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Erhöhter Druck auf islamische Institutionen im Westen Strategie der Zionisten im Krieg der Narrative

10:22 - February 11, 2026
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IQNA- Neben seinen militärischen Kämpfen gegen Palästinenser verfolgt das israelische Regime auch eine verdecktere Front: Bekämpfung des soft power Einflusses und Narrativbildung von Islamisten in westlichen Gesellschaften, um seinen Kampf nicht mit Waffen, sondern durch Narrative und Bewusstseinsbildung zu führen und so den westlichen Diskurs über Islam und Palästinen allmählich zu verändern.

IQNA: Die Israelis hegen in ihren übergriffigen Plänen gegen das Volk Palästinas keinen Zweifel an dem sogenannten Kampf der liberalen westlichen Welt gegen den politischen Islam. Sie beschreiben das Bewusstsein der westlichen Bevölkerung über ihre Verbrechen als eine der bedeutendsten Bedrohungen für sich selbst. (Quelle: Al-Arabi 21)

Da in den heutigen Kriegen Narrative ebenso sehr über das Ergebnis entscheiden wie Waffen und Kampfmethoden, erhöhte dieses Regime seit mehreren Jahrzehnten den Druck auf aktive islamische Institutionen und Organisationen in westlichen Ländern als einen Weg um die Bewusstseinsbildung über die Wahrheit ihrer Verbrechen zu verhindern.

Die prominente Forscherin im Bereich Social-Media-Inhalte, Wissenschaft und KI-Modelle Ayala Keinan erklärte, dass die Muslimbruderschaft diese Gleichung seit fast vier Jahrzehnten verstand und dass Israel und die westlichen Länder diese Kampffront nicht ignorieren können.

Sie behauptete, dass dies offensichtlich wurde als US-Behörden im Jahr 2004 in Virginia den Spendensammler für die Hamas Ismail Elbarasse festnahmen und ein weniger bekanntes strategisches Dokument beschlagnahmten, dessen Bedeutung weit größer ist als gemeinhin angenommen.

Sie fügte in einem in der Zeitung Yedioth Ahronoth veröffentlichten Artikel hinzu: Das mutmaßliche Dokument betrifft die Aktivitäten der Muslimbruderschaft in den USA. Eines der Dokumente, das auf das Jahr 1991 zurückgeht, beschreibt eine klare Strategie zur Zerstörung der westlichen Zivilisation von innen heraus, nicht mit Bomben sondern durch Kultur, Bewusstseinsbildung und Institutionen. Diese Strategie umfasst die Schaffung eines breiten Spektrums von Institutionen mit dem Ziel unter der Deckung von Forschungszentren, Schulen, Universitäten, Lehrerausbildungsprogrammen und akademischen Einrichtungen das zu fördern, was als Soft Jihad in den USA und Kanada bezeichnet wird.

Die Autorin wies darauf hin, dass der genannte Plan die Gründung von Institutionen und Kulturprogrammen vorsieht, die aus westlicher Sicht harmlos erscheinen: Medienzentren, Kunstversammlungen, Zeitschriften in arabischer und englischer Sprache usw. Mit anderen Worten: Die Islamisten planten keinen Straßenkampf, sondern soft power Einflussnahme. Dies zu verstehen scheint sowohl einfach als auch tiefgründig: Externe Angriffe vereinen den Westen, aber die allmähliche Aushöhlung seiner Werte, Identität und seines Selbstvertrauens schwächt ihn von innen.

Keinan behauptete, dass diese Notiz zu einem Plan für mit der Muslimbruderschaft verbundene Organisationen in den USA, einschließlich ihrem palästinensischen Arm der Hamas wurde. Als Beweis dafür belauschte das FBI im Jahr 1993 ein Treffen von Hamas-Vertretern im Marriott Hotel in Philadelphia. Das Ziel dieses Treffens war es die Unterstützung für die Palästinenser in den USA durch Soft Jihad zu erhöhen, der den Einfluss der jüdischen Gemeinschaft schwächt. Diese Strategie konzentrierte sich auf die Infiltration akademischer, medialer und kultureller Institutionen unter Verwendung einer emotionalen und parteiischen Sprache, die für die öffentliche Meinung im Westen attraktiv war.

Sie erklärte, dass die Organisationsstruktur, die derzeit an US-Universitäten tätig ist leicht zu verstehen ist. Die Organisation Students for Justice in Palestine (SJP) ist an zahlreichen akademischen Einrichtungen aktiv und erhält Unterstützung und Mittel von der American Muslims for Palestine (AMP). AMP war im Laufe der Jahre mit ehemaligen Mitarbeitern der Holy Land Foundation for Relief and Development verbunden, einer US-Wohltätigkeitsorganisation, die nach ihrer Verurteilung wegen Geldtransfers an die Hamas geschlossen wurde.

Keinan erklärte: Diese Strategie schuf Ideen und Infrastrukturen, die vor über drei Jahrzehnten ihren Ursprung hatten und sich jetzt auf der studentischen Bühne widerspiegeln. Wenn diese Informationen in Kreisen in Europa oder Nordamerika vorgelegt werden, stoßen sie oft auf Gleichgültigkeit, obwohl viele arabische und islamische Länder die Muslimbruderschaft verbaten ist deren ideologische Infrastruktur im Westen weiterhin in akademischen, kulturellen und öffentlichen Bereichen aktiv. Kritik an dieser Gruppe wird manchmal sofort als „Islamfeindlichkeit“ abgetan.

Sie betonte: Die Aktivität von Islamisten im westlichen Bereich erfolgt nicht mit Waffen, sondern durch Formulierung von Narrativen, Rechtsdiskursen, Rechtsaktivitäten, Medien und zivilgesellschaftlichen Organisationen. Dies führt zu einer allmählichen Veränderung der Werte unter attraktiven Titeln wie Vielfalt und soziale Gerechtigkeit, da sich der Hauptkonflikt zwischen freien Nationen und ihren Feinden um die öffentliche Meinung dreht. Dies ist im Thema Israel deutlich sichtbar, wo die Unterstützung für Israel unter westlichen Jugendlichen abnimmt und mit zunehmendem wirtschaftlichem Druck, Entlegitimierungskampagnen und Protesten konfrontiert ist.

Sie schrieb abschließend: Der politische Islam ist eine transnationale Ideologie, die nicht allein aufgrund einer verbesserten wirtschaftlichen Situation verschwindet. Die Annahme, dass ein höherer Lebensstandard allein ihren Glauben beseitigt ist eine Illusion. Dies erfordert, dass der Westen beginnt dies als eine strategische Herausforderung zu erkennen und erfordert die Stärkung der digitalen Kompetenz, Überwachung ausländischer Einflussnahme, Sicherstellung von Transparenz bei Finanzierung zivilgesellschaftlicher Organisationen und ernsthafte Behandlung von Bewusstseinskampagnen.

Diese israelische Hetze gegen islamische Bewegungen im Westen spiegelt den Glauben wider, dass sie einer systematischen und langfristigen Agenda folgen deren Hypothese ist, dass das Schlachtfeld nicht nur Grenzen oder Frontlinien sind, sondern die Sphäre des Bewusstseins und der Narrative.

 

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