IQNA: Eine Kopftuch tragende muslimische Frau in Schweden gab bekannt, dass sie wegen ihres Kopftuchs einem rassistischen Angriff und Beschimpfungen ausgesetzt war; ein Vorfall der gleichzeitig mit den von Menschenrechtsorganisationen und -institutionen ausgesprochenen Warnungen die Debatte über den Anstieg von Hasskriminalität und Diskriminierung gegen Muslime und Minderheiten in diesem Land erneut anheizte. (Quelle: Akhbar al-Shia)

Die 49 Jahre alte Rafif Saleh sagte: Dieser Vorfall ereignete sich beim Kauf von Blumen für den Geburtstag ihrer Tochter; sie wurde von einer Frau außerhalb des Geschäfts beleidigt und nach ihren eigenen Angaben verschärfte sich der Vorfall als ein Auto beim Verlassen des Geschäfts versuchte sie einzuschüchtern.
Sie betonte unter Hinweis darauf, dass diese Erfahrung eine erhebliche psychische Wirkung hatte und ihre Familienfeier ruinierte: Sie lebt seit mehr als zwei Jahrzehnten in Schweden und betrachte es als ihr Zuhause, den Ort an dem ihre Kinder aufwuchsen.
Solche Vorfälle ereignen sich unter Bedingungen in denen Berichte der Vereinten Nationen ebenso wie interne Berichte Schwedens auf einen Anstieg von Rassismus und Hassrede gegen Muslime und Minderheiten hinweisen.
Der Ausschuss der Vereinten Nationen zur Beseitigung der Rassendiskriminierung hatte bereits zuvor seine Besorgnis über den zunehmenden Hass gegen Muslime, afro-schwedische Menschen und Juden geäußert.
Auch das schwedische Institut für Menschenrechte warnte vor Ausbreitung von Rassismus im Alltag einschließlich Bildung, Arbeitsmarkt und Wohnraum. Die Daten der Aufsichtsbehörde zeigen in den letzten Jahren eine Zunahme von Meldungen über Diskriminierung aufgrund von Ethnie und Religion.
In diesem Zusammenhang betonte die schwedische Polizei die Bedeutung der Meldung von Hasskriminalität und wies darauf hin, dass die niedrige Zahl der Festnahmen die Bedeutung der Dokumentation und strafrechtlichen Verfolgung dieser Straftaten nicht mindert.
Beobachter sind der Ansicht, dass Bekämpfung von Hassrede und Stärkung des gesetzlichen Schutzes der Religionsfreiheit wesentliche Elemente bei Eindämmung dieses Phänomens sind.
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