
IQNA: Ein Bericht der New York Times zeigte wie antiislamische politische Rhetorik die muslimische Gemeinschaft im Süden der USA beeinflusst, eine Gemeinschaft die angesichts geopolitischer Spannungen rund um einen möglichen Konflikt mit Iran und der breiteren Außenpolitik der USA zutiefst besorgt ist. (Quelle: Al-Jazeera)
Laut diesem Bericht verstärkte sich diese Rhetorik in den letzten Monaten, insbesondere vor dem Hintergrund eines Krieges mit Iran und der Außenpolitik Washingtons. In mehreren südlichen Bundesstaaten, darunter Tennessee, Texas, Florida, North Carolina und South Carolina machten einige republikanische Politiker provokative Äußerungen gegen Muslime und den Islam machten.
Der Bericht behauptet, dass diese Rhetorik nicht mehr auf Randstimmen beschränkt ist, sondern zunehmend in den politischen Kampagnen des Mainstreams präsent ist. Die Zeitung zitiert den Einwanderungsanwalt Abdulkarim Omar, der sagt, dass sich eine Veränderung in dieser Rhetorik ergab und sie zum Mainstream wurde und keine Randidee mehr ist.
Diese Normalisierung von auf Hassrede basierenden Aussagen trug zur Schaffung einer Atmosphäre der Angst unter einigen Muslimen bei, insbesondere unter Flüchtlingen und Migranten die sich bereits verletzt fühlen.
Gleichzeitig betont die Zeitung die zunehmende Präsenz und Integration muslimischer Gemeinschaften im Süden und stellt fest, dass in den letzten zwei Jahrzehnten viele muslimische Amerikaner auf der Suche nach wirtschaftlichen Möglichkeiten und familiären Bindungen in diese Region zogen.
Muslime in diesen Regionen gründeten Moscheen, Schulen und zivile Organisationen und einige von ihnen haben politische Vertretung – wie die Wahl muslimischer Amtsträger in lokale Räte – erreicht; Entwicklungen, die ein wachsendes Bevölkerungswachstum und eine breitere zivile Beteiligung zeigen.
Doch diese wachsende Präsenz machte diese Gemeinschaften anfälliger für politische Zielsetzungen, da einige Politiker durch die Verknüpfung des Islam mit Sorgen über verschiedene Bedrohungen diese Situation nutzten um Ängste zu schüren.
Dieser Trend wird durch das Aufkommen des christlichen Nationalismus in Teilen des Südens der USA verstärkt, der religiöse Vielfalt möglicherweise als Herausforderung für die traditionelle Identität betrachten könnte.
Trotz dieser Herausforderungen hebt der Bericht auch die Bemühungen muslimischer Personen und Institutionen hervor Stereotype zu bekämpfen und Brücken der Kommunikation zu bauen und stellt fest, dass Gemeindeführer, Künstler und Aktivisten mit ihren Nachbarn verschiedener Religionen interagieren, Initiativen zur Annäherung organisieren und gemeinsame Werte betonen.
Dennoch ist die psychologische Belastung dieser Atmosphäre offensichtlich, sodass viele Muslime im Süden ihre Müdigkeit über die ständige Notwendigkeit ausdrücken ihre Identität und ihren Glauben zu verteidigen.
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