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Gedenkveranstaltung zum Jahrestag der Opfer des Terroranschlags in Ontario durchgeführt

17:59 - June 08, 2026
Nachrichten-ID: 3014902
IQNA- Eine Gedenkzeremonie zum fünften Jahrestag der Tötung von vier Mitgliedern einer muslimischen Familie bei einem Terroranschlag in der Stadt London in der kanadischen Provinz Ontario wurde abgehalten.

IQNA: Fünf Jahre nachdem vier Mitglieder einer muslimischen Familie bei einer Tat, die ein Richter als terroristisch bezeichnete, von einem Extremisten mit einem Fahrzeug überfahren wurden, versammelten sich Mitglieder der Gemeinschaft in der Stadt London in der kanadischen Provinz Ontario um der Opfer zu gedenken. (Quelle: insauga)

Salman Afzaal, seine Ehefrau Madiha Salman, ihre Tochter Yumna und Großmutter Talat wurden am 6. Juni 2021 getötet nachdem ein Mann sie mit seinem Lastwagen überfuhr.

Der Sohn dieser Familie war zu jener Zeit neun Jahre alt und überlebte schwer verletzt und der Angreifer wurde im Jahr 2023 wegen vierfachen Mordes und eines Mordversuchs verurteilt.

Der Richter entschied, dass diese Tötungen von einem weißen Nationalisten ein terroristischer Akt war.

Er fügte hinzu, dass die Folgen von Hass verheerend und tödlich sein können. Der Richter sagte: Es gibt Momente in der Geschichte einer Gesellschaft die eine Spur hinterlassen die niemals verschwindet. Dies war einer dieser Momente für London. Wir erinnern uns an sie nicht nur weil ihnen das Leben genommen wurde, sondern auch weil ihre Erinnerung in dieser Stadt weiterhin inspirierend ist.

Der fünfte Jahrestag dieses Ereignisses fiel in eine Zeit in der eine nationale muslimische Organisation die Regierung aufforderte Empfehlungen zur Bekämpfung der Islamfeindlichkeit umzusetzen.

Der Vorsitzende des Rates für öffentliche Angelegenheiten der Muslime Kanadas Khaled Al-Qazzaz sprach am Donnerstag auf dem Parliament Hill und sagte, dass der Angriff auf die Familie Afzaal die Realität der Islamfeindlichkeit offenlegte mit der muslimische Gemeinschaften im ganzen Land konfrontiert sind.

Al-Qazzaz, dessen Organisation einen neuen Bericht veröffentlicht hat und Ottawa aufforderte gegen Hasspropaganda gegen Muslime vorzugehen sagte: Trotz jahrelanger Studien, Beratungen und öffentlicher Verpflichtungen sehen sich Muslime in Kanada weiterhin Diskriminierung, Belästigung, Gewalt und ungleicher Behandlung ausgesetzt.

Islamfeindlichkeit äußert sich nicht nur durch individuelle Hasshandlungen, sondern auch durch breitere soziale und institutionelle Strukturen die weiterhin muslimischen Gemeinschaften schaden und ihrer Rechte berauben.

Der Bericht fordert die Bundesregierung auf die von den Ausschüssen des Repräsentantenhauses und des Senats vorgelegten Empfehlungen zur Ausweitung der Bildung im Bereich der Erkennung und Verhinderung von Diskriminierung umzusetzen und verlangt 40 Millionen Dollar an Bundesmitteln zum Schutz von Moscheen und muslimischen Schulen.

Diese Gruppe strebt außerdem Politiken an, die soziale Medien für die Verbreitung und Förderung von Online-Hass zur Verantwortung ziehen, und weist darauf hin dass Massenmorde in Kanada von Personen begangen wurden, die extremistischen Inhalten ausgesetzt waren.

 

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