
IQNA: Ayatollah „Abdullah al-Daqaq“ betonte in einer Rede: Die jüngste Welle der Verhaftung von Geistlichen in Bahrain ist eine offenkundige Ungerechtigkeit und klarer Verstoß gegen die Verfassung und internationale Normen und ist nicht nur eine gewöhnliche Sicherheitsmaßnahme, sondern Teil eines umfassenden Plans zur Schwächung der religiösen und gesellschaftlichen Stellung der Schiiten in Bahrain und der Region. (Quelle: Bahrain-Studienzentrum)
Dieser kämpferische bahrainische Geistliche sagte unter Hinweis auf den Verlauf der jüngsten Ereignisse: Untersuchungen zeigen, dass ein organisiertes Programm im Gange ist; ein Programm das mit Bekanntgabe der Verhaftung von 41 prominenten Gelehrten unter wiederholten Anschuldigungen wie „Abhängigkeit vom Ausland“ und „Verbindungen zu ausländischen Strömungen“ begann und in der Folge weitere Namen der Akte hinzugefügt wurden, an deren Spitze Ayatollah Scheich Isa Ahmad Qasim.
Er fügte hinzu: Nach der Welle der Verhaftungen begann eine umfassende Medienkampagne zur Zerstörung des Ansehens der Gelehrten und Beschuldigung des Verrats; eine Maßnahme die gleichzeitig mit Einschränkung religiöser Aktivitäten und Riten sowie mit zwangsweisen Auflösung der „Jamʿīyat at-Tawʿiya al-Islāmiyya“ erfolgte.
Scheich Abdullah al-Daqaq stellte klar: Die Gesamtheit dieser Maßnahmen zeigt die Existenz eines koordinierten Projekts, das nicht auf Bahrain beschränkt ist und Ähnlichkeiten mit ähnlichen Fällen in einigen Ländern der Region aufweist.
Er erklärte unter Hinweis auf die Dimensionen dieser Angelegenheit: Einige ausländische Strömungen sind bestrebt die Ressourcen auszutrocknen, religiöse Institutionen zu schwächen und den Einfluss der islamischen und schiitischen Strömung in Bahrain und der Region zu verringern.
Al-Daqaq betrachtete in einem weiteren Teil seiner Ausführungen die vorgenommenen Maßnahmen aus rechtlicher und gesetzlicher Sicht als mit offensichtlichen Mängeln behaftet und fügte hinzu: Das grundlegende Prinzip „Der Angeklagte ist unschuldig bis seine Schuld bewiesen wird“ wurde missachtet und ebenso stellen Eingriffe in die Unabhängigkeit der Justiz sowie Unfairness des Gerichtsverfahrens einen offenen Verstoß gegen rechtliche und menschenrechtliche Prinzipien dar.
Der Lehrer der höheren Studien und Leiter der bahrainischen theologischen Lehrstätten sagte weiter: Diese Maßnahmen stehen im Widerspruch zur Meinungsfreiheit, Prinzip der Gewaltenteilung und internationalen Menschenrechtsstandards und es ist notwendig, dass bei Behandlung solcher Fälle rechtliche und gesetzliche Maßstäbe eingehalten werden.
Er dankte auch der Solidarität des Volkes von Bahrain und bemerkte: Zwischen Gelehrten und dem Volk von Bahrain besteht eine auf Vertrauen und gegenseitiger Empathie beruhende Beziehung und die Menschen dieses Landes haben stets in religiösen und gesellschaftlichen Bereichen eine aktive Präsenz gehabt.
Ayatollah Abdullah al-Daqaq äußerte am Ende unter Hinweis auf die Rolle des Bewusstseins und der Standhaftigkeit des Volkes von Bahrain sowie auf die Bedeutung friedlicher ziviler Initiativen die Hoffnung, dass Befreiung und Sieg nahe sein wird.
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