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Notiz

Hormus; kleiner Durchgang mit großer globaler Wirkung

18:31 - April 25, 2026
Nachrichten-ID: 3014692
IQNA- Die Region des Persischen Golfs erlebt mit Ankündigung der erneuten Schließung der Straße von Hormus durch die iranische Seite eine Verschärfung der Spannungen, eine Maßnahme die eines der gefährlichsten Themen der globalen maritimen Sicherheit wieder auf die Bühne bringt.

Aus der Feder des irakischen Analyst für politische Angelegenheiten des Irak Mohammed Ali al-Hakim

Die Region des Persischen Golfs erlebt mit Ankündigung der erneuten Schließung der Straße von Hormus durch die iranische Seite eine Verschärfung der Spannungen, eine Maßnahme die eines der gefährlichsten Themen der globalen maritimen Sicherheit wieder auf die Bühne bringt.

Dieser lebenswichtige Durchgang ist die Hauptschlagader des Energieversorgungsflusses, die Iran als eine goldene Karte und einen strategischen Vermögenswert betrachtet auf den nicht verzichtet werden kann, da ein großer Prozentsatz der weltweiten Ölexporte durch ihn hindurchgeht und jede Störung darin eine direkte Bedrohung für die Stabilität der internationalen Märkte darstellt.

Es ist gewiss, dass die Ölmärkte aufgrund der Störung im globalen Angebot einen starken Preisanstieg erleben werden und die Länder des Persischen Golfs wegen ihrer Abhängigkeit von diesem maritimen Korridor, sowohl in sicherheitspolitischer als auch in wirtschaftlicher Hinsicht im Zentrum der Krise stehen werden.

Inmitten der Verschärfung militärischer Spannungen und wirtschaftlicher Sorgen richten sich die Aufmerksamkeiten auf die Folgen dieser Maßnahme für den Welthandel, die Energiepreise und die Möglichkeit einer Zunahme der Spannungen in der Region.

Daher werden große Mächte wie China und die Europäische Union versuchen die Verschärfung der Spannungen einzudämmen um ihren Handel zu schützen. Jede Störung in der Straße von Hormus wird nicht nur den Energiesektor, sondern auch die globalen Lieferketten beeinflussen und jedes künftige Abkommen wird das Ergebnis eines Abschreckungsgleichgewichts sein nicht eines Sieges einer Seite über die andere.

Andererseits könnte Washington die Blockade als Verhandlungsinstrument nutzen, um strengere Bedingungen für das iranische Atomprogramm aufzuerlegen. Teheran wird diese Maßnahme als eine existenzielle Bedrohung betrachten die eine unkonventionelle Antwort erfordert. Zu Irans Optionen zum Manövrieren gehören Bedrohung der Schifffahrt im Persischen Golf durch indirekte Methoden und ohne umfassende Konfrontation, Ausweitung seines Atomprogramms als Verhandlungsinstrument und indirektes Anvisieren US-Wirtschaftsinteressen.

Iran erkannte und ist wurde sich sicher, dass Aufgeben des Atomprogramms, des Raketenprogramms und Abschreckungskarten die es zum Manövrieren besitzt bedeutet einem Schicksal ähnlich dem Iraks und Libyens zu begegnen. Daher ist es für Teheran unmöglich die Idee aufzugeben das friedliche Atom- und Raketenprogramm sowie die Karte Straße Hormus, die zu einer strategischen goldenen Karte zur Kontrolle der regionalen und internationalen Wirtschaft wurde fallen zu lassen und die Folgen einer Schließung der Meerenge werden für alle katastrophal sein.

Daher bemüht sich Teheran heute diese Gleichung aufzustellen, dass Verhandlungen ohne Vorbedingungen und ohne Kompromiss beim Grundsatz des Raketen- und Atomprogramms möglich sind.

Dennoch scheint die gegenwärtige Kluft zu zeigen, dass beide Seiten (Washington und Teheran) sich noch in der Phase der strategischen Prüfung befinden, obwohl Washington versucht durch Informationslecks und unbestätigte und falsche Aussagen die Grenzen der Flexibilität Irans zu testen.

Der gegenwärtige Streit zeigt auch einen unterschiedlichen Zeitplan zwischen einer Regierung die schnelle Ergebnisse sucht und zugleich einer Regierung (Teheran) die einen langfristigen Ansatz verfolgt.

Daher zeigt die gesamte Situation, dass jedes Abkommen, falls es erreicht wird, unter völlig anderen Bedingungen als denen die derzeit auf dem Tisch liegen zustande kommen wird. Dieser Unterschied zeigt das Fehlen selbst eines anfänglichen Verständnisses hinsichtlich der Mechanismen des Vertrauensaufbaus.

Daher stellt Teheran zur Erreichung seiner Ziele ein Gleichgewicht zwischen taktischer Offenheit und strategischer Unnachgiebigkeit her. Die Islamische Republik Iran behandelt den Vorschlag USA als Test für dessen Absichten, nicht als ernsthaften Verhandlungsweg. Dennoch ist Teheran insgesamt bestrebt seinen Hebel, nämlich „Hormus; kleiner Durchgang mit großer globaler Wirkung“ als Garantie für jedes künftige Abkommen zu bewahren.

 

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