Bagdad (IQNA)- Die schiitische religiöse Autorität Ajatollah Scheich Muhammad Yaqubi betonte die Sensibilität der Verantwortung der Medien in der heutigen Zeit und bezeichnete die Rolle der Medien bei Gestaltung von Ereignissen, Lenkung der öffentlichen Meinung und Erhöhung des Bewusstseins der Gesellschaften als entscheidend.
IQNA aus Irak: Die schiitische religiöse Autorität Ajatollah Scheich Muhammad Yaqubi erklärte bei einem Treffen mit einer Gruppe von Content-Produzenten, die während der Tage der Arbaʿin-Pilgerfahrt Imam Husseins und zum Besuch des heiligen Schreins des Fürsten der Gläubigen, Imam Ali (a.), nach Nadschaf al-Aschraf gekommen waren: Die Medien wurden heute zu einem der wichtigsten Instrumente des Wandels und zugleich zum gefährlichsten Instrument der Soft-Kriegsführung; ein Instrument dessen Fähigkeit, Überzeugungen und Kulturen zu verändern und die öffentliche Meinung auszurichten, mitunter wirkungsvoller ist als militärische Kriege; derart dass Völker möglicherweise ihre Feinde verteidigen und sich dagegen selbst auf die Seite des Falschen stellen. Mit Verweis auf Beispiele zeitgenössischer Ereignisse hob er hervor, dass der Einfluss der Medien in manchen Fällen zu Ergebnissen führte was militärische Kriege nicht erreichen vermochten.

Ajatollah Yaqubi betonte, dass Content-Produktion und Tätigkeit im virtuellen Raum keine einfache und vorübergehende Handlung ist und stellte klar: Dieses Feld ist eine große, religiös-rechtliche, moralische und berufliche Verantwortung; denn jedes veröffentlichte Wort und Inhalt kann tiefgreifende Auswirkungen auf das Leben von Einzelnen und Gesellschaften hinterlassen.
Er verwies auf den edlen Vers:
«وَلا تَقْفُ مَا لَيْسَ لَكَ بِهِ عِلْمٌ إِنَّ السَّمْعَ وَالْبَصَرَ وَالْفُؤَادَ كُلُّ أُولَئِكَ كَانَ عَنْهُ مَسْؤُولًا» (اسراء، ۳۶)
Und verfolge nicht das wovon du kein Wissen hast. Gewiss, Gehör, Augenlicht und Herz – sie alle werden danach gefragt werden. (al-Isrāʾ, 36)
und betonte die Notwendigkeit, dass Medienschaffende über Gottesfurcht, Genauigkeit, Fairness und Bindung an berufliche Ethik verfügen und fügte hinzu: Medien dürfen nicht zu einem Instrument der Erpressung, Rufschädigung, Abrechnung mit anderen oder einem Mittel zur Sicherung vergänglicher weltlicher Interessen werden.
Er stellte außerdem klar, dass Verantwortung eines Mediums oder Content-Produzenten sich nicht nur auf Richtigkeit und Wahrheit der Informationen beschränkt, sondern auch die Folgen und Auswirkungen ihrer Veröffentlichung beachtet werden müssen; denn nicht jede Wahrheit ist zwangsläufig zur Veröffentlichung geeignet. Es kann durchaus sein, dass Veröffentlichung einer richtigen Nachricht zu ernsthaften Schäden oder einer Bedrohung für Sicherheit und gesellschaftliche Ruhe führt. Daher sind Vorsicht, Gottesfurcht und Beachtung der Interessen des Einzelnen und der Gesellschaft bei Veröffentlichung von Nachrichten und Produktion von Inhalten notwendig.
Ajatollah Yaqubi verwies auf den edlen Vers «وَلَقَدْ كَرَّمْنَا بَنِي آدَمَ» (اسراء، ۷۰)» „Und Wir ehrten gewiss die Kinder Adams“ (al-Isrāʾ, 70) und bezeichnete die Würde des Menschen als eines der grundlegenden Prinzipien des islamischen Denkens. Er betonte: Die Botschaft der Medien muss auf dem Dienst am Menschen, Sorge um seine Angelegenheiten und Bemühen um Reform und Erhebung der Gesellschaft beruhen, ohne dass die religiöse, ethnische oder rassische Zugehörigkeit der Menschen zum Maßstab dieses Dienstes gemacht wird.
Er betonte außerdem die Notwendigkeit die Aschura-Bewegung und Botschaft Imam Husseins (a.) der Welt in einer Sprache vorzustellen, die dem Verständnis des heutigen Menschen, insbesondere westlicher Adressaten, angemessen ist und sagte: Wenn die Werte der husainitischen Bewegung als Kampf gegen die Außerkraftsetzung der Herrschaft des Korans, Widerstand gegen den Entzug von Freiheiten und Plünderung öffentlichen Vermögens sowie Standhaftigkeit gegenüber Unterdrückung und ungerechten Gesetzen erläutert werden, wird der Boden für Verständnis, Annahme und Begleitung dieser Bewegung durch ein weltweites Publikum bereitet. Auf diese Weise kann man die Botschaft der Revolution Imam Husseins (a.) in beiden Dimensionen – ihrer Bewegung stiftenden und ihrer aufklärenden – mit all ihren menschlichen und zivilisatorischen Bedeutungsgehalten an die Völker der Welt übermitteln.
Ajatollah Yaqubi dankte abschließend den Content-Produzenten für ihre Bemühungen und forderte sie auf ihre medialen Kapazitäten und Instrumente auf dem Weg der Erzeugung wirklichen Bewusstseins, nicht falschen Bewusstseins einzusetzen und durch Verteidigung der religiösen, gesellschaftlichen, menschlichen, nationalen und kulturellen Anliegen der Menschen im Dienst an der islamischen Gemeinschaft und Aufbau einer Zukunft auf Grundlage von Wahrheit, Gerechtigkeit und Menschenwürde eine Rolle zu spielen.
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