
IQNA: Die Freitagsmoschee der Stadt Saratow im Südwesten Russlands war Gastgeber des fünften landesweiten Koran-Rezitationswettbewerbs für Mädchen, die nach Eduard Haji Ganiyev benannt war. Diese Veranstaltung, die anlässlich des 190. Jahrestages der Gründung dieser Moschee stattfand, wurde von zahlreichen islamischen und staatlichen Persönlichkeiten besucht. (Quelle: muslimsaroundtheworld)
Elf Teilnehmerinnen aus den Republiken Tatarstan, Dagestan und Tschetschenien sowie aus den Regionen Stawropol, Moskau, Pensa und Saratow nahmen an diesem Wettbewerb teil, was die zunehmende Beteiligung von Frauen an Koran-Aktivitäten in Russland zeigt.
Der stellvertretende Leiter der Geistlichen Verwaltung der Muslime der Russischen Föderation Rushan Abbassov im Namen des Leiters dieser Verwaltung und der Großmuftis von Russland Scheich Ravil Gainutdin nahmen an der Veranstaltung teil.
Abbassov betonte in seiner Rede, dass dieser Wettbewerb eine umfassende Koran-Veranstaltung ist. Er fügte hinzu, dass die Teilnehmerinnen in zwei Hauptkategorien antraten: Rezitation des gesamten Korans aus dem Gedächtnis und Rezitation des 30. Abschnitts (Juz' Amma) des Korans aus dem Gedächtnis.
Er erläuterte, dass alle Teilnehmerinnen als Gewinnerinnen betrachtet werden, da das Auswendiglernen des Buch Gottes eine moralische und erzieherische Verpflichtung darstellt, religiöse Werte fördert und das Bewusstsein und Wissen junger Frauen vertieft.
Der stellvertretende Leiter der Geistlichen Verwaltung der Muslime der Russischen Föderation wies auch darauf hin, dass die Unterstützung solcher Wettbewerbe, sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene, angesichts ihrer bedeutenden Auswirkungen auf die Vorbereitung einer Generation von weiblichen Hafiz (Personen, die den gesamten Koran auswendig können), die Russland auf internationalen Koran-Foren vertreten können zu den Hauptprioritäten der Geistlichen Verwaltung gehört.
Er fügte hinzu, dass der Fokus auf junge Frauen im Bereich der Koran-Studien eine Perspektive widerspiegelt, die in eine korrekte religiöse Bildung investiert und Präsenz muslimischer Frauen in den Bereichen Wissen und religiöses Engagement stärkt.
Abbassov sprach auch über das Leben von Eduard Haji Ganiyev und beschrieb ihn als eine herausragende Persönlichkeit und einen großzügigen Wohltäter, der sein Vermögen für wohltätige Zwecke einsetzte. Er bezeichnete die kontinuierliche Ausrichtung dieses Wettbewerbs mit der Unterstützung seiner Familie als Verkörperung des Konzepts einer fortwährenden Almosen (Sadaqah Jariyah) und Bewahrung seines Erbes im Dienst an der Gemeinschaft.
Bei dieser Veranstaltung fand auch eine besondere Verlosung für die Teilnehmerinnen statt. „Muslim Tour“, das offizielle religiöse Tourismusbüro der Geistlichen Verwaltung der Muslime der Russischen Föderation, stiftete auf Anordnung des Großmuftis zwei Preise für die kleine Pilgerfahrt (Umrah) und einen Preis für die große Pilgerfahrt (Hajj).
Übersetzer ins Persische: Mohsen Hadadi
Übertragen vom Persischen ins Deutsche: Stephan Schäfer
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