IQNA

Afganistan
17:39 - October 15, 2021
Nachrichten-ID: 3004907
Teheran (IQNA)- Zum zweiten Mal binnen einer Woche gab es einen Anschlag auf eine Moschee der schiitischen Minderheit in Afghanistan. Dabei sind mehr als 30 Menschen getötet worden.

Bei einer Explosion in einer schiitischen Moschee im Süden Afghanistans sind mindestens 32 Menschen getötet worden. Mindestens 53 weitere wurden Berichten zufolge verletzt. Die Explosion ereignete sich während des traditionellen Freitagsgebets in der Bibi-Fatima-Moschee in Kandahar, der größten Moschee für schiitische Gläubige in der Stadt.

Ärzte eines örtlichen Krankenhauses sagten gegenüber Al Jazeera, dass das Gebäude mit Patienten überrannt worden sei. Aufgrund des erhöhten Patientenandrangs sei eine hohe Zahl an Opfern zu befürchten.

Spezialkräfte seien vor Ort, um die Art der Detonation zu untersuchen, sagte ein Sprecher der militant-islamistischen Taliban. Die Verantwortlichen würden zur Rechenschaft gezogen. Bislang hat sich keine Gruppierung zu dem Angriff bekannt.

Örtliche Medien sprachen von einem Bombenanschlag. Es war bereits die zweite Explosion in einem schiitischen Gotteshaus binnen einer Woche.

 

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Erneut ein gezielter Anschlag auf Schiiten?

Erst am vergangenen Freitag wurden bei einem Selbstmordanschlag auf eine Moschee der schiitischen Minderheit in der Stadt Kundus im Norden Afghanistans mehr als 40 Menschen getötet und mehr als 140 weitere verletzt. Die mit den herrschenden Taliban verfeindete sunnitische Terrormiliz IS reklamierte den Anschlag für sich.

Mit den ebenfalls sunnitischen Taliban ist der IS trotz großer ideologischer Nähe verfeindet. Die Taliban haben den IS seit dessen Auftauchen in Afghanistan Anfang 2015 bekämpft.

Der IS hatte bereits in der Vergangenheit schiitische Muslime und deren Einrichtungen in Afghanistan angegriffen.

(nordschleswiger.dk / RT DE)

 

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