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17:31 - August 18, 2026
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Aufbewahrung eines 800 Jahre alten Korans im „Málaga“-Museum in Spanien

IQNA- Ein 800 Jahre altes Koranexemplar aus der Zeit der muslimischen Herrschaft in Spanien wird im Málaga-Museum dieses Landes aufbewahrt.

IQNA: Die Cútar-Manuskripte (Spanisch: Los manuscritos de Cútar) beziehen sich auf drei Dokumente aus dem islamischen Spanien, die 2003 im Dorf Cútar in der Provinz Málaga entdeckt wurden. Die Dokumente – ein Koranexemplar und zwei weitere Bücher – waren mehr als 500 Jahre lang hinter der Mauer eines alten Hauses verborgen. Spätere Untersuchungen ergaben, dass der Rechtsgelehrte und Imam im Dorf Acuta Muhammad al-Sayyār die Bücher um das Jahr 1500 dort versteckt hatte. (Quelle: Islamcity)

 

Aufbewahrung eines 800 Jahre alten Korans im „Málaga“-Museum in Spanien

 

Al-Sayyār war 1490 nach Cútar gekommen. Nach der Rückeroberung Spaniens durch die Katholiken musste er zwischen Religionswechsel und Exil wählen. Er entschied sich für Letzteres und versteckte die Bücher in der Hoffnung auf eine Rückkehr hinter einer Mauer. Er fand sie jedoch nie wieder. Schließlich wurden sie am 28. Juni 2003 zufällig entdeckt, als Arbeiter das Haus des damaligen Eigentümers renovierten.

Die Bücher wurden restauriert und werden heute im staatlichen historischen Archiv von Málaga aufbewahrt. Der quadratische Koran stammt aus der Zeit der Almohaden, also aus dem 12. oder 13. Jahrhundert und ist damit einer von zwei der ältesten Korane Spaniens. Die beiden anderen Bücher wurden von al-Sayyār verfasst. Sie enthalten Einzelheiten über seine Tätigkeit als Dorfgelehrter sowie seine Berichte über zeitgenössische Ereignisse wie den Fall Granadas im Jahr 1492 und das Erdbeben von Málaga im Jahr 1494. Gedruckte Ausgaben dieser Bücher werden ebenfalls im Monfí-Museum in Cútar aufbewahrt.

Das erste Buch mit dem Titel „Handel“ war ein Nachschlagewerk, das al-Sayyār als Rechtsgelehrter konsultierte, wenn bestimmte Fragen geklärt werden mussten. Es enthält Abschnitte mit Formularen für offizielle Dokumente, Eideserklärungen, Erbrecht, Mathematik, Überlieferungen des Propheten sowie Rechtsfragen zur Ehe.

Es ist gut bekannt, dass die Rechtsgelehrten Zugang zu der islamischen Macht hatten, die einst auf der Iberischen Halbinsel bestand. Sie waren befugt bestimmte Zivilfälle zu behandeln, während die maurische Justiz fortbestand; außerdem waren sie für die Verwaltung und Kontrolle von Spenden an Moscheen zuständig und hatten praktisch das Monopol auf die arabische Urkundentätigkeit. Das Buch besteht aus Papierblättern von denen einige gefaltet sind und in Leder gebunden sind.

Im zweiten Buch überliefert al-Sayyār Informationen und die Geschichte seines Lebens und seiner Gemeinschaft. Es enthält außerdem Gedichte, prophetische Gebete, Predigten, Überlieferungen und andere religiöse Themen sowie Texte über Magie und esoterische Angelegenheiten. Auch dieses Buch besteht aus Papier und hat einen Ledereinband.

Das dritte Buch ist ein Koranexemplar, das zu al-Sayyārs Zeit bereits mehr als ein Jahrhundert alt war und aus dem 14. Jahrhundert stammt. Es wurde mit Tinte in mehreren Farben geschrieben und ist leider unvollständig, da einige der letzten Seiten fehlen. Angesichts seiner großen historischen Bedeutung ist dies jedoch nicht entscheidend. Die andalusische Regierung finanzierte die Herstellung von Kopien. Eine davon wurde dem marokkanischen König Mohammed VI. geschenkt, eine weitere wird im Monfí-Museum in Cútar aufbewahrt.

Man kann sagen, dass al-Sayyārs Wunsch in Erfüllung ging, denn seine verlorenen Bücher und damit auch seine Erinnerungen sowie Erinnerungen seiner Zeitgenossen sind nun für alle Menschen erhalten.

 

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Stichworte: Spanien ، museum ، Der Koran ، Koran-Exemplar
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