IQNA

16:46 - June 28, 2020
Nachrichten-ID: 3002738
Teheran (IQNA)- Vor 19 Jahren ist Süleyman Taşköprü im Gemüseladen seines Vaters getötet worden. Er ist das dritte Opfer der rechtsterroristischen NSU-Mordserie. Heute erinnert ein Straßenname in Hamburg an den 31-Jährigen aus der Türkei.

Am 27. Juni 2001 gegen 11 Uhr ist Süleyman Taşköprü durch Schüsse aus einer Ceska-Pistole sowie einer Pistole des Typs Bruni getötet worden. Er ist das dritte Opfer der Mordserie des Nationalsozialistischen Untergrundes (NSU).

Zwischen 2000 und 2006 wurden in verschiedenen Großstädten insgesamt neun rassistisch motivierte Morde an Kleinunternehmern mit Migrationshintergrund verübt.

Taşköprü stammte aus Afyonkarahisar. Er war in Deutschland als Obst- und Gemüsehändler tätig. Im Laden seines Vaters in Hamburg-Bahrenfeld wurde der 31-jährige von der NSU grundlos hingerichtet. Die bei der Tat benutzten Waffen waren auch bei der Ermordung von Enver Şimşek verwendet worden.

Obwohl sein Vater bei der Polizei aussagte, die Attentäter seien Deutsche im Alter von 25 bis 30 gewesen, konzentrierten sich die Polizeiermittlungen auf das Hamburger Rotlichtviertel.

Zum Gedenken an das Opfer benannte Hamburg im Jahr 2013 eine Straße nach ihm. 2018 bat die Hamburgische Bürgerschaft die Familie Taşköprü um Entschuldigung für die fehlgeleiteten Ermittlungen. Bis heute gab es dazu keinen parlamentarischen Untersuchungsausschuss. Taşköprü war im Alter von elf Jahren mit seiner Familie nach Deutschland gekommen. Er hinterließ eine dreijährige Tochter.

 

trtdeutsch.com

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