IQNA- Ein ägyptischer Experte für Manuskripte entwickelte in einer koranischen Initiative eine neue Methode, damit blinde Menschen die Schönheit der kufischen Schrift in der Niederschrift des Korans besser erfassen können.
IQNA: Der Manuskriptexperte Muhammad Magdy al-Dib ist Gründer des Projekts „Mushafji“ in dem seltene und bemerkenswerte Koranexemplare präsentiert werden. Er möchte über die Errungenschaften Louis Brailles und dessen historisches System hinausgehen. Sein Ziel sei es blinden Menschen zu ermöglichen die Schönheit der koranischen Schriften durch Tastsinn wahrzunehmen. (Quelle: Al-Ahram)

Da er seine Verbindung zu den Koranmanuskripten und ihrer künstlerischen Schönheit täglich vertieft bemüht er sich darum, dass auch blinde Menschen die ästhetische und künstlerische Wirkung prachtvoller Koranmanuskripte, insbesondere ihrer Kalligrafie, erfahren können.
Der junge Archäologieforscher hat einen Masterabschluss im Bereich arabischer Schriften und Ornamente und startete das Projekt „Tastbarer Koran“. Es gilt als ein Vorhaben das die Vermittlung des Korantextes grundlegend verändern könnte.
Die Initiative soll blinde Menschen wieder mit der Ästhetik der ursprünglichen arabischen Kalligrafie, insbesondere der kufischen Schrift und ihren geometrischen Eigenschaften, verbinden. Dafür wird ein System abstrakter Punkte durch ein System geometrischer Linien ersetzt.
Al-Dib sagt: Trotz der historischen Bedeutung des traditionellen Braille-Systems nimmt dieses System blinden Lesern die Möglichkeit mit der Ästhetik der arabischen Kalligrafie und der ursprünglichen Schreibweise des Korans in Beziehung zu treten. In diesem System arbeiten sie mit leblosen digitalen Symbolen, die weder die Form der Buchstaben noch ihre visuellen Veränderungen wiedergeben können. Außerdem erschwert der große Umfang mehrbändiger Braille-Korane ihren Transport.
Er erläuterte, dass das Projekt auf dem Prinzip der geometrischen Musterbildung beruht. Dabei besteht jeder Buchstabe aus einer waagerechten Linie, die für Stabilität und Verbindung steht und einer senkrechten Linie, die den Buchstaben Alif, Dehnungen (Madd) und vertikale Verlängerungen darstellt.
Der ägyptische Experte betonte: Ich wählte diese Anordnung weil die vertikalen Linien die Kraft eines Buchstabens und seine Ausrichtung zum Himmel vermitteln wie man es bei Buchstaben wie Alif und Lam sieht. Beim Ertasten vermitteln diese Linien ein Gefühl für die Grenzen zwischen den Wörtern und für Veränderungen der Tonhöhe.
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