IQNA

Amnesty International verurteilt Minarett-Bauverbot in der Schweiz

9:40 - June 30, 2016
Nachrichten-ID: 1796647
Die Amnesty International verurteilte die Massnahmen einiger rechtsgerichteter und extremistischer Parteien in der Schweiz für ein Minarett-Bauverbot beim Moscheebau in diesem Land und bezeichnete dieses Vorgehen als ein Entfachen der muslimischen Gefühle.
Wie die iranische Koran-Nachrichtenagentur iqna unter Berufung auf die amtliche kuwaitische Nachrichtenagentur kuna meldete, sagte der Generalsekretär der Schweizer Sektion von Amnesty International, Daniel Bolomey, die rassistischen Schweizer Parteien wollen mit dem Verbot des Minarettbaus ihre Bekanntheit und politische Position ausweiten und die Angst vor dem Islam und den Muslimen schüren.
Weiter heisst es in der AI-Erklärung, dass durch ein Minarettbau-Verbot die Gefühle der Muslime verletzt und das Zusammenleben der Anhänger verschiedener Religionen gefährdet werde.
Die Schweizer Volkspartei (SVZ), eine der rassistischen Schweizer Parteien, hat bei ihrer Anti-Minarett-Iniative bisher schon 100 000 Stimmen gesammelt, worauf unter anderem Politiker der Schweizer Regierung negativ reagierten.
Der Bau islamischer Gebäude und insbesondere von Moscheen mit Minaretten, ist in der Schweiz schon immer problematisch gewesen und es gibt derzeit nur eine Moschee in Zürich und eine in Genf mit Minarett.
Etwa 310 000 Muslime leben in der Schweiz, was einen Bevölkerungsanteil von vier Prozent der 7,5 Millionen Schweizer ausmacht. 427103
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