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Rolle sozialer Netzwerke bei Anstiftung zu Gewalt gegen Muslime in Irland

10:01 - August 08, 2026
Nachrichten-ID: 3015215
IQNA- Ein neuer Bericht in Irland warnt davor, dass soziale Netzwerke eine erhebliche Rolle bei Anstiftung zu Gewalt gegen Muslime spielen.

IQNA: Ein neuer Bericht der zivilgesellschaftlichen Organisation „Hoffnung und gemeinschaftliche Begeisterung“ zeigt, dass soziale Plattformen bei Verbreitung und Verstärkung antimuslimischer Inhalte in Irland eine beachtliche“ Rolle spielen. (Quelle: BreakingViews)

 

Rolle sozialer Netzwerke bei Anstiftung zu Gewalt gegen Muslime in Irland

 

Dies wurde insbesondere nach dem Angriff auf und Brandstiftung an der Gebetsstätte Al-Madina in Dublin deutlich.

Dem Bericht zufolge wurde ein auf Facebook veröffentlichtes Video der Szene nach dem Angriff 1,9 Millionen Mal angesehen; diese Zahl liegt 352-mal über der üblichen Anzahl an Aufrufen dieses Kontos. Die Analyse von mehr als 10.000 Kommentaren und Emojis zeigt, dass ein Fünftel davon antimuslimische Hassrede, Unterstützung für den Angriff, Aufrufe zur Brandstiftung an weiteren Moscheen und Anstiftung zu Gewalt enthielt.

Hunderte Kommentare enthielten die Formulierung „Verbrennt sie alle“ und mehr als 300 Kommentare forderten ausdrücklich ähnliche Angriffe auf Moscheen in Irland.

Auch auf der Plattform X wurden Diskussionen über diesen Angriff umfassend verstärkt; innerhalb von sechs Tagen wurden mehr als 112.000 Erwähnungen von 70.000 Konten registriert die rund 243 Millionen Nutzer erreichten. Nahezu 90 Prozent dieser Diskussionen fanden außerhalb Irlands statt, was den transnationalen Charakter antimuslimischer Narrative zeigt.

Der leitende Forscher dieser Organisation Mark Malone sagt: Diese Erkenntnisse sind äußerst besorgniserregend. Die Gesellschaft, insbesondere Muslime muss wissen wie die Empfehlungssysteme von Facebook einen Angriff auf einen Ort der Religionsausübung in virale Inhalte verwandeln und den Boden für weitere Gewalt bereiten.

Der Bericht betont, dass die Plattformen bei Durchsetzung ihrer eigenen Standards versagte und gefährliche Inhalte in Krisenmomenten nicht nur nicht entfernt werden, sondern weiterhin verfügbar bleiben.

Diese Institution forderte zudem die irische Medienbehörde auf mit dem Unternehmen Meta in Gespräche einzutreten und die Risikobewertung zum Vorfall in der Dublin Street zu veröffentlichen. Außerdem wurde vorgeschlagen Empfehlungssysteme standardmäßig zu deaktivieren.

 

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