IQNA

Beginn der Ermittlungen der kanadischen Polizei wegen Hasskriminalität gegen ein Islamisches Zentrum

18:10 - July 26, 2026
Nachrichten-ID: 3015141
IQNA- Die Polizei von Montreal leitete Ermittlungen wegen eines möglichen Hassverbrechens ein nachdem sie am Eingang eines Islamischen Zentrums ein Paket entdeckte, das etwas enthielt, das wie eine abgetrennte menschliche Hand mit künstlichem Blut aussieht.

IQNA: Die kanadische Polizei untersucht  nach der Entdeckung eines Pakets außerhalb eines Islamischen Zentrums in Montreal einen verdächtigen Fall eines mit Hasskriminalität in Verbindung stehenden Verbrechens. (Quelle: Global News)

Der „Rat für Muslimische Angelegenheiten Kanadas“ gab bekannt, dass das Paket etwas enthielt das einer abgetrennten menschlichen Hand ähnelte, die mit künstlichem Blut beschmiert war.

Die Polizei teilte mit: Am Sonntag ging ein Anruf ein wonach ein oder mehrere Verdächtige eine Plastiktüte mit einem Objekt, das mit einer roten Substanz bedeckt war, vor dem Eingang des Islamischen Zentrums Verdun abstellten. Diese Substanz wird derzeit im Labor untersucht.

Dieses Zentrum fungiert als Moschee und Treffpunkt der muslimischen Gemeinschaft und bietet tägliche Gebete sowie religiöse, bildungsbezogene und soziale Programme an.

Die Polizei traf sich mit dem Leiter des Zentrums und übertrug den Fall an die Einheit für Vorfälle der Hasskriminalität; diese Einheit wertet derzeit die Aufnahmen der Überwachungskameras der Umgebung aus.

Berichten zufolge wurde bisher niemand festgenommen und die Ermittlungen dauern an.

Der Rat für Muslimische Angelegenheiten Kanadas erklärte, dass sich dieser Vorfall während eines Wochenendtreffens ereignet an dem Familien, Kinder, Frauen und Gläubige teilnahmen.

Die Organisation teilte mit: Kinder gerieten in Panik, Familien waren schockiert und ein Ort des Gottesdienstes und sozialen Zusammenkommens wurde zu einem Schauplatz von Angst und Einschüchterung.

Diese Institution erklärte, dass dieser Vorfall nicht im luftleeren Raum geschieht und betrachtete ihn als Teil eines besorgniserregenden Anstiegs von Islamophobie, Online-Hassrede und spaltenden Diskursen, die zunehmend kanadische Muslime ins Visier nehmen.

Nach Angaben kanadischer offizieller Stellen stiegen die der Polizei gemeldeten Hassverbrechen in diesem Land von 1.817 Fällen im Jahr 2018 auf 4.882 Fälle im Jahr 2024.

Vorfälle im Zusammenhang mit Islamophobie in Kanada verdreifachten sich fast im gleichen Zeitraum und stiegen von 84 auf 229 Fälle an.

 

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