libanon fügte hinzu, dass mit Selbstmorddrohnen und verschiedenen Raketen die Siedlungen und Städte der besetzten palästinensischen Gebiete von den Grenzen des Libanon und Palästinas bis 160 Kilometer hinter Tel Aviv ins Visier genommen wurden.

Die Bewegung erklärte, dass als Antwort auf die Verbrechen des Feindes gegen Zivilisten und dessen brutale Zerstörung von Wohngebäuden und ziviler Infrastruktur Operationen durchgeführt wurden.

Die Hisbollah im Libanon erklärte, dass ihre Mudschaheddin durchschnittlich 49 Operationen pro Tag durchführten.

Die Bewegung betonte, dass diese Mudschaheddin ihre Finger weiter am Abzug halten werden, um auf Verrat des Feindes und dessen Vertragsbrüche zu antworten.

 

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Internationale Reaktion auf Waffenstillstand im Libanon

Nach Verkündung des Waffenstillstands zwischen dem Libanon und dem zionistischen Regime brachten viele Länder der Welt ihre Zufriedenheit über diesen Waffenstillstand zum Ausdruck.

Mit Verkündung eines zehntägigen Waffenstillstands im Libanon trat dieser ab Freitagmorgen in Kraft, damit Verhandlungen zur Erreichung eines Friedensabkommens beginnen können.

Dieses Ereignis stieß auf positive Reaktionen der Länder der Region und der Welt. Der Premierminister Pakistans Shehbaz Sharif erklärte: Ich begrüße die Ankündigung des Waffenstillstands im Libanon und hoffe, dass dies den Weg für einen dauerhaften Frieden ebnet. Wir bekräftigen unsere unerschütterliche Unterstützung für die Souveränität des Libanon und werden die Bemühungen zur Erreichung eines dauerhaften Friedens in der Region unterstützen.

Außerdem betonte das ägyptische Außenministerium die Notwendigkeit, dass sich das zionistische Regime zur Beendigung aller militärischen Angriffe verpflichtet und bekräftigte seine Unterstützung für die Einheit des Libanon, Achtung seiner Souveränität und territorialen Integrität sowie Stärkung seiner Institutionen.

Zugleich begrüßte auch der deutsche Außenminister Johannes Wadephul den zehntägigen Waffenstillstand im Libanon. Er erklärte, dass Friedensverhandlungen zwischen Israel und dem Libanon den Weg für eine Zukunft ebnen könnten, die die Interessen beider Seiten berücksichtigt.

Auch das Königreich Saudi-Arabien begrüßte die von Donald Trump verkündete Ankündigung eines Waffenstillstands im Libanon.

Das saudische Außenministerium würdigte die Rolle des Präsidenten des Libanon Joseph Aoun,dem Premierminister Nawaf Salam sowie dem Parlamentspräsidenten Nabih Berri und bekräftigte die Unterstützung Saudi-Arabiens für den Libanon bei der Ausweitung seiner Souveränität, Beschränkung der Waffen auf den Staat und legitimen Institutionen, der Unterstützung von Reformmaßnahmen und Wahrung seiner territorialen Integrität.

 

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Das syrische Außenministerium begrüßte ebenfalls die Ankündigung des Waffenstillstands im Libanon und bestätigte, dass dieser Schritt eine wichtige Entwicklung zur Verhinderung einer weiteren Eskalation der Spannungen in der Region darstellt.

Auch das Außenministerium Katars begrüßte die Ankündigung des Waffenstillstands im Libanon und bezeichnete sie als einen ersten Schritt zur Verringerung der Spannungen. Das Ministerium betonte die Notwendigkeit den Waffenstillstand einzuhalten und ihn umgehend zu festigen um Ruhe zu stabilisieren und eine Ausweitung der Spannungen in der Region zu verhindern.

In der Zwischenzeit begrüßte der Generalsekretär der Vereinten Nationen António Guterres die Ankündigung eines Waffenstillstands zwischen dem zionistischen Regime und Libanon und äußerte die Hoffnung, dass diese Entwicklung den Weg für Verhandlungen ebnen wird, die zu einer langfristigen Lösung dieses Konflikts führen und zu einem dauerhaften und umfassenden Frieden in der Region beitragen.

Er forderte außerdem alle Seiten auf den Waffenstillstand vollständig zu respektieren und unter allen Umständen das Völkerrecht zu beachten.

Diese Reaktionen erfolgen während der Korrespondent von Al-Araby Al-Jadeed berichtete, dass mit Inkrafttreten der Waffenstillstandsvereinbarung die Bürger in den südlichen Vorort von Beirut und in Gebiete im Süden des Libanon zurückkehren.

 

Weltgesundheitsorganisation: Israel bombardierte bisher 133 libanesische Gesundheitseinrichtungen.

Laut der Nachrichtenagentur Anadolu teilte der Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation mit, dass Israel seit Beginn seiner jüngsten Angriffe auf den Libanon 133 Gesundheitseinrichtungen bombardierte.

Der Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation Tedros Adhanom Ghebreyesus erklärte in einer in den sozialen Netzwerken veröffentlichten Botschaft, dass Israel seit Beginn seiner jüngsten Angriffe auf den Libanon 133 Gesundheitseinrichtungen bombardierte.

 

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Ghebreyesus verwies auf zwei Angriffe, die am 12. und 14. April in der Nähe des staatlichen Krankenhauses von Tibnin im Süden des Libanon, einem der meistfrequentierten Traumakrankenhäuser der Region, stattfand und schrieb: Diese Angriffe beschädigten den Krankenhauskomplex, verletzte 11 Beschäftigte im Gesundheitswesen und zog auch die Notaufnahme in Mitleidenschaft.

Der Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation fügte hinzu: Seit Beginn des Krieges wurden bislang 133 Angriffe auf Gesundheitsdienste registriert. Bei diesen Angriffen wurden 88 Menschen getötet und 206 verletzt. Zudem wurden 15 Krankenhäuser und 7 Gesundheitszentren beschädigt und 5 Krankenhäuser sowie 56 Gesundheitszentren geschlossen.

Ghebreyesus betonte, dass der Zugang zu humanitärer Hilfe im Süden des Libanon stark eingeschränkt ist und erklärte: Ich unterstreiche erneut die Notwendigkeit des umgehenden Schutzes von Gesundheitseinrichtungen, Gesundheitskräften, Rettungswagen und Patienten. Um lebensrettende Dienste ohne Verzögerung und ohne Gefährdung der Leistungserbringer oder -empfänger anbieten zu können, muss im gesamten Libanon ein sicherer, kontinuierlicher und ungehinderter humanitärer Zugang gewährleistet werden.

 

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