IQNA

Nato-Kommandeur entschuldigt sich bei Muslimen wegen Koranverbrennung

15:53 - February 21, 2017
Nachrichten-ID: 2278330
International: Nach der Verbrennung von mehreren Koranbänden durch ausländische Kräfte in Afghanistan hat sich der Chef der ISAF-Mission, John Allen, bei den Muslimen für dieses Vorgehen entschuldigt.
Allen versprach ein entschiedenes Vorgehen gegen die Urheber dieser Beleidigung, berichtet Iqna unter Berufung auf die französische Zeitung Le Monde.

Die Verbrennung von Koranbänden in der afghanischen Stadt Bagram durch US-Soldaten hatte zu starken Protesten unter den Muslimen geführt.

„Wir haben Untersuchungen angeordnet, die die Umstände, welche zu der Verbrennung von Koranexemplaren geführt habe, aufklären sollen“, wurde Allen zitiert.

„Von ganzem Herzen bitte ich den afghanischen Präsidenten, die Regierung in Kabul und die ehrenwerten Bürger um Verzeihung. Wir untersuchen den Vorfall gerade und versprechen, dass sich eine solche Tat nicht wiederholen wird.“

Am gestrigen Montag hatten US-Soldaten im Stützpunkt Bagram mehrere Bände des heiligen Buchs der Muslime und weitere religiöse Schriften angezündet, was starke Proteste unter den Muslimen hervorrief.
957733
captcha