
IQNA: Katar und Ägypten erklärten in getrennten Stellungnahmen, dass Hissen der israelischen Flagge durch zionistische Siedler in den Höfen der Al‑Aqsa‑Moschee einen klaren Verstoß gegen internationales Recht und Provokation der Gefühle der Muslime darstellt. (Quelle: Nachrichtenseite Al‑Ghad)
In einer Erklärung des katarischen Außenministeriums wurde der Angriff dutzender Siedler auf die Al‑Aqsa‑Moschee und Hissen der israelischen Flagge in den Höfen dieser gesegneten Moschee verurteilt.
Das katarische Außenministerium bezeichnete diese Maßnahme zudem als eindeutigen Verstoß gegen internationales Recht und als Provokation der Gefühle von Muslimen weltweit. Es betonte die entschiedene Ablehnung aller Versuche den religiösen und historischen Status der Al‑Aqsa‑Moschee zu untergraben und forderte die internationale Gemeinschaft auf ihren moralischen und rechtlichen Verpflichtungen gegenüber Jerusalem und seinen heiligen Stätten nachzukommen und entschieden gegen die Rechtsverletzungen des zionistischen Regimes vorzugehen.
Die Erklärung bekräftigte die unerschütterliche Haltung Katars hinsichtlich der Gerechtigkeit der palästinensischen Sache und der legitimen Rechte des befreundeten Volkes Palästinas, darunter ihr uneingeschränktes Recht auf Ausübung religiöser Riten und Gründung eines unabhängigen Staates innerhalb der Grenzen von 1967 mit Ost‑Jerusalem als Hauptstadt.
Auch das ägyptische Außenministerium verurteilte in einer Erklärung den Überfall der Siedler auf das Gelände der Al‑Aqsa‑Moschee unter Schutz der israelischen Polizei und das Hissen der Flagge des zionistischen Regimes in den Höfen dieser gesegneten Moschee aufs Schärfste und bezeichnete dies als eindeutigen Verstoß gegen internationales Recht und humanitäres Völkerrecht.
In der Erklärung hieß es: Diese Handlung stellt eine inakzeptable Provokation der Gefühle von Muslimen weltweit dar und verschärft Spannungen die nur zu weiterer Eskalation führten und Bemühungen um Deeskalation und Wiederherstellung der Stabilität untergraben.
Ägypten betonte die Notwendigkeit, dass die internationale Gemeinschaft ihrer Verantwortung nachkommt die wiederholten Verstöße des zionistischen Regimes zu stoppen und Handlungen zu beenden die Spannungen verschärfen und Möglichkeiten zur Deeskalation untergraben.
Das ägyptische Außenministerium bekräftigte erneut seine uneingeschränkte Unterstützung für die legitimen Rechte des Volkes Palästinas, insbesondere ihr Recht auf Gründung eines unabhängigen Staates entlang der Grenzen vom 4. Juni 1967 mit Ost‑Jerusalem als Hauptstadt um zu einer gerechten und umfassenden Lösung der Frage Palästina zu gelangen.
Bereits am Dienstag hatten zionistische Siedler während ihres Überfalls auf die Al‑Aqsa‑Moschee im besetzten Ost‑Jerusalem die israelische Flagge gehisst.
In sozialen Medien veröffentlichte Videos zeigen Siedler wie sie talmudische Rituale durchführen und laut Gebete rezitieren als Teil dessen, was als „epischer Kniefall“ bekannt ist, insbesondere im östlichen Teil der Moschee.
Rechtsextreme Gruppen hatten im Verlauf des Angriffs am Mittwoch, der mit dem Jahrestag der Unabhängigkeitserklärung des illegitimen israelischen Regimes nach dem hebräischen Kalender zusammenfällt dazu aufgerufen die israelische Flagge in den Höfen der Al‑Aqsa‑Moschee zu hissen.
Zionistische Siedler hissten auch zuvor die israelische Flagge was von Muslimen als provokativ angesehen wird.
Die islamische Stiftungsverwaltung in Jerusalem betrachtet diese Handlungen als Verstoß gegen den Status quo der Moschee, doch die Polizei des zionistischen Regimes hindert die Siedler nicht daran.
Seit 2003 erlaubt die Polizei des zionistischen Regimes den Siedlern einseitig täglich – mit Ausnahme von Freitagen und Samstagen – die Al‑Aqsa‑Moschee zu stürmen.
Seitdem fordert die Stiftungsverwaltung Jerusalems die Beendigung dieser Angriffe, doch die israelischen Behörden reagierten nicht.
4347991