IQNA

Gebete in Moscheen in den Vereinigten Arabischen Emiraten zum ersten Mal seit Pandemie ohne Sicherheitsabstand abgehalten

21:38 - September 28, 2022
Nachrichten-ID: 3006936
TEHERAN (IQNA) – In den Moscheen der Vereinigten Arabischen Emirate wurden an diesem Morgen zum ersten Mal seit der Covis-19-Pandemie das Morgengebet ohne Sicherheitsabstand abgehalten.

Die Szenen in den Moscheen für das Morgengebet waren in diesem Jahr im Vergleich zu den letzten zweieinhalb Jahren recht anders gewesen.

In einem virtuellen Medienbriefing, das am Montag stattgefunden hatte, hatten die Behörden die Einschränkungen bis auf ein paar Ausnahmen in den Moscheen erleichtert.

Mit einem breiten Lächeln, versteckt hinter einer Maske, Gebetsteppichen und Gebetsketten in den Händen gingen Gläubige in Richtung Moschee, um sich auf Gemeinshcftsgebet ohne Lücken zu freuen. Als sich die Pandemie 2020 ausbreitete, hatte es für die Gebete in den Moscheen Einschränkungen gegeben, und Gläubige waren gebeten worden, zuhause zu beten. Die religiösen Pflichten für das Freitagsgebet waren dann nach einer achtmonatigen Pause wieder aufgenommen worden, wobei soziale Distanz, Mitführen des eigenen Gebetsteppichs und strikte Maskenregeln einzuhalten gewesen waren. Im September letzten Jahres war die räumliche Distanz zwischen den Betenden von zwei Metern auf 1,50 Meter verkürzt worden und im Februar diesen Jahres auf einen Meter.

Dr. Abdul Hameed Zafar, der Imam der Moschee in der Internationalen Stadt, sagte: „Es ist für uns alle eine große Neuigkeit. Eine Welle wahrer Freude hatte sich unter den Gläubigen verbreitet, da sie schon seit langem auf diesen Augenblick gewartet hatten.“

Dr. Zaffar bekräftigte, dass das Nebeneinanderstehen in geraden Reihen eine Sunne und ein Rat des Propheten Mohammad (Friede sei mit ihm) sei. „Es hat Zeiten gegeben, wo der Prophet (Friede sei mit ihm) mit dem Gebet erst angefangen hatte, als er sicher war, dass die Betenden in einer lückenlosen, geraden Linie standen.“

Scheich Ayaz Houzee, der Imam des NGS and Khateeb des islamischen Zentrums Al Manar, sagte, dass in Situationen, wo es um Tod oder Leben gehe, die Regel der Scharia ausgesetzt oder verändert werden könne und fügte hinzu: „Die soziale Distanz zwischen den Betenden war aus einem bestimmten Grund eingeführt worden, und wir sind uns alle dessen bewusst, das es wegen des Erhalts unserer Gesundheit war.“ Der Gelehrte bemerkte zudem, dass Betende, die ihre religiöse Pflichten aufgrund der Notwendigkeit  außerhalb der Moschee in der Hitze verrichtet hätten, mit Sicherheit für die herausfordernden Zeiten, denen sie gegenübergestanden waren, belohnt werden.

 

Sinn der Zugehörigkeit unter Betenden

Saad Aqueel hatte mit seinen Nachbarn zu den frühen Morgengebeten in der Moschee in Barsha Heights eingeladen und sagte: „Ich fühlte immer während des Gebetes, dass etwas fehlte. Dies wird auf alle Fälle den Sinn für Zusammengehörigkeit unter den Brüdern ungeachtet jeglicher Hindernisse zurückbringen.“

Mujeebur Rahman, ein anderer Gläubiger, sagte: „Als das mit der sozialen Distanz in der Moschee anfing, fühlte ich mich eigenartig, aber jetzt habe ich das gleiche Gefühl wie vorher.“

Sobald die Betenden Taslim (den Abschlussteil des Gebets) beendet hatten, sah man sie, wie sie sich untereinander die Hände schüttelten und sich in Einvernehmen umarmten.

 

Quelle: Khaleej Times

 

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