IQNA

Erklärung acht islamischer Ländern zur Verurteilung der Entweihung der Al Aqsa Moschee

16:15 - April 27, 2026
Nachrichten-ID: 3014697
IQNA- Die Außenminister Ägyptens, Jordaniens, der Vereinigten Arabischen Emirate, Indonesiens, Pakistans, Türkei, Saudi Arabiens und Katars verurteilten in einer gemeinsamen Erklärung die wiederholten Maßnahmen des israelischen Besatzungsregimes, welche den historischen und rechtlichen Status der islamischen und christlichen Heiligtümer im besetzten Jerusalem verletzen.

IQNA: In dieser Erklärung wird die Verurteilung der anhaltenden Übergriffe der Siedler und radikalen israelischen Funktionäre auf die Al‑Aqsa‑Moschee und Hissen der Flagge des Besatzungsregimes in ihren Höfen betont und diese Maßnahmen werden als eindeutiger Verstoß gegen das Völkerrecht und humanitäre Recht bezeichnet. (Quelle:  Information Center Palestine)

Die Außenminister dieser Länder bezeichneten diese Maßnahmen als provokativ und als Beleidigung für die Muslime weltweit und betonten ihre entschiedene Ablehnung jeglicher Versuche den historischen und rechtlichen Status Jerusalems und seiner Heiligtümer zu verändern. Sie betonten außerdem die Notwendigkeit diesen Status zu bewahren sowie die besondere Rolle des haschemitischen Wächteramts Jordaniens in diesem Zusammenhang.

Weiter heißt es in der Erklärung, dass die gesamte Fläche der Al‑Aqsa‑Moschee mit 144 Dunam (mehr als 14 Hektar) ein ausschließlich muslimischer Gebetsort ist und dass die Jerusalemer Awqaf‑Behörde, die dem jordanischen Ministerium für religiöse Stiftungen untersteht die einzige gesetzliche Institution ist die für die Verwaltung dieses heiligen Ortes und Regelung des Zutritts zuständig ist.

Die Minister betrachteten zudem alle Siedlungsaktivitäten einschließlich der Genehmigung von mehr als 30 neuen Siedlungen als klaren Verstoß gegen das Völkerrecht einschließlich der Resolutionen des Sicherheitsrates und des Gutachtens des Internationalen Gerichtshofs aus dem Jahr 2024.

In der Erklärung wird die zunehmende Gewalt der Siedler gegen Palästinenser im Westjordanland darunter Angriffe auf Schulen und Kinder verurteilt und auf die Notwendigkeit hingewiesen die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. Zudem wird betont, dass das israelische Regime keinerlei Souveränität über die besetzten Gebiete Palästinas besitzt und dass jegliche Versuche der Annexion oder erzwungenen Vertreibung der Palästinenser unzulässig sind.

Die Außenminister der islamischen Länder betonten, dass diese Maßnahmen die Zwei‑Staaten‑Lösung schwächen, Spannungen verschärfen und internationale Bemühungen zur Deeskalation und Wiederherstellung der Stabilität behindern.

Abschließend wird die internationale Gemeinschaft aufgefordert ihrer rechtlichen und moralischen Verantwortung nachzukommen das israelische Regime zum Stopp seiner illegalen Maßnahmen zu bewegen und die Bemühungen zur Erreichung einer gerechten politischen Lösung auf Grundlage der Zwei‑Staaten‑Lösung zu verstärken. Ebenso wird die Unterstützung der legitimen Rechte des Volkes des Staates Palästina betont, darunter das Recht auf Selbstbestimmung und Gründung eines unabhängigen Staates innerhalb der Grenzen vom 4. Juni 1967 mit Ost‑Jerusalem als Hauptstadt.

 

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