IQNA

Kenianische Muslime protestieren gegen gesetzliches Recht für Homos

11:24 - October 08, 2023
Nachrichten-ID: 3009175
Nairobi (IQNA)- Hunderte Muslime demonstrierten in Kenias Hauptstadt vor dem Obersten Gerichtshof, um gegen die Unterstützung des Obersten Gerichtshofs des Landes für das Recht auf eine Organisation für Homosexuelle zu protestieren.

Laut IQNA unter Berufung auf Associated Press trugen kenianische muslimische Demonstranten Plakate der Ablehnung dieser Entscheidung, da dieses Urteil eine Art Duldung gräßlicher Unmoralischer ist.

Diese Gruppe von Demonstranten forderte den Rücktritt einiger Richter, die an der Bestätigung dieses Urteils Beteiligung hatten.

Nach dem Freitagsgebet fanden am 6. Oktober um 14 Uhr Demonstrationen in Nairobi statt.

Mit Plakaten auf denen das Urteil als Neokolonialismus bezeichnet wurde forderten die Demonstranten drei der fünf Richter, die die Entscheidung bestätigten zur Reue und Rücktritt auf.

Bei dieser Demonstration waren auch christliche Gruppen anwesend.

Der Oberste Gerichtshof Kenias warf dem Vorstand der Nichtregierungsorganisationen in Kenia vor sexuelle Minderheiten und Homosexuelle zu diskriminieren, indem er sich weigerte, ihre Organisationen zu registrieren. Zwei abweichende Richter fochten das Urteil mit der Begründung an, dass das kenianische Recht gleichgeschlechtliche Beziehungen verbietet.

Der Abgeordnete Muhammad Ali sagte gegenüber Associated Press, dass Kenia eine Nation mit ordentlicher Verfassung ist und das Gericht dies respektieren muss.

Er betonte: Islam und Christentum sind absolut gegen Homosexualität. Die Verfassung unseres Landes erkennt, daher die gleichgeschlechtliche Ehe nicht an. Homosexuellenfreundliche Richter dürfen nicht vor Gericht gegen gesellschaftliche Werte verstoßen.

Der kenianische Präsident William Ruto sagte nach der Urteilsverkündung er respektiere die Entscheidung des Gerichts, wies jedoch darauf hin, dass die Kultur und religiösen Regeln des Landes keine gleichgeschlechtlichen Beziehungen zulassen.

Kenias Nachbarland Uganda verabschiedete im Mai ein Anti-LGBT-Gesetz, das für einige Anklagepunkte im Zusammenhang mit Homosexualität Todesstrafe vorsieht.

Ein kenianischer Gesetzgeber, Peter Kaluma, legte der kenianischen Nationalversammlung einen ähnlichen Gesetzentwurf vor, der auf eine Debatte wartet, bevor er dem Repräsentantenhaus zur Abstimmung vorgelegt wird.

 

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