IQNA

12:04 - September 15, 2021
Nachrichten-ID: 3004754
Teheran (IQNA) - Muktada al-Sadr, der Anführer der Sadr-Bewegung im Irak, kündigte die Einsetzung eines humanitären Komitees an, um über das Schicksal von Imam Musa al-Sadr, dem vor 43 Jahren entführten Gründer und Vorsitzender des Obersten Schiitischen Rates im Libanon, Auskunft zu erhalten.

Laut Mawazin News kündigte Muktada al-Sadr per Twitter an: „Gott sei Dank wurde ein Komitee eingesetzt, dessen Aufgabe es ist, das Schicksal des verschwundenen Schiitenführers Imam Musa al-Sadr (Damat Barakatuh), zu klären. Die Namen der Mitglieder des Komitees werden vorläufig noch nicht bekannt gegeben.“

Er fügte hinzu: „Dieses Komitee sollte seine Arbeit mit Gottes Hilfe aufnehmen, denn diese Arbeit hat eine große Belohnung und viele Vorteile.“

Der Anführer der Sadr-Bewegung forderte am Samstagabend die Einsetzung eines humanitären Komitees im Irak und in anderen Ländern zur Klärung des Schicksals von Imam Musa al-Sadr.

Muktada al-Sadr schrieb auf Twitter: „Damit der Fall des verschwundenen Imam al-Sadr nicht in Vergessenheit gerät, halte ich es für sinnvoll, dass ein humanitäres Komitee zur Aufdeckung der Fakten über das Verschwinden des großen Schiitenführers, Herrn Imam Musa al-Sadr (Damat Barakatuh, ob er noch lebt oder als Märtyrer ermordet ist) innerhalb und außerhalb des Irak eingesetzt wird und über vollständige Autorität in allen Belangen verfügt, damit es die Fakten untersuchen und identifizieren kann.“

Der Führer der Sadr-Bewegung fügte hinzu: „Wir hoffen, dass alle relevanten Länder und Personen mit diesem Komitee zusammenarbeiten. Wir erwarten nichts, außer dass sein Schicksal geklärt wird, und dieses Recht ist in rationaler, rechtlicher, religiöser und humanitärer Hinsicht gültig.“

 

Komitee zur Klärung des Schicksals von Imam Musa al-Sadr eingesetzt

 

Der 1307 in Qom geborene Imam Musa al-Sadr gilt als Gründer der Amal-Bewegung und als ehemaliger Führer der Schiiten des Libanon, der vor 43 Jahren spurlos verschwunden ist. Das Verschwinden des Imam Musa al-Sadr ist zu einem Schlüsselthema in den Nahen Osten geworden.

Die Regierungen im Libanon und im Iran sowie verschiedene schiitische Gruppen in den Nahen Osten verfolgen dieses Thema und warten auf eine Klärung seines Schicksals.

 

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