
IQNA: Muslimische Führungsfiguren und Persönlichkeiten aus mehr als 36 europäischen Ländern bekundeten im Rahmen der „Union der Muslime Europas“ mit einem Schreiben an die höchsten Verantwortlichen der Islamischen Republik Iran ihr Mitgefühl mit den Opfern der brutalen US-zionistischen Angriffe, erklärten ihre Unterstützung für das iranische Volk und forderten eine besondere Beachtung der Zukunft und des Schutzes der Al-Aqsa-Moschee gefordert.
Der Wortlaut der Botschaft ist wie folgt:
An das Oberhaupt der Islamischen Revolution im Iran, Seine Eminenz Ayatollah Modschtaba Hoseini Khamenei
Den Präsidenten der Islamischen Republik Iran Masud Peseschkian
Den Vorsitzenden der Islamischen Beratenden Versammlung Mohammad-Bagher Ghalibaf
Den Außenminister Abbas Araghchi
Im Namen der „Union der Muslime Europas“, die ein Forum für das Zusammenkommen der Oberhäupter muslimischer Gemeinschaften aus mehr als 36 europäischen Ländern ist, ist es uns eine Ehre, dieses Schreiben zu überreichen.
Zunächst möchten wir Ihnen unsere aufrichtigsten Glückwünsche zum Ende des gesegneten Monats Ramadan und zum Eintreffen des gesegneten Eid al-Fitr übermitteln. Wir bitten den Erhabenen Gott, dass er Ihre guten Taten annimmt, Ihre guten Absichten stärkt und Seinen Segen über das Volk der Islamischen Republik Iran herabkommen lässt.
Leider war der gesegnete Monat Ramadan und die diesjährigen Festtage von traurigen Ereignissen und einer Zunahme der Gewalt im Nahen Osten begleitet. Wir bringen unsere tiefe Trauer über den Tod von Zivilisten, darunter Kindern und über die Schäden an Bildungseinrichtungen zum Ausdruck. Besonders besorgt sind wir über Berichte über eine beträchtliche Zahl ziviler Opfer, darunter Schülerinnen, in der Stadt Minab in der Provinz Hormozgan.
Wir verurteilen jede Form von Gewalt gegen die Zivilbevölkerung aufs Schärfste und erklären unsere Solidarität mit dem Volk der Islamischen Republik Iran angesichts der schrecklichen Aggression des zionistischen Regimes, die mit Unterstützung der USA erfolgt. Ebenso nahmen wir mit tiefer Trauer die Nachricht von der Ermordung des Oberhaupts Seyyed Ali Hoseini Khamenei auf.
Von unserer Seite aus erklären wir unsere Unterstützung für das Volk der Islamischen Republik Iran in seinem Bemühen seine Souveränität, territoriale Integrität und nationale Würde zu verteidigen. Wir würdigen die gezeigte Standhaftigkeit und Ausdauer und betonen die Bedeutung der Wahrung von Stabilität und Gerechtigkeit unter diesen schwierigen Umständen.
Wir sind der Auffassung, dass die aktuellen Ereignisse nicht zu einer Spaltung zwischen Iran und seinen Nachbarn, insbesondere den Ländern der islamischen Welt, führen dürfen. Im Gegenteil, die gegenwärtigen Herausforderungen erfordern eine Stärkung der Einheit, des gegenseitigen Respekts und der abgestimmten Bemühungen um Frieden und Sicherheit in der Region.
Im Namen der Muslime Europas möchten wir auch die Bedeutung einer besonderen Aufmerksamkeit für den Schutz der islamischen Heiligtümer, insbesondere der Al-Aqsa-Moschee, betonen. Unsere besondere Sorge gilt der Tatsache, dass zum ersten Mal seit Jahrhunderten, seit der Zeit der Kreuzzüge, aufgrund der Maßnahmen der zionistischen Seite der Zugang der Gläubigen zur Verrichtung des Festgebets in der Al-Aqsa-Moschee eingeschränkt wurde.
In diesem Zusammenhang ersuchen wir die Regierung der Islamischen Republik Iran, eine der Schlüsselklauseln in künftigen Vereinbarungen – zu deren Annahme die angreifenden Länder gezwungen sein werden – zu einem Passus zu machen, der die Zukunft der Al-Aqsa-Moschee garantiert. Konkret schlagen wir vor die administrative Verwaltung dieser Moschee der größten internationalen muslimischen Organisation, der „Organisation für Islamische Zusammenarbeit“ (OIC), zu übertragen, der die Islamische Republik Iran und andere wichtige islamische Länder wie Saudi-Arabien, Ägypten, Türkei, Algerien, Nigeria, Pakistan, Bangladesch, Malaysia, Indonesien sowie Länder, die mit Israel verbündet sind, wie die Vereinigten Arabischen Emirate, Bahrain und Marokko angehören. Dieser Schritt würde verhindern, dass dieses heilige Gotteshaus für die Gläubigen geschlossen wird und der Reihe provokativer Handlungen zionistischer Extremisten ein Ende setzen.
Wir sind überzeugt, dass Umsetzung dieser Initiative zeigen wird, dass das Volk der Islamischen Republik Iran nicht nur seine Souveränität und territoriale Integrität verteidigt, sondern auch die Ehre und Würde der gesamten islamischen Gemeinschaft (Umma) schützt und zum Schutz des dritten heiligen Ortes des Islams – der Al-Aqsa-Moschee – beiträgt. Dies könnte zudem die Aufmerksamkeit der internationalen Gemeinschaft noch stärker auf die Frage ihrer Besetzung lenken und den Prozess der Suche nach gerechten und nachhaltigen Lösungen für ihren Erhalt und Abwehr der Gefahr ihrer Zerstörung erleichtern.
Wir glauben, dass koordinierte Maßnahmen verantwortlicher politischer und geistlicher Oberhäupter zur Stärkung der Einheit der islamischen Gemeinschaft (Umma) und zur Suche nach gerechten Lösungen im Dienste von Frieden, Stabilität und der Achtung der religiösen Rechte der Gläubigen beitragen können.
Wir nehmen diese Gelegenheit wahr um Ihnen unsere besten Wünsche zu übermitteln. Wir bitten den Erhabenen Gott, dem Volk der Islamischen Republik Iran Frieden, Sicherheit, Beständigkeit und Wohlstand zu gewähren.
Mit Respekt
Die Unterzeichner:
Abdulwahid Niyazov, Vorsitzender der Union der Muslime Europas, Istanbul, Türkei
Sir Iqbal Sacranie, Generalsekretär-Gründer und leitender Berater des Muslim Council of Britain, Mitglied des Vorstands der Union der Muslime Europas, London, Großbritannien
Romas Jakubauskas, Mufti von Litauen, Mitglied des Vorstands der Union der Muslime Europas
Dr. Nader Akkad, Imam des Islamischen Zentrums von Triest, Ko-Vorsitzender der Internationalen Muslimisch-Christlichen Maria-Kommission an der Päpstlichen Marianischen Akademie, Mitglied des Vorstands der Union der Muslime Europas, Rom, Italien
Damir Mukhtadinov, erster stellvertretender Vorsitzender der Geistlichen Verwaltung der Muslime der Russischen Föderation, Mitglied des Vorstands der Union der Muslime Europas, Sankt Petersburg / Moskau, Russische Föderation
Anna Stamu, stellvertretende Vorsitzende des Verbands der Muslime Griechenlands, Vorsitzende des Rates muslimischer Frauen, Mitglied des Vorstands der Union der Muslime Europas, Athen, Griechenland
Dogan Bekin, Mitglied der Großen Nationalversammlung der Republik Türkei
Lord Nazir Ahmed, ehemaliges Mitglied des britischen House of Lords, Mitglied des Rates der Union der Muslime Europas, Rotherham, Großbritannien
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