IQNA: Als sich ein Clip in dem die US-Schauspielerin Anne Hathaway in einem kürzlichen Interview beiläufig den Ausdruck „Inschallah“ verwendete verbreitete sich dieser in den sozialen Medien schnell und erhielt Hunderttausende Likes. Doch diese Schauspielerin ist nur eines der Beispiele für einen Trend der sich seit Jahren formt. (Quelle: The National)
Eine Analyse eines in den Vereinigten Arabischen Emiraten ansässigen Mediums der globalen Nachrichtendatenbank GDELT zeigt, dass sich die Verwendung von „Inschallah“ in englischsprachigen Nachrichtenmedien seit 2017 verdreifacht hat.
Dieses Wort hatte bereits zuvor in der westlichen Popkultur begonnen aufzutauchen einschließlich Stings Lied „Inschallah“ im Jahr 2016 und seine Verwendung in den englischsprachigen Mainstream-Nachrichten gewann seitdem an Geschwindigkeit. Dieser arabische Ausdruck, der „wenn Gott will“ bedeutet, wird nun zunehmend ohne Erklärung verwendet.
GDELT überwacht Sprachen in Zehntausenden von Online-, Rundfunk- und Printnachrichtenorganisationen weltweit und ermöglicht es die Art und Weise zu verfolgen wie Wörter in die Medien gelangen und sich dort verbreiten. Die Daten zeigen, dass „Inschallah“ stetig zu einem Teil des Nachrichtenvokabulars der englischen Sprache wurde.
Auch der Google-Suchtrend zeigt dasselbe Muster. In den letzten fünf Jahren stiegen die Suchanfragen nach „Bedeutung Inschallah“ um etwa 130 Prozent. Suchanfragen nach „Übersetzung Inschallah aus dem Arabischen“ stiegen gar um mehr als 700 Prozent, während Suchanfragen nach „Maschallah im Vergleich zu Inschallah“ um etwa stolze 1800 Prozent zunahm, was die wachsende Neugier unter dem englischsprachigen Publikum zeigt.
Der erste bemerkenswerte Sprung bei Erwähnung in Nachrichten ereignete sich im Jahr 2017 nachdem Lindsay Lohan „Inschallah“ auf Instagram postete, was tagelang zu Spekulationen darüber führte, ob sie zum Islam konvertiert sei oder nicht. Zwei Jahre später rückte die Wahl von Ilhan Omar und Rashida Tlaib als erste muslimische Frauen in den Kongress der USA die arabische und islamische Sprache stärker in die politische Berichterstattung.
Mit Beginn des Gaza-Krieges im Oktober 2023 wurde „Inschallah“ bekannter, da viele in der westlichen Welt begannen Influencern und Augenzeugen aus dieser Region zu folgen. Die Verwendung dieses Wortes blieb hoch bevor sie in diesem Jahr erneut anstieg, zeitgleich mit wiederauflebenden Interesse an Hathaways Interview.
Der Außenminister Polens Radosław Sikorski erklärte ebenfalls in seinen Äußerungen zum Abkommen zwischen der USA und dem Iran, dass es im Interesse der ganzen Welt ist die Straße von Hormus offen zu halten. Als Reporter ihn fragten: „Gibt es Hoffnung, dass dieses Abkommen Bestand haben wird?“, antwortete Sikorski: „Inschallah“.
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