IQNA

Kritik an Ignorierung gesperrter Bankkonten von Muslimen in England

10:01 - July 11, 2023
Nachrichten-ID: 3008684
London (IQNA)- Peter Oborne, ein berühmter englischer Journalist, veröffentlichte einen Artikelو in dem er das Schweigen der Medien bezüglich der Sperrung der Bankkonten muslimischer Aktivisten kritisierte.

Laut IQNA unter Berufung auf Arabic 21 kritisierte Peter Oborne, ein berühmter englischer Journalist kritisierte in einer Veröffentlichung eines Artikels im Middle East Eye die Reaktion der Medien auf die Schließung der Bankkonten von Nigel Farage, dem englischen rechten Politiker im Bezug auf das Schweigen der Medien zur Schließung mislimicher Aktivisten in England.

Ihm zufolge waren die Muslime in Großbritannien die ersten, die mit dem Problem der Schließung ihrer Bankkonten konfrontiert waren, aber keine Medien achteten darauf und es war für niemanden wichtig. Als jedoch Nigel Farage, dem Vordenker des britischen Austritts aus der Europäischen Union dasselbe geschah, sah er sich einer massiven Reaktion der Medien ausgesetzt und seiner Meinung nach wurde diese Aktion als nationaler Skandal gedeutet.

 

Kritik an Ignorierung gesperrter Bankkonten von Muslimen in England

 

Oborne stellte fest: Große englische Zeitungen, darunter The Times, Daily Mail, Financial Times, Guardian und Telegraph, übertrieben die Nachricht über die Schließung von Nigel Farages Konten.

Obwohl in der modernen Welt ein Bankkonto genauso wichtig ist, wie eine Stromrechnung oder ein Wasserzähler kann man ohne Bankkonto nicht ins Ausland gehen! Man fühlt sich wie ein Krimineller und ein normales Leben wird für ihn unmöglich.

Der britische Journalist fügte hinzu: „Ich weiß das sehr gut, weil ich im letzten Jahrzehnt mit Dutzenden von Menschen sprach, deren Bankkonten ohne jede Erklärung gelöscht wurden. Es ist die gleiche Situation, in der sich Farage jetzt befindet.“

Er fügte hinzu: Einer von ihnen verlor seinen Job, weil er für eine Wohltätigkeitsorganisation arbeitete und ein anderer vergoss Tränen, als er die schwierige Situation für sich und seine Familie aufgrund der Schließung seines Bankkontos beschrieb.

Er fuhr fort: „Ich habe viele dieser Geschichten im Nahen Osten geschrieben, aber keine davon wurde in den britischen Medien weiterverfolgt und auch die Politiker kümmerten sich nicht darum.“

Laut diesem englischen Journalisten hat dies nur einen Grund, denn die in diese Situation verwickelten Personen waren größtenteils britische Staatsbürger aber auch Muslime. Eines der Beispiele, die er in seinem Artikel erwähnte war Anas Al Tikriti, CEO der Cordoba Foundation, dessen Bankkonto zusammen mit seinen Familienmitgliedern ohne Angabe des Grundes geschlossen wurde. Auch die Finsbury Park Mosque musste mit der Schließung ihres Bankkontos rechnen, nachdem sie fälschlicherweise als Terrororganisation aufgeführt wurde.

Peter Oborne enthüllte auch wie die Palestine Solidarity Campaign plötzlich Schreiben erhielt, in denen darauf hingewiesen wurde, dass die Bankkonten der Kampagne von verschiedenen Banken ohne Begründung oder Rechtsmittel geschlossen wurden und fügte hinzu: „Als ich vor einem Jahrzehnt im Daily Telegraph über dieses Problem schrieb erklärte ich: Die Zeitung veröffentlichte meinen Bericht nicht.

Er fügte hinzu: Ich habe das Thema persönlich mit George Osborne besprochen, als er Finanzminister war. Ich ging zum Ministerium, um die Beamten zu treffen und ihnen die Notlage der Muslime zu erklären, denen ihr Bankkonto entzogen wurde und informierte auch den nächsten Minister, aber später stellte sich heraus, dass meine Aktion nur Zeitverschwendung war.

Nach Ansicht des britischen Journalisten zeigt diese Situation zwei Dinge: Erstens ist Islamophobie ein Konstrukt das die britischen Medien und die Politik seit langem vergiftet. Wenn muslimische Bankkonten geschlossen werden kümmert es niemanden. Als Nigel Farage das Gleiche passiert, führt dies in einen landesweiten Skandal.

Er fügte hinzu: „Aber es gibt einen tieferen Punkt: Seit Tony Blair sich George Bush in dem angeschlossen hat, was er den „Krieg gegen den Terror“ nannte sind britische Muslime ein Testgelände für bösen Autoritarismus.“

 

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