IQNA- Das US-Justizministerium gab die Erhebung einer Anklage gegen einen 60-jährigen Mann wegen vorsätzlicher Brandstiftung an einem islamischen Zentrum im Nordosten der Stadt Philadelphia im Bundesstaat Pennsylvania bekannt und betonte, dass dieser Angriff aus religiösem Motiv erfolgte.
IQNA: Der Beschuldigte in diesem Fall Vincent Lang sieht sich mit zwei Anklagepunkten konfrontiert: vorsätzliche Zerstörung durch Brandlegung in einem Gebäude, das für Tätigkeiten des zwischenstaatlichen Handels genutzt wird und Beschädigung eines religiösen Ortes. Dem Wortlaut der Anklageschrift zufolge, die das Justizministerium in Philadelphia veröffentlichte, beging der Beschuldigte diese Tat weil das Islamische Zentrum im Nordosten Philadelphias eine Moschee ist. (Quelle: Masrawy)

Der Anklageschrift zufolge fügte Lang in den frühen Morgenstunden des 5. Juli diesem religiösen Zentrum durch Anzünden des Gebäudes vorsätzlich Schaden zu und hatte die Absicht es vollständig zu zerstören. Nach Angaben lokaler Medien gab es bei diesem Vorfall keine Todesopfer.
Der Beschuldigte befindet sich seit Mitte Juli in Haft und wird bislang in einem Bundesgefängnis festgehalten. Das US-Justizministerium erklärte, dass es nicht möglich war eine Stellungnahme seines Rechtsvertreters zu den erhobenen Vorwürfen einzuholen.
Nach US-Bundesrecht könnte Lang im Falle eines Schuldspruchs zu bis zu 40 Jahren Haft verurteilt werden; einer der gegen ihn erhobenen Anklagepunkte zieht zudem eine zwingende Mindeststrafe von fünf Jahren Gefängnis nach sich.
Dieser Fall wird in der US-Justiz verfolgt, während Statistiken auf eine wachsende Welle von Hassverbrechen gegen Muslime in diesem Land hinweisen. Menschenrechtsorganisationen warnten wiederholt vor Zunahme islamfeindlicher Vorfälle, insbesondere nach den Anschlägen vom 11. September 2001.
Nach Ansicht von Bürgerrechtsverteidigern gehören die Verschärfung restriktiver Einwanderungspolitiken, Verbreitung rassistischer Überlegenheitsvorstellungen sowie Folgen des Gaza-Krieges und der daraus entstandenen politischen Spannungen zu den Hauptfaktoren für die Zunahme islamfeindlicher Erscheinungsformen in den vergangenen Jahren.
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