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Islamophobie im Westen zielt darauf ab Stimmen muslimischer Frauen zum Verstummen zu bringen

22:12 - February 05, 2026
Nachrichten-ID: 3014299
IQNA- Nazma Khan sagte in einem exklusiven Interview mit Al Jazeera anlässlich des Welt-Hijab-Tages am 1. Februar: Diejenigen, die im Namen der Frauenrechte sprechen und sagen sie wollten muslimische Frauen befreien, sind dieselben die unsere Stimmen unterdrücken.

IQNA: Die Gründerin des Welt-Hijab-Tages Nazma Khan sagte, dass Islamophobie im Westen eine gefährlichere Form annahm und darauf abzielt die Stimmen muslimischer Frauen im Namen der Verteidigung ihrer Rechte zum Schweigen zu bringen. (Quelle: Al Jazeera)

Sie ist der Ansicht, dass dieser Diskurs Diskriminierung in einer neuen und öffentlich akzeptableren Form reproduziert.

Diese muslimische Frau fuhr fort, dass dieses Schweigen bereits in den frühen Phasen der Bildung beginnt und betonte, dass die Diskriminierung muslimischer Schüler*innen deutlich überdurchschnittlich hoch ist.

Diese US-Aktivistin mit bangladeschischen Wurzeln erläuterte: Studien zeigen, dass die allgemeine Mobbing-Rate in den USA bei etwa 20 Prozent liegt, aber wenn es um muslimische Schüler*innen geht steigt sie auf 60 Prozent – das ist mehr als das Dreifache! Sie betonte, dass sich dies ändern müsse.

Nazma Khan ist der Überzeugung, dass Klischees nicht nur durch verbale Verteidigung bekämpft werden können, sondern durch Schaffung von Räumen für direktes Verständnis.

Genau das brachte sie auf die Idee für eine Initiative, die Frauen unabhängig von ihrer Religion auffordert einen Tag lang ein Kopftuch zu tragen. Nazma Khan sagte: Vielleicht verstehen die Menschen auf diese Weise, dass das Kopftuch nicht das ist was die Medien darstellen. Wir verstecken keine Bombe und beabsichtigen nicht etwas in die Luft zu sprengen.

Die Aktivistin erklärte, dass die weltweite Resonanz auf diese Initiative seit ihrem Start ihre Erwartungen übertraf: Ich wollte nicht die Welt verändern! Ich wollte nur die Sichtweise eines einzigen Menschen verändern. Aber innerhalb einer Woche nahmen Frauen aus 67 Ländern daran teil.

Laut Nazma Khan ist die allmähliche Veränderung des öffentlichen Diskurses die wichtigste Wirkung dieser Initiative. Schulen, Universitäten, Arbeitsplätze und sogar einige politische Institutionen nehmen inzwischen am Welt-Hijab-Tag teil was dazu beitrug die Erzählung zu verändern, die seit langem mit muslimischen Frauen verbunden ist.

 

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