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Christliches Oberjhaupt Jerusalem:

Jede Bedrohung der Al-Aqsa-Moschee ist Bedrohung für Kirchen

21:18 - December 26, 2025
Nachrichten-ID: 3014127
IQNA- Der orthodoxe Bischof von Jerusalem erklärte in einer Rede in der er die zionistischen Aktionen gegen die Al-Aqsa-Moschee verurteilte, dass jede Bedrohung islamischer heiliger Stätten auch Bedrohung christlicher Kirchen und heiliger Stätten darstellt.

IQNA: Einer der christlichen Oberhäupter Jerusalems Bischof Theophilus III verurteilte in seiner Rede die Aktionen des zionistischen Regimes gegen die Al-Aqsa-Moschee und fügte hinzu: Der christliche Zionismus versucht die heiligen Bücher für politische Zwecke zu missbrauchen. (Quelle: Arabi 21)

Er betonte: Nicht die Muslime zerstören die christlichen Kirchen, die seit Jahrhunderten im gesamten Nahen Osten existieren. Aber sie sind es, die von denjenigen ablenken wollen, die in Wahrheit das Christentum ausrotten wollen.

Der Bischof von Jerusalem, Palästina und Jordanien Theophilos III. betonte: Die Haschemitische Kustodie der islamischen und christlichen Heiligen Stätten im Heiligen Land bleibt eine starke Kraft des Guten und grundlegende Säule für die Aufrechterhaltung des Gleichgewichts inmitten der wachsenden Ängste und Herausforderungen der Region.

Er warnte vor einer realen existenziellen Bedrohung für Anwesenheit von Christen und verwies auf die anhaltenden Verletzungen des Rechts auf freien Zugang zu heiligen Stätten.

Der orthodoxe Bischof äußerte zudem seine tiefe Besorgnis über die Aushöhlung der bestehenden Strukturen und die besorgniserregenden Angriffe extremistischer Siedlergruppen auf die Al-Aqsa-Moschee und betonte seine entschiedene Ablehnung solcher Aktionen.

Der Generalsekretär des Königlichen Komitees für Jerusalem-Angelegenheiten Abdullah Tawfiq Kanaan erklärte hingegen, dass die Weihnachtsfeierlichkeiten weltweit in diesem Jahr zu einer Zeit stattfinden in der die Situation in Jerusalem völlig anders ist. Die Stadt leidet unter der schmerzlichen Realität der Belagerung und der von den israelischen Besatzern auferlegten Beschränkungen, die eine klare Verletzung der Heiligkeit der Stadt und ihrer religiösen und historischen Bedeutung darstellen.

In einem Interview mit der jordanischen Nachrichtenagentur fügte Kanaan hinzu: Die Stadt des Friedens ist nun zwischen dem Hammer der Besatzung und dem Amboss der Vertreibung, Judaisierung, Verhaftungen und wiederholten Angriffe gefangen. Die Besatzer unterscheiden in ihrem totalen Krieg gegen die Palästinenser weder zwischen Christen und Muslimen noch zwischen ihren heiligen Stätten. Alle sind Verfolgung und Repression ausgesetzt.

Er erklärte: Statistiken zeigen, dass die Zahl der Christen in Palästina von etwa 150.000 im Jahr 1948 auf derzeit etwa 45.000 sank.

Der Generalsekretär des Königlichen Komitees für Jerusalem-Angelegenheiten stellte fest: Die Besatzer betrachten die Anwesenheit von Christen in Jerusalem als Brücke, um die Erzählung Palästinas an den Westen zu übermitteln und versuchen diese zu umgeben, indem sie Fakten verzerren und falsche zionistische Erzählung fördern.

Er fügte hinzu: Die Christen in Jerusalem leiden unter starkem wirtschaftlichem Druck, der wichtigste davon sind überhöhte Steuern darunter die Kirchensteuer „Arnona“, sowie Einfrieren von Bankkonten, Beschlagnahmung heiliger Besitztümer und Stätten und Aktivitäten von Siedlungsorganisationen wie Ateret Cohanim christliche Stiftungsgüter unter Vorwand der Vermietung oder Beanspruchung des Eigentums beschlagnahmen.

 

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