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Eingeständnis von Associated Press in Analyse der trumpistischen Illusion: Iran weder Kuba noch Venezuela

16:30 - April 27, 2026
Nachrichten-ID: 3014698
IQNA- Während der US-Präsident Donald Trump im Versuch maximalen Druck auf Iran auszuüben die Vorstellung einer Seeblockade – ähnlich wie jene, die zuvor gegen Venezuela und Kuba angewandt wurde – in Betracht zieht, sind Experten und Analysten für internationale Angelegenheiten der Ansicht, dass diese Taktik gegenüber Teheran mit grundlegenden Herausforderungen und anderen geopolitischen Realitäten konfrontiert ist die ihre Umsetzung ernsthaft in Frage stellen.

IQNA: Die Nachrichtenagentur Associated Press betont in einem analytischen Bericht bei der Untersuchung dieser Strategie, dass Iran – im Gegensatz zur maritimen Geografie der Karibik und ihrer Nähe zum US-Festland – die Kontrolle über eine der lebenswichtigsten Energieadern der Welt besitzt, nämlich der Straße von Hormus.

Diese strategische Position verleiht Iran ein einzigartiges Druckmittel das Fortsetzung der aktuellen Pattsituation mit direkten Auswirkungen auf die Weltwirtschaft und sogar auf die Kraftstoffpreise innerhalb der USA zu einer ernsthaften Herausforderung für das Weiße Haus machen kann.

Iran weder Kuba noch Venezuela

Associated Press schreibt unter Berufung auf den Militärhistoriker Max Boot: Die gegenwärtige Situation ähnelt einem Wettkampf im Aushalten von Schmerzen bei dem beide Seiten versuchen die Belastbarkeit der jeweils anderen Seite zu testen.

Die Nachrichtenagentur führt in ihrer Analyse weiter aus: Der grundlegende Unterschied zwischen Iran und den früheren Gegnern der USA in der westlichen Hemisphäre liegt nicht nur in der Fähigkeit eine lebenswichtige Route des Energiehandels zu blockieren, sondern auch darin dass Iran zu einer weit größeren und komplexeren militärischen Bedrohung wurde. Eine Konfrontation mit Iran erfordert – im Gegensatz zu Gegnern nahe den US-Grenzen – eine dauerhafte und umfangreiche militärische Präsenz Tausende Meilen entfernt von den Küsten der USA, was erhebliche logistische und politische Kosten sowie Risiken mit sich bringt.

 

Wurzeln von Trumps falschem Selbstvertrauen und Unwirksamkeit des Modells

Der Bericht von Associated Press verweist auf Ursachen von Trumps Selbstvertrauen beim Einsatz der Marine und betrachtet den Erfolg der Operation zum Machtwechsel in Venezuela als ermutigenden Faktor für Wiederholung dieses Modells im Iran. Zugleich wird betont, dass der Erfolg in Venezuela weniger auf Beschlagnahmung von Öltankern beruhte als vielmehr auf direkten Operationen gegen die Regierung des Landes und der Zusammenarbeit interner Akteure – ein Faktor, der nach Ansicht des Autors im Fall von Iran oder Kuba nicht zutrifft und das Venezuela‑Modell für Westasien nicht wiederholbar macht.

 

Statistische Herausforderung und Neutralisierung der Blockade

Die Wirksamkeit dieser Blockade wird auch durch widersprüchliche Statistiken in Frage gestellt. Während das US‑Zentralkommando (CENTCOM) behauptet, dass kein Schiff ihre Kräfte passieren konnte, berichten angesehene maritime Informationsinstitute wie Lloyd’s List über fortgesetzte Bewegung der iranischen Schattenflotte, was nach Ansicht von Experten der Seefahrtsgeschichte einen Teil der Blockade praktisch wirkungslos machte.

 

Trumps Interessenkonflikt: Schnelle Ergebnisse gegenüber zeitaufwendiger Natur einer Blockade

Abschließend betont der Bericht, dass Seeblockaden im Laufe der Geschichte stets ein zeitaufwendiger Prozess waren, während Trump im Vorfeld der Wahlen im November nach schnellen Ergebnissen sucht! Dieser Interessenkonflikt könnte seine Strategie der vermeintlichen maximalen Druckausübung auf See vor ernsthafte Herausforderungen stellen und die Erfolgsaussichten gegenüber einem Land wie Iran, das über einzigartige Fähigkeiten und Druckmittel verfügt auf ein Minimum reduzieren.

Am Ende räumt der Analyst von Associated Press ein, dass die Achse des Widerstands bewies dass sie fähig ist vom Verteidigungsmodus zur Initiative überzugehen und dass das was die Welt heute beobachtet nicht nur eine vorübergehende Spannung ist, sondern vielmehr Ersatz eines alten maritimen Systems durch ein neues seitens Irans darstellt – ein System das über einzigartige geografische und militärische Fähigkeiten verfügt und sich von der Verteidigung von Küsten und Inseln zur Durchsetzung geopolitischer Regeln entwickelte; Regeln die große Mächte dazu zwingen ihre Berechnungen zu überdenken.

In dieser neuen Ordnung tritt Iran als eine Macht hervor, die eine souveräne Kontrolle und klare Vision regionaler nationaler Sicherheit durchsetzt um die Ära einer einheitlichen maritimen Polizeimacht zu beenden.

 

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