IQNA

18:19 - August 09, 2026
Nachrichten-ID: 3015233

Forderung an die kanadische Regierung der Krise der Islamfeindlichkeit entgegenzutreten

IQNA- Ein kanadisches Medium berichtete, dass feindselige und gezielte Maßnahmen gegen Muslime in diesem Land dazu führten, dass sich für Rechte von Muslimen einsetzenden Gruppen sofortiges Handeln der Regierung zur Bekämpfung der sich verschärfenden Krise der Islamfeindlichkeit fordern.

IQNA: Eine Reihe anhaltender Fälle von Zerstörung, Drohung und Einschüchterung gegen Muslime nahm islamische Einrichtungen in Gatineau und Edmonton ins Visier weckten erneut Besorgnis von Führungspersonen der muslimischen Gemeinschaft und Bürgerrechtsaktivisten in ganz Kanada. (Quelle: CBC)

Die Fortsetzung dieser feindseligen und gezielten Maßnahmen führte dazu, dass Gruppen, die sich für die Rechte von Muslimen einsetzen, ein sofortiges Handeln der Regierung zur Bekämpfung der sich verschärfenden Krise der Islamfeindlichkeit fordern.

 

Forderung an die kanadische Regierung der Krise der Islamfeindlichkeit entgegenzutreten

 

Verschärfung wiederholter vandalistischer Handlungen in Gatineau

In Gatineau erklärte das „Islamische Zentrum Outaouais“ (CIO), dass es über einen längeren Zeitraum hinweg Ziel antimuslimischer Schikanen war.

Schriftzüge mit der Formulierung „Islam ausweisen“ tauchten wiederholt auf diesem Zentrum verbundenen Grundstücken und in dessen Umgebung auf. Trotz des schnellen Einsatzes der städtischen Dienste zur Entfernung dieser zerstörerischen Aufschriften kehrten die Täter mehrfach zurück und schrieben erneut diese Botschaften an die Wände.

Diese Handlungen verschärften sich zuletzt weiter und eines der Hauptgebäude des Zentrums wurde direkt mit solchen Aufschriften ins Visier genommen.

Diese Entwicklungen erfolgten nach dem jüngsten Gerichtsurteil gegen einen örtlichen Mann, der wegen der Äußerung von Drohungen gegen ein anderes islamisches Zentrum in der Region Gatineau verurteilt worden war.

Die örtlichen Behörden wurden über diese anhaltenden Vorfälle informiert und prüfen die Angelegenheit.

Dies geschieht während Mitglieder der Gemeinschaft wachsende Sorge hinsichtlich ihrer Sicherheit und Religionsfreiheit äußerten.

 

Islamische Kindertagesstätte in Edmonton zum zweiten Mal ins Visier genommen

Gleichzeitig wurde in Edmonton eine islamische Kindertagesstätte zum zweiten Mal innerhalb der vergangenen zwei Monate Ziel islamfeindlicher Aufschriften.

Diese antimuslimischen Schriftzüge wurden mit Sprayfarbe auf eine Wand gegenüber diesem Zentrum gesprüht; sodass kleine Kinder, Eltern und Mitarbeitende beim Betreten und Verlassen des Gebäudes direkt damit konfrontiert werden.

Mitglieder der Gemeinschaft betonten die psychischen Auswirkungen solcher Handlungen auf Familien mit kleinen Kindern und Erzieherinnen und Erzieher der Kindertagesstätte, die dieses Gebäude regelmäßig aufsuchen.

Die für die Bearbeitung von Hassverbrechen zuständigen örtlichen Polizeieinheiten wurden über die Wiederholung dieser Vorfälle informiert. Außerdem dokumentieren sich für die Rechte von Muslimen einsetzen Organisationen die Zunahme offener Drohungen gegen Muslime, Sachbeschädigungen und gezielter Schikanen in verschiedenen Regionen.

 

Forderung nach Ausarbeitung umfassender nationaler Strategie

Für Rechte von Muslimen einsetzenden Menschenrechtsorganisationen und Gruppen warnten, dass die steigende Zahl dieser Angriffe auf ein strukturelles Problem hinweist, das den sozialen Zusammenhalt lokaler Gemeinschaften bedroht.

Bürgerrechtsaktivisten forderten unter Hinweis auf das Muster alltäglicher Drohungen, Sachbeschädigungen und gezielter Maßnahmen gegen Gebetsstätten im ganzen Land erneut von der Bundesregierung eine umfassende nationale Strategie zur Bekämpfung der Islamfeindlichkeit auszuarbeiten und umzusetzen.

Sie forderten außerdem die Bevölkerung Kanadas auf sich der Normalisierung von Hassverbrechen zu widersetzen und Solidarität mit den ins Visier genommenen religiösen Gruppen zu bekunden damit der sichere Zugang von Menschen zu Gebetsstätten, Bildungseinrichtungen und Kinderbetreuungszentren gewährleistet wird.

 

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