
Laut IQNA unter Berufung auf Daily Mail wurde der neue Blockbuster-Film „Spider-Man: Across the Spider-Verse“ in mehreren Ländern mit muslimischer Mehrheit von der Liste der Kinos gestrichen.
Empire Entertainment, der Nahost-Vertrieb dieser Sony Pictures-Animation äußerte sich noch nicht dazu.
Für diesen Film wurde kein explizites Verbot angekündigt. Eine dem Film nahestehende Quelle, die nicht namentlich genannt werden wollte, sagte, es bestehe keine Erwartung dass „Across the Spider-Verse“ in den Vereinigten Arabischen Emiraten gezeigt werde.
Auf der offiziellen Twitter-Seite des Saudi Arabian Cinema heißt es in einer dem Plakat des Films beigefügten Erklärung, dass die Organisation keinen Film genehmigen wird, der gegen die Medieninhaltsbestimmungen des Landes verstößt und dass ihre Produktionsfirmen nicht dazu verpflichtet seien die notwendigen Reformen umzusetzen .
Der Superheldenfilm mit Miles Morales als Spider-Man startete Anfang Juni in den US-Kinos. Ursprünglich sollte es am 22. Juni und vor dem Eid al-Adha-Feiertag (Opferfest während der Zeit der rituellen Pilgerfahrt nach Mekka) im Nahen Osten gezeigt werden. Letzte Woche wurde dieser Film in die Kinoprogramme von Ländern wie Kuwait, Vereinigten Arabische Emirate, Oman, Saudi-Arabien, Katar, Bahrain, Libanon und Ägypten aufgenommen jedoch seine Vorführung wurde plötzlich eingestellt.
Eine Szene mit einer Transgender-Flagge mit der Aufschrift „Protect Trans Kids“ soll zum Verbot des Films geführt haben.
Die Vereinigten Arabischen Emirate verbaten diesen Film nicht offiziell, seine Vorführung in den Kinos des Landes wurde jedoch gestoppt. Das staatlichen Unternehmen Emaar Entertainment und die größte Kinogesellschaft der VAE Reel Cinemas teilten The Associated Press mit, dass sie den Film nicht zeigen würden. Das Unternehmen führte die Entscheidung auf den exklusiven Kinoverleih von Sony Pictures-Filmen im Nahen Osten Empire Entertainment zurück. Neben den Vereinigten Arabischen Emiraten und Saudi-Arabien stellten auch Kuwait, Malaysia, Katar, Bahrain, Oman, Libanon und Ägypten die Ausstrahlung dieses Films ein.
Bei einem ähnlichen Vorfall im vergangenen Jahr wurde Disneys „Lightyear“ in 13 muslimischen Ländern wegen der Darstellung homosexueller Szenen verboten.
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