IQNA

Professor der Universität Istanbul im Interview mit IQNA:

Zionismus beutet Judentum aus

16:38 - May 01, 2024
Nachrichten-ID: 3010402
Teheran (IQNA)- Der Geschichtsprofessor der Universität Istanbul sagte: „Zionisten nutzen die Religion aus. Sie nutzen die jüdische Religion als Vorwand aus. Denn die frühen Führer und Begründer des Zionismus waren meist Atheisten, Agnostizisten oder Deisten und glaubten an keine Religion. Mit anderen Worten: Der Zionismus ist eine faschistische Ideologie, die das Judentum ausbeutet.

Islam Özkan, Professor für Geschichte und Journalist in Istanbul sagte in einem Interview mit IQNA über die Bedeutung von Quds und Palästina in der Geschichte der Religionen: „Die Kenntnis der Geschichte von Quds ist sehr wichtig und ein Teil davon ist auch in der Geschichte der Religionen und heiligen Bücher erwähnt. Die Israelis betrachten sich als Besitzer des Landes Palästina und beziehen sich dabei auf die Geschichte vor zweitausend Jahren. Obwohl einige moderne Zionisten eine solche Geschichte nicht akzeptieren und die Entstehung des israelischen Regimes als Ergebnis von Verbrechen und Besatzung betrachten sagen dieselben leider, obwohl sie die israelische Besatzung anerkennen und klarstellen andererseits, dass das israelische Regime das Recht auf Leben wie jedes andere uneheliche Kind hat und damit rechtfertigen sie die Präsenz des israelischen Regimes in der Region.

Er fügte hinzu: Palästina ist keine religiöse Frage zwischen Muslimen und Juden, daher wollen wir es aus der Perspektive der Religionsgeschichte betrachten. Heute ist Palästina ein politisches Thema und es handelt sich um eine Landbesetzung und Landübernahme. Obwohl die Besatzer versuchen es als religiöse Angelegenheit zu definieren und Palästina als das gelobte Land zu betrachten das Gott den Juden versprach.

Auf die Frage von IQNA: „Wie sollte edas Thema Palästina unter dem Gesichtspunkt der Menschenrechte und der Gerechtigkeit analysiert und definiert werden“, antwortete er: „Aus rechtlicher Sicht wurde das Land Palästina zu Unrecht besetzt. Was die menschliche Gerechtigkeit betrifft haben die Ureinwohner Palästinas ihr Recht verloren in diesem Land zu leben und die Eindringlinge erklärten ihr Land zu ihrer Heimat und das verstößt gegen die menschliche Gerechtigkeit.

Er fügte hinzu: Auch wenn wir die Sache menschlicher betrachten wollen sollten wir sagen, dass wir nicht behaupten, dass Jerusalem den Muslimen gehört sondern dass wir sagen dass Jerusalem den Palästinensern gehört egal ob Muslime, Juden oder Christen. Und es ist besser zu sagen, dass Quds zu diesen Leuten gehört. Wenn die Besatzer heute wie in der osmanischen Zeit dieses usurpierte Land verlassen haben die Juden das Recht in Jerusalem zu leben und jede Religion kann entsprechend ihrer Religion Gottesdienste verrichten. Ebenso werden Christen frei ihren Gottesdienst verrichten. Wie die Hamas auch über Palästina sagt: „Quds gehört uns, seine Kirchen, Synagogen und Moscheen sind für uns. Quds ist nicht nur Muslimen vorbehalten. Quds gehört diesen Palästinensern, egal ob Muslime, Juden oder Christen. Wann immer wir Palästina befreien werden die Religionen ihre religiösen Praktiken dort problemlos ausüben können und niemand wird das Recht haben,in die persönliche Religions- und Glaubensfreiheit einzugreifen.

Dieser türkische Analyst erklärte: „Mit anderen Worten: Palästina ist ein Thema das jeden interessiert, der libertäre und humane Gedanken hegt. Wenn jemand wie „George Habash“, ein Christ mit marxistischen Tendenzen, Generalsekretär einer Befreiungsbewegung namens „Palästinensische Volksfront“ war, dann war das auch Naif Hawatmeh (jordanischer Abstammung). Als orthodoxer Christ und Intellektueller mit marxistisch-linken Tendenzen ist er Generalsekretär der 1969 gegründeten Demokratischen Front zur Befreiung Palästinas. Er war einer der ersten Generäle der palästinensischen Revolution und der Palästinensischen Befreiungsorganisation und ein Gegner des Oslo-Abkommens.

Er bezog sich auf die Sicht der Zionisten auf die jüdische Religion und sagte: „Die beste Antwort, die ich auf diese Frage geben kann, ist, dass die Zionisten die Religion tatsächlich ausbeuten. Sie nutzen die jüdische Religion als Vorwand. Denn die frühen Führer und Begründer des Zionismus waren meist Atheisten, Agnostizisten oder Deisten und glaubten an keine Religion. Heute verwenden die Zionisten, obwohl sie säkular sind, ständig Verse aus der Thora oder beziehen sich auf den Talmud, womit die Heuchelei und Missbrauch jüdischer religiöser Überzeugungen durch die Zionisten gemeint ist. Sie streben nach Rassenüberlegenheit. Mit anderen Worten: Der Zionismus ist eine faschistische Ideologie, die das Judentum ausbeutet.

Auf Fraghe vion IQNA nach der Sicht des Heiligen Korans auf Juden antwortete Islam Ozkan: „Der Koran verurteilt die Juden nicht aufgrund ihrer Rasse, sondern betrachtet ihre Abkehr von der Gesetzgebung Gottes und Korruption auf der Erde als Grund für ihre Verurteilung. Es ist sogar interessant zu wissen, dass er in den Versen 47 und 122 der Sure Al-Baqara sagt: „Israeliten! Gedenkt meiner Gunst, die ich euch erwies und dass ich euch auf allen Welten segnete.“ In diesem Vers erinnert der allmächtige Gott die Israelitn an die Segnungen, die er ihnen gewährte und in verschiedenen Versen beschreibt er Teile dieser Segnungen und zeigt die Überlegenheit der Israeliten und Juden über der Welt, aber diese Überlegenheit bezieht sich auf die Zeit, als die Rabbiner und die Mönche (Sure Tauba, Vers 31) die Religion und moralischen Regeln nicht ignorierten. Weil der Koran in Vers 65 der Sure Al-Baqarah über sie sagt; „So sagten wir zu ihnen: Werdet Affen und Schweine“. Somit verurteilt der Koran die Juden nicht aufgrund ihrer Rasse sondern aufgrund ihrer Handlungen und Verhaltensweisen.

Das Interview führte Akbar Poustchian

 

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Stichworte: Zionismus ، Judentum ، religion ، palästina
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