
IQNA: Kenianische Muslime pflanzten im Uhuru-Park in Nairobi 10.000 Bäume zu Ehren des Volkes Palästinas – eine ökologische und politische Aktion. (Quelle: eastleighvoice)
Die Muslime des Landes versammelten sich zu einer großen Baumpflanzaktion, die von der Gruppe „Stimmen für Palästina“ organisiert wurde. Die Baumpflanzaktion, die sich bis in den Central Park erstreckte fand statt um Solidarität mit dem Volk Palästinas zu zeigen und an die Balfour-Deklaration vom 2. November 1917 zu erinnern, die mehr als ein Jahrhundert zurückliegt und von vielen als Beginn des schweren Leidens Palästinas angesehen wird.
Organisatoren und Teilnehmer pflanzten 10.000 Bäume als Symbol des Gedenkens, Widerstands und Erneuerung. Die Bäume sollen den Generationen von Palästinensern, die Vertreibung, Besatzung und Gewalt erlitten als lebendiges Mahnmal dienen. Die Initiative steht zudem im Einklang mit Kenias nationalem Ziel die Waldfläche zu vergrößern und öffentliche Grünflächen wiederherzustellen.
Scheich Badr Jaafar von der Großen Moschee Nairobis erklärte der Menge, dass die Zusammenkunft einen ethischen und ökologischen Akt darstelle. Er erläuterte, dass Pflanzen von Bäumen nicht nur dem Umweltschutz dient, sondern auch Aufruf zu Gerechtigkeit und Weltfriedenist.
Scheich Badr fügte hinzu: Dies ist mehr als nur Pflanzen von Bäumen! Es ist ein globaler Aufruf zur Gerechtigkeit.
Laut den Organisatoren wurde der 2. November als Datum gewählt, um an den Jahrestag der Balfour-Deklaration zu erinnern. Durch das Pflanzen von Bäumen an diesem Tag werden die Teilnehmer Kenias Umweltschutzbemühungen mit dem globalen Kampf für Menschenrechte verknüpfen, so die Organisatoren.
Die Veranstaltung sollte auch auf die anhaltenden humanitären Krisen im Gazastreifen und anderen Teilen Palästinas aufmerksam machen. Viele Teilnehmer trugen Transparente und Plakate mit der Aufforderung zu Frieden und Gerechtigkeit, während andere für die Opfer des Konflikts beteten.
Die Redner äußerten die Hoffnung, dass die gepflanzten Bäume zu dauerhaften Symbolen des Friedens und der Widerstandsfähigkeit werden würden. Sie betonten, dass Gerechtigkeit für Palästina eine globale Priorität bleiben muss und nicht nur regionale oder politische Angelegenheit sein darf.
Scheich Badru und andere religiöse Oberhäupterr riefen die kenianische muslimische Gemeinschaft und die breite Öffentlichkeit zur fortgesetzten Beteiligung an Friedensbemühungen und humanitärer Hilfe auf. Sie ermutigten die Bürger sich an Initiativen zu beteiligen, die religiöses Handeln mit sozialer Verantwortung verbinden.
Die Gewalt im Gazastreifen verschärfte sich seit Oktober 2023 dramatisch. UNICEF berichtet, dass in diesem Zeitraum mindestens 61.000 Kinder im Gazastreifen getötet oder verstümmelt wurden! Das entspricht von einem Kind alle 17 Minuten. Viele wurden traumatisiert, verloren ihre Eltern oder wurden durch Luftangriffe und Bodenoperationen vertrieben.
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