
IQNA: Der Beratende Rat der Islamischen Organisationen Malaysias (MAPIM) betonte in einer Pressemitteilung angesichts der jüngsten Entwicklungen in der Region und der US-zionistischen Aggression gegen die Islamische Republik Iran die Notwendigkeit die US-Militärbasen in muslimischen Ländern abzubauen. (Quelle: MAPIM)
Der Rat stellte fest, dass der US-israelische Krieg gegen Iran, Militarisierung muslimischer Länder und wiederholte Nutzung ausländischer Militärinfrastruktur in der gesamten islamischen Welt eine gefährliche Realität offenbarten:
• US-Militärbasen in muslimischen Ländern stellen keine Sicherheit mehr dar, sondern wurden zunehmend zur Quelle strategischer Verwundbarkeit.
In der Stellungnahme heißt es: Die USA unterhalten über zentrale Einrichtungen wie die Al-Udeid-Luftbasis in Katar und das Hauptquartier der Fünften Flotte in Bahrain eine umfangreiche militärische Präsenz in mehreren mehrheitlich muslimischen Ländern, darunter Katar, Bahrain, Kuwait, Saudi-Arabien, Jordanien, Irak und die Vereinigten Arabischen Emirate.
Der Rat fügte hinzu: Diese Basen entwickelten sich zu zentralen Instrumenten moderner Militäraktionen und regionaler Machtdemonstrationen.
Der Beratende Rat der Islamischen Organisationen Malaysias stellte mehrere wesentliche strategische Fragen, die sich die islamischen Länder derzeit stellen müssen:
Schützen diese Basen die Souveränität der islamischen Länder? Oder verwandeln sie muslimische Territorien in Schlachtfelder für ausländische Kriege? Erhalten sie den Frieden? Oder setzen sie die dauerhafte Militarisierung und fortwährende Einmischung des Imperialismus fort?
Der Rat fügte hinzu: Die jüngste Aggression der USA und Israels gegen Iran zeigte, dass muslimische Gebiete als Abschussrampen, logistische Korridore und Operationsschauplätze für Kriege genutzt werden können, die die gesamte islamische Welt bedrohen.
Der Rat legte seine Position zu diesen Entwicklungen wie folgt dar:
1. Die islamische Souveränität muss wiederhergestellt werden; kein islamisches Land darf dauerhaft ausländische Militäranlagen beherbergen, die seine nationale Unabhängigkeit untergraben.
2. Ausländische militärische Abhängigkeit schwächt das regionale Selbstbestimmungsrecht. Dies erfordert Sicherheit durch:
● regionale Zusammenarbeit
● Diplomatie
● Rahmen für kollektive islamische Verteidigung
● wirtschaftliche Resilienz
1. Militärpräsenz der USA verschärfte die geopolitische Instabilität.
Von Irak über Afghanistan und Syrien bis heute Iran führten ausländische Interventionen wiederholt zu Folgendem:
● Zerstörung
● Vertreibung
● sektiererische Spaltung
● Schwächung nationaler Souveränität
1. Palästina bleibt zentrales Thema.
Viele dieser Militärallianzen stärken indirekt Systeme die die zionistische Besatzung schützen und schwächen die regionalen Widerstandskräfte.
Der Beratende Rat der Islamischen Organisationen Malaysias legte in dieser Erklärung zudem eine neue strategische Vision für die islamische Welt vor. Darin heißt es, dass die Zukunft Folgendes erfordert:
● eigenständige Sicherheitsstruktur
● Stärkung der Verteidigungszusammenarbeit im Rahmen der Organisation für Islamische Zusammenarbeit (OIC)
● Verringerung ausländischer militärischen Abhängigkeit
● wenn nötig strategische Neutralität
● friedliche regionale Diplomatie
● Vorrang der Interessen der islamischen Welt vor Agenden der Großmächte
MAPIM forderte in seiner Erklärung die folgenden Institutionen auf eine ernsthafte Überprüfung langfristiger Vereinbarungen über ausländische Militärbasen einzuleiten:
● OIC-Mitgliedsstaaten
● Regierungen des Golfkooperationsrats (GCC)
● islamische Länder Asiens
● Gelehrte
● Zivilgesellschaft
● strategische und verteidigungspolitische Experten
Die Erklärung formulierte anschließend ein grundlegendes Prinzip und stellte fest, dass muslimische Territorien nicht dauerhaft als Plattformen für ausländische Kriege dienen dürfen. Wahre Würde erfordert:
● Souveränität
● strategische Unabhängigkeit
● Gerechtigkeit
● Befreiung von Abhängigkeit
Der Beratende Rat der Islamischen Organisationen Malaysias erklärte am Ende der Stellungnahme, dass die islamische Welt heute an einem entscheidenden Scheideweg steht und vor einer Entscheidung:
● Entweder bleiben die muslimischen Länder zersplittert und anfällig für ausländische militärische Agenden
● oder erheben sich zu einer Zukunft die auf Souveränität, Einheit, Würde und unabhängiger Sicherheit basiert.
Die Erklärung endete mit folgendem Satz: Die Ära der uneingeschränkten ausländischen Militärherrschaft über muslimische Länder ist vorbei; die Zukunft der muslimischen Länder muss von ihren Völkern bestimmt werden, nicht von ausländischen Basen.
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