IQNA

Muslimische Gruppe reicht Beschwerde über Twitter wegen hasserfüllten Inhalts ein

11:45 - June 29, 2022
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TEHERAN (IQNA) – Eine muslimische Gruppe aus Australien hat eine Beschwerde über Twitter eingereicht, weil dieses soziale Netzwerk es versäumt hatte, antimuslimische und hasserfüllte Posts und Kommentare zu entfernen.

Das Australische Muslimische Anwaltsnetzwerk (Aman) hat über die Menschenrechtskommission von Queensland eine Klage gegen Twitter erhoben, weil dieses soziale Netzwerk es versäumt hatte, gegen Konten vorzugehen, die auf der Plattform Hass schüren. Das berichtete The Guardian.

Die Gruppe argumentierte, dass Twitter als ein Veröffentlicher für den Inhalt von einem rechtsextremen Konto verantwortlich sei, das in dem Manifest eines Extremisten, der 2011 in Norwegen 77 Menschen umgebracht hatte, zitiert wurde.

Das Netzwerk [Anan] sagte, dass trotz mehrfacher Aufforderung Twitter sich geweigert hätte, das Konto zu löschen und auf die Posts, die Muslime verunglimpfen, zu antworten. Diese Posts enthalten Ausdrücke wie „Ramadan bedeutet Ungläubige zu töten“ und behauptet, dass man sich auf den Koran als ein „terroristisches Handbuch“ beziehen solle.

Das Netzwerk hatte Twitter aufgrund des Antidiskriminierungsgesetzes von Queensland wegen Schüren von Hass als ein Veröffentlicher von Drittkonten als auch die Verweigerung, etwas gegen den hasserfüllten Inhalt zu unternehmen, angeklagt.

In der Beschwerde heißt zudem, dass Twitter an indirekter Diskriminierung beteiligt gewesen sei, da nicht die australischen Standarts, um diese Plattform zu erfüllen, angewandt worden waren.

Das Netzwerk sagte auch, dass es zwischen Juli 2020 und Juli 2021 mit Twitter in Verbindung stand. Aman sagte, dass es die Plattform gebeten habe, verschiedene Konten, über welche Hass verbreitet worden war, zu löschen, aber Twitter habe sich geweigert, zu reagieren, weil die Konten mit den Richtlinien übereingestimmt hätten.

Die Beschwerde vor der Kommission beinhaltet 419 Punkte, einschließlich 29 Tweets, von denen es hieße, dass sie Hass verbreitetn würden, sowie 390 Kommentare und Zitate auf diesen Tweets.

Rita Jabri Markwell, eine Anwältin für das Netzwerk, sagte: „Wir standen mit Twitter für über ein Jahr mit wirklich schockierenden Beispielen in Verbindung. Bilder, auf denen muslimische Männer zu sehen waren, denen ein Gewehr in den Mund gesteckt worden war und Bilder von Muslimen, die als Affen dargestellt worden waren, sowie Höhlenmenschen, die hinter Leuten mit Messern herjagten.

„Wir wollen, dass Twitter sich für seine Plattform verantwortlich zeigt. Es sollte nicht gewöhnlichen Leuten überlassen werden, die Plattform für sie zu beobachten.“

Twitters hasserfüllte Durchführungspolitik sagt, dass Nutzer vielleicht keine Gewalt gegen andere Leute fördern können oder sie direkt auf der Grundlage von Rasse, ethnischer Zugehörigkeit,..., sexueller Orientierung, Geschlecht,.. (oder) religiöser Zugehörigkeit angreifen oder bedrohen können.

Es heißt, dass die Plattform keine Konten zuließe, deren Hauptzweck es sei, anderen aufgrund dieser Kategorien Leid zuzufügen.

Das Hohe Gericht Australiens war der Ansicht, dass Medienfirmen für die Kommentare Dritter auf ihren Posts auf den sozialen Meiden zur Verantwortung gezogen werden könnten, wie letztes Jahr in dem grundlegenden Fall von Dylan Voller.

Im Jahr 2021 verlangte das Anwaltsnetzwerk erfolgreich, 141 Stücke, die von dem früheren Senator Fraser Anning auf Facebook und Twitter veröffentlicht worden waren, zu löschen.

Twitter weigerte sich, den Inhalt zu löschen, bis das Gericht eingriff.

Das Netzwerk hat auch eine Rassendiskriminierung und Sektion 18C-Klage gegen Meta, dem Eigentümer von Facebook und Instagram, von der Menschenrechtskommission Australiens vorliegen.

Jabri Markwell sagte: „Wir unternehmen die gerichtlichen Schritte nur, weil sie im Moment unsere einzige Möglichkeit sind. Wir würden es gerne sehen, wenn diese Last von uns auf eine Regulierungsbehörde, wie die eSafty Commissioner, übertragen werden würde.“

Das Netzwerk möchte von Twitter, dass auf der Stelle Konten, die serienweise Material tweeten, in welchem Hass gegen Muslime verbreitet wird, einschließlich Dinge wie „das große Ersetzen“- und „Gegendschihad“-Theorien.

Die Gruppe sucht nach Entschädigung von Twitter für „die Arbeit, die mit der Bearbeitung der Beschwerde verbunden war, und für die Mühe und das Trauma, das ihr Versagen für Amans Personal und Voluntäre verursacht hatte. Wenn so ein Kommentar online erlaubt ist, dann wird so etwas normal und wir sehen, wie es in Kommentargesprächen über die Nachrichten verbreitet werden wird.“, sagte Jabri Maxwell.

„Als ein Muslim...gibt dir das sofort das Gefühl, dass du ein Außenseiter und tief missachtet bist. Wir leisten unseren Beitrag, wir sind fleißig, kümmern uns um die Mitglieder dieser Gemeinschaft und verdienen es, mit Respekt behandelt zu werden.“

Twitter hatte auf zahlreiche Nachfragen hinsichtlich Kommentare nicht geantwortet.

 

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