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Kontroverse in Kanada nach Abschaffung des Mandats des Sonderbeauftragten zur Bekämpfung von Islamophobie

20:31 - February 14, 2026
Nachrichten-ID: 3014347
IQNA- Die Maßnahme der kanadischen Regierung die Tätigkeit des Sonderbeauftragten dieses Landes für Angelegenheiten im Zusammenhang mit Islamophobie abzuschaffen steß auf scharfe Reaktionen.

IQNA: Die Regierung vom neuen Premierminister Kanadas Mark Carney gab in einem Schritt, der weitreichende Kontroversen in politischen und menschenrechtlichen Kreisen auslöste, die Abschaffung der Positionen des „Sonderbeauftragten zur Bekämpfung von Islamophobie“ und „Sondergesandten zur Bekämpfung von Antisemitismus“ bekannt, die unter dem vorherigen Premierminister Justin Trudeau geschaffen wurde. (Quelle: Website Al-Islah)

Die Regierung beschloss diese unabhängigen Positionen durch ein einheitliches beratendes Gremium namens „Beratungsrat für Rechte, Gleichheit und Inklusion“ zu ersetzen, dessen Aufgabe es ist Hass in all seinen Formen zu bekämpfen.

Der Minister für Kultur und Amtssprachen Mark Miller verteidigte diese Entscheidung und betonte, dass die aktuelle Phase erfordere sich von vereinzelten Bewegungen hin zu einem breiteren, auf nationale Einheit fokussierten Rahmen zu entfernen.

Miller erläuterte in Presseerklärungen: Die früheren Büros hätten ihre Rollen vollständig erfüllt, jedoch hätten die Probleme der Islamophobie und des Antisemitismus einen kritischen Punkt erreicht. Die Situation der starken Polarisierung erfordere einen neuen Ansatz, der die Kanadier um eine gemeinsame Identität vereine.

Auf der anderen Seite wurden die Entscheidung von Menschenrechtsgruppen sowie muslimischen und jüdischen Organisationen mit einer Mischung aus Enttäuschung und tiefer Besorgnis aufgenommen. Der Nationalrat der Muslime Kanadas drückte seine tiefe Enttäuschung aus und stellte klar: Die Abschaffung des Büros zur Bekämpfung von Islamophobie erfolgt zu einer Zeit in der das Land mit einem besorgniserregenden Anstieg der Feindseligkeit gerade gegen Muslime konfrontiert ist.

Unterdessen kritisierte die Kanadische Bürgerrechtsvereinigung diese Entscheidung scharf und bezeichnete sie als kurzsichtig und verwirrend und warnte davor, dass die Abschaffung dieser spezialisierten Stellen mitten in der Zunahme von Vorfällen, die aus Hass resultieren die Bemühungen zum Schutz der Verletzlichsten untergraben kann.

 

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