IQNA

19:50 - September 19, 2020
Nachrichten-ID: 3003121
Teheran (IQNA)- Seit Neuestem fordern einflussreiche Politiker und Journalisten nicht mehr nur, dass die Beleidigung Muhammads (s.) zum heiligen Recht erklärt wird, sondern dass wir Muslime ebenfalls diese Schmähungen unterstützen sollen. Was ist unsere Antwort darauf?

Ein Beitarg von Mahmoud Ayad

Gesegnet seist du, o Gesandter des Barmherzigen, des Begnadenden. Du, der von Dem, Der alle Macht in seiner Hand hält, zu uns gesandt wurdest und mit jedem Atemzug und mit jeder Körperzelle in dir den heiligen Auftrag erfülltest, den Er dir gab, nämlich uns aus der Unwissenheit zu retten und zur Rechtleitung zu führen. Niemals können wir Allah genügend für die Gnade danken, die er uns durch dich geschenkt hat, jedoch können wir uns zumindest bemühen, dass wir unser Leben aus Liebe zum Allmächtigen und zu dir, im Lichte Seiner Rechtleitung führen. Denn Seine Rechtleitung ist die Rechtleitung durch dich und auf deinen Wegen wollen wir schreiten und uns einsetzen, bis wir, voller Hoffnung dich zufrieden mit uns zu erblicken, zu unserem Schöpfer zurückkehren.

Hier sind wir, o Gesandter Gottes, Labbayka ya Rasulallah. Aus tiefstem Herzen und mit voller Überzeugung skandieren wir diese Liebesbekundung. Und mögen die Ignoranten und Bösen dieser Welt dich noch so schmähen – und was wurdest du bereits zu deiner Zeit geschmäht –, so fachen diese Schmähungen das Feuer unserer Liebe in unserem Inneren noch weiter an.

Sie zeigen sich verwundert, dass unsere Jugendlichen die Götzen, die ihnen vorgesetzt werden, nicht über dich stellen, o Rasulallah. Wie ignorant sie doch sind, fordern sie doch allen Ernstes von uns, die den Segen auf dich und deine Ahlulbayt mit der Stirn am Boden sprechen, dass wir die Schmähungen gegen dich über unsere Liebe zu dir stellen sollen. Sollen sie dich doch schmähen, bis sie an ihrem Hass ersticken, das wird unsere Verachtung für ihre verlogene Freiheit im gleichen Maße nähren, wie sie unsere Neigung zu dir verstärkt.

Labbayka ya Rasulallah, hier sind wir o Gesandter Gottes. Hier sind wir und sehen, wie der Name der heiligen Freiheit, die Allah den Menschen schenkt, aus den Zungen von Machthabern und aus den Fingern von Schreiberlingen quillt und zum höchsten Götzen erhoben wird, wenn es darum geht, deine Heiligkeit zu beleidigen. Dass diese Freiheit, die, wie du uns gelehrt hast, ein göttlicher Wert, aber nicht Gott selbst ist, beweisen sie uns ausgerechnet selber und bemerken es dabei nicht. Sie beten die heilige Freiheit als Götzen an, schwören ihm die Treue – und erheben kurzerhand mehrere andere Götzen über sie: O Gesandter Gottes, wir leben in einer Zeit, in der die Freiheit, das Licht der Wahrheit zu beleidigen, hochgehalten wird, während die Freiheit, gegen abscheuliche und schädliche Sünden Hilfe anzubieten, zum Strafbestand geworden ist. Ja, sie haben die Schändlichkeit zur Heiligkeit erklärt, ihr Symbole verpasst, die sie ehren und die sie in rituellen Umzügen preisen – und dieselben, welche die Freiheit der Meinungsäußerung angebetet haben, treten ihren eigenen Freiheitsgötzen mit Füßen, wenn Menschen sich wagen, diese Schändlichkeiten öffentlich als Unrecht zu erwähnen.

Sie erlauben im Namen ihres Götzen Freiheit, unsere Würde und unsere Ehre – denn nichts anderes bist du, o Gesandter Gottes – den schlimmsten Schmähungen auszusetzen. Aber sie begehen wieder Untreue an ihr, um einem anderen Götzen, einem rassistischen Apartheidregime, das den heiligen Namen „Israel“ missbraucht, zu dienen. Die Mächtigen und die Schreiberlinge spucken auf ihren Freiheitsgötzen, den sie doch zum höchsten Götzen erklärt hatten, wenn es darum geht, ihre Treue zum Götzen Israel zu verteidigen. Sie verbeugen sich regelrecht vor den Vertretern dieses Götzen. Sie sperren Menschen ein, die öffentlich Zahlen bezweifeln, von denen die Götzenanbeter meinen, dass sie die Existenz ihres Israel-Götzen rechtfertigen würden – so als könnten Verbrechen anderer Frevler einen neuen Frevel in der Welt rechtfertigen. Und sie drängen Menschen aus ihrem Lohn und Brot, die sich klar zum begangenen Unrecht äußern, der ausgerechnet an deinem heiligen Al-Quds, von dem aus du zu den höchsten Himmeln aufgestiegen bist, begangen wird.

Doch dank deines Auftrags, uns zum Licht aller Lichter zu führen, kann uns das gleich sein. Wir kennen die Freiheit und ihren wahren Wert, und auch wenn sie uns diese entreißen wollen, du und deine reine Familie haben uns gezeigt, dass wir sie uns nicht nehmen lassen. Was ist schon der geringe Schmerz dieser Welt, mit dem sie uns drohen, gegen die Liebe, die in allen Welten zu dir herrscht? Wir drohen mit Liebe zurück und bieten unsere Hilfe an, sich aus ihrer Hölle, die sie sich mit ihren Schmähungen von Wahrheiten und Heiligkeiten anfachen, zu befreien. Weil nichts außer Liebe hast du gelehrt und nach deinem Vorbild versuchen wir das zu leben, O Gesandter Gottes.

Bei Allah und dem, was uns heilig ist: Mögen unsere Seelen, unser Blut, unsere Liebsten, unser Vermögen und unsere Fähigkeiten, all das von uns, was im Angesicht deiner Würde und deiner Ehre wertlos ist, dir geopfert sein, o du Siegel der Propheten. Solange noch Blut in unseren Adern fließt, werden wir die Beleidigung deiner Heiligkeit nicht akzeptieren und erst Recht nicht gutheißen. Und wir bitten um deine Fürsprache beim Allmächtigen, dass unser Ruf „Labbayka ya Rasulallah“ – hier sind wir o Gesandter Gottes – niemals verstummen wird.

 

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