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Koranexegese und Interpretatoren / 13

Tafsir Surabadi: Eine alte Exegese des Korans auf Persisch

22:28 - January 06, 2023
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Teheran (IQNA)- Tafsir Surabadi ist eine alte Interpretation des Heiligen Korans, der von dem sunnitischen Gelehrten Abu Bakr Atiq bin Muhammad Heravi Neishaburi, bekannt als Surabadi oder Syriai, im 5. Jahrhundert nach dem islamsichen Kalender verfasst wurde.

Es gibt keine zuverlässigen und genauen Informationen über Surabadi, aber einige erwähnten ihn als eine fromme, fleißige und tugendhafte Person.

Auf einen Blick ist Surabadis Interpretation eine der vollständigsten und ältesten Interpretationen des Korans. Wie erwähnt stammt dieser Kommentar aus dem 5. Jahrhundert nach dem islamischen Kalender und hat eine einfache und fließende Prosa. Die Existenz zahlreicher Versionen und Zusammenfassungen zeigt die Bedeutung dieser Interpretation unter den Gelehrten dieser Zeit. Abgesehen davon gibt es in Surabadis Kommentar eine Sammlung von persischen Wörtern und Kombinationen, die der Autor für koranische Vokabeln und Begriffe definierte.

Die Nutzung der Fähigkeiten der persischen Sprache bei der umfassenden Verwendung von Präfixen bei der Konstruktion von Verben mit Präfixen und die Induktion von Mehrfachbedeutungen durch sie ist eines der herausragenden Merkmale dieser ehrenvollen Interpretation, die den Umfang unseres Wissens auf das Persische jener Zeit aufmerksam macht und die Tradition des Verfassens persischer Exegesen. Einfache Prosa ohne Schnickschnack, Auffinden einiger wissenschaftlicher Informationen der damaligen Zeit im Kommentar, gelegentliche Parabeln des Kommentators, Vorhandensein einiger Sufi-Gedanken sind einige der anderen zum Nachdenken anregenden Werte dieser Koranexegese.

 

Merkmale der Surabadi-Exegese

Dieses Werk, das auf vorhandenen Manuskripten basiert, ist eine große Exegese, die offenbar in sieben Kapitel gegliedert ist. Die Exegese beginnt mit dem Lob Gottes und dem Gruß and den Heiligen Propheten (SAS). Danach gibt es eine Einführung über die Exegese und der Grund dafür, dass er persisch ist und erklärt auf welche Überlieferer sich der Autor stützt. Sodann wird von der Sure Hamd bis zum Ende der Sure Nas die Verse übersetzt und anschließend interpretiert.

In Bezug auf den Grund für das Verfassen dieser Exegese auf Persisch sagte Sourabadi, dass er gebeten wurde ihn für die breite Öffentlichkeit nützlicher zu machen und fügte hinzu, dass ein Lehrer ihn lehrte, wenn er ihn auf Arabisch geschrieben hätte, würde eine Gelehrter dies lehren, aber der Koran ist in einem besseren Arabisch als die Worte jeglichen Gelehrten und können selbst nicht besser ausgedrückt werden als der Koran selbst.

Am Anfang jeder Sure gibt Surabadi den Titel, Anzahl der Verse, Wörter, Buchstaben, Ort der Offenbarung und ihre Vorzüge an und bei der Interpretation der Verse werden sie zitiert und übersetzt und manchmal interpretiert er den ganzen Vers auf einmal und manchmal in Teilen. Er zitierte Überlieferungen, Erzählungen und Sprüche von Kommentatoren und Erzählern arabischer Gedichte.

In einigen Fällen erwähnte Surabadi die Gedichte und Reden von Imam Ali (a.s.), Imam Hussain (a.s.), Imam Sadiq (AS) und Imam Ridha (AS) und Hadithe des Heiligen Propheten (s.a.w.) über die Gnade von Ahlul Bayt und die Freundschaft von Ali (a.s.) und das Verbot der Feindschaft mit ihm. Unter dem Vers der Reinigung gab er auch Überlieferungen, auf deren Grundlage er sich auf die Familie des Heiligen Propheten (SAS), Imam Ali (AS), der edlen Fatima (AS), Imam Hassan (AS) und Imam Hussain (AS) bezieht. Er erwähnt auch die Tugenden von Abu Bakr, Umar, Uthman und dem edlen Ali (AS) in einem Teil des Kommentars.

Auf jeden Fall gehören Sourabadis persische Korannterpretation und seine Übersetzung des Korans zu den eloquenten und hervorragenden Beispielen persischer Prosa und sind voller persischer Vokabeln und Ausdrücke, die Sourabadi für koranische Ausdrücke und Kombinationen auswählte.

Zum Schluss muss daran erinnert werden, dass Surabadis Koranexegese in seiner Gesamtheit durch die Bemühungen von Ali Akbar Saeedi Sirjani bearbeitet und 1381 nach iranischem Kalender veröffentlicht wurde.

 

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