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Apple verklagt NSO Group, um den Missbrauch durch staatlich geförderte Spionagesoftware einzuschränken
23:56 - November 25, 2021
Nachrichten-ID: 3005101
Der israelische Spionage-Softwarehersteller hatte eine Schwachstelle genutzt, um iPhone-Nutzer auszuspähen. Nun geht Apple gerichtlich gegen NSO vor.

Apple hat  eine Klage gegen die NSO Group und ihre Muttergesellschaft eingereicht, um sie für die Überwachung von und den gezielten Angriff auf Apple Nutzer:innen zur Verantwortung zu ziehen.

Wie Apple am Dienstagmorgen (Ortszeit) mitteilte, hat der Konzern aus Cupertino eine Klage gegen NSO eingereicht, um eine nicht weiter ausgeführte „Wiedergutmachung“ zu fordern. Der israelische Konzern hatte eine Schwachstelle im iPhone-Betriebssystem iOS genutzt, um so unbemerkt seine Spionage-Software Pegasus zu installieren. Mittlerweile ist die Lücke geschlossen.

Im Sommer hatte ein internationales Konsortium von Journalisten enthüllt, dass auf diese Weise wahrscheinlich Dutzende Journalisten, Menschenrechtsaktivisten, deren Angehörige und Unternehmer durch Kunden von NSO überwacht wurden. Apple sieht darin einen Verstoß gegen US-Recht – und will mit der Klage auch erreichen, dass NSO die Nutzung von Apple-Produkten in Zukunft grundsätzlich untersagt wird.

„Staatlich geförderte Akteure wie die NSO Group geben Millionen von US-Dollar für ausgeklügelte Überwachungstechnologien aus, ohne dass eine wirksame Rechenschaftspflicht besteht. Das muss sich ändern“, sagte Craig Federighi, Senior Vice President of Software Engineering von Apple. „Apple-Geräte sind die sicherste Consumer-Hardware auf dem Markt – aber private Unternehmen, die staatlich geförderte Spionagesoftware entwickeln, sind noch gefährlicher geworden.“

 

handelsblatt.com

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