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4000 Fälle von Waffenstillstandsverletzungen und schwere humanitären Lage im Gazastreifen

10:55 - August 08, 2026
Nachrichten-ID: 3015220
IQNA- Das Medienbüro der Regierung von Gaza erklärte, dass das zionistische Regime den von den USA unterstützten Waffenstillstand mehr als 4000 Mal verletzte und mehr als 1250 Palästinenser tötete.

IQNA: Die Angriffe des zionistischen Regimes dauern mehr als neun Monate nach Beginn des Waffenstillstands in Gaza am 10. Oktober des vergangenen Jahres weiterhin an. (Quelle: Nachrichtenportal Quds)

 

4000 Fälle von Waffenstillstandsverletzungen und schwere humanitären Lage im Gazastreifen

 

Das Medienbüro der Regierung von Gaza erklärte, dass das zionistische Regime in diesem Zeitraum den Waffenstillstand bisher mehr als 4000 Mal verletzte und durchschnittlich 13,4 Verstöße pro Tag registriert wurden.

Diesem Bericht zufolge wurden in diesem Zeitraum mehr als 1252 Palästinenser getötet und 4120 Menschen verletzt; unter den Opfern befinden sich mehr als 300 Kinder, Frauen und ältere Menschen. Der Juli war der tödlichste Monat in dem 152 Menschen getötet wurden.

Auch das Gesundheitsministerium von Gaza erklärte, dass die Gesamtzahl der Opfer des Krieges seit Beginn der Angriffe des zionistischen Regimes bisher 73.000 Menschen überschritt.

Am Dienstag war Gaza zudem Schauplatz der Trauerfeier für die Leichname von 112 Märtyrern Palästinas, die etwa drei Jahre lang unter den Trümmern gelegen hatten.

 

Verheerende Angriffe dauern an

Trotz des Waffenstillstands wurden die Angriffe des zionistischen Regimes auf Wohngebäude, Märkte, Fahrzeuge und Cafés fortgesetzt. Viele Familien erhielten erst wenige Minuten vor der Bombardierung eine Evakuierungsanweisung und einige hatten keinerlei vorherige Warnung erhalten.

 

4000 Fälle von Waffenstillstandsverletzungen und schwere humanitären Lage im Gazastreifen

 

Verurteilung durch Vereinte Nationen

Der Hohe Kommissar der Vereinten Nationen für Menschenrechte Volker Türk verurteilte die jüngsten Angriffe und sagte das Muster des ununterbrochenen Tötens zeigt die weitreichende Straflosigkeit Israels.

Er betonte, dass Palästinenser sogar in den Ruinen ihrer Häuser, Schutzunterkünften, auf Straßen und in Klassenzimmern getötet werden.

 

Schwere Krise bei Hilfslieferung

Gemäß dem Waffenstillstandsabkommen sollten täglich 600 Hilfslastwagen, darunter 50 Tanklastwagen mit Treibstoff nach Gaza gelangen. Das Medienbüro erklärte jedoch, dass Tel Aviv durch Vorlage irreführender Statistiken und Verhinderung unabhängiger Kontrolle die Einfuhr von Hilfsgütern einschränkte und die eingeführte Treibstoffmenge weniger als 15 Prozent des benötigten Umfangs betrug.

Auch die Einfuhr von Zelten, Wohncontainern und anderen notwendigen Unterkunftsgütern wurde blockiert.

 

Zusammenbruch des Gesundheitssystems und Krise der Patienten

Das Gesundheitsministerium Palästina in Gaza warnte ebenfalls, dass Tausende Patienten in Lebensgefahr sind und dringend über den Grenzübergang Rafah verlegt werden müssten.

Die Weltgesundheitsorganisation erklärte, dass mehr als 18.500 Patienten dringend aus Gaza heraus verlegt werden müssten.

Statistiken zufolge verlieren täglich 6 bis 10 Patienten ihr Leben, während sie auf Ausreise zur Behandlung warten.

Der Direktor des Al-Schifa-Krankenhauses in Gaza sagte hierzu: Die Erlaubnis zur Ausreise von nur 50 Patienten pro Tag reicht nicht aus und wir werden weitere Menschenleben verlieren.

 

Krise der Krebspatienten

Im weiteren Verlauf dieser Entwicklungen warnte der Leiter des Krebszentrums in Gaza, dass die Lage der Krebspatienten katastrophal wurden und etwa 11.000 Patienten mit einem schweren Mangel an lebenswichtigen Medikamenten sowie fehlenden Möglichkeiten zur Reise für eine Behandlung konfrontiert sind.

Diesem Bericht zufolge sind 61 Prozent der Krebsmedikamente nicht verfügbar und das Fehlen von Strahlentherapie führte dazu, dass Ärzte selbst in frühen Stadien einiger Brustkrebserkrankungen gezwungen sind vollständige Mastektomien durchzuführen.

 

Warnung des UN-Menschenrechtsbüros

Das Menschenrechtsbüro der Vereinten Nationen erklärte, dass die Besorgnis über die Möglichkeit von Kriegsverbrechen weiterhin besteht und die Fortsetzung der Angriffe gegen eine Bevölkerung die unter Bedingungen von Vertreibung, Belagerung und vollständiger Zerstörung der Infrastruktur lebt unvorstellbar ist.

 

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