IQNA: Der Völkermordkrieg des zionistischen Regimes im Gazastreifen konfrontiert schwangere Frauen, stillende Mütter und Neugeborene mit einer beispiellosen Krise und Fortsetzung der Schwangerschaft wurde für Tausende Frauen zu einer vom Zufall abhängigen Angelegenheit und nicht medizinischer Versorgung. (Quelle: Al Mayadeen)

Ein Bericht mit dem Titel „Schwangerschaft unter Beschuss; Gewalt gegen Fruchtbarkeit und Zerstörung des Lebens der Mütter in Gaza“ wurde vom in England ansässigen „Palästinensischen Rückkehrzentrum“ veröffentlicht und untersuchte unter Berufung auf Daten der Vereinten Nationen, medizinischer Einrichtungen und Hilfsorganisationen die Folgen des Krieges für die Mütter und Kinder Gazas.
In diesem Bericht heißt es, dass die Auswirkungen dieser Krise mit dem Ende des Krieges nicht verschwinden werden und dass Unterernährung, Vertreibung und psychische Schäden infolge der Verbrechen des zionistischen Regimes die Gesundheit und Entwicklung einer ganzen Generation von Kindern Gazas über Jahre hinweg beeinflussen können.
Diesem Bericht zufolge beschränkt sich die Gewalt des Krieges nicht nur auf Tötung und Zerstörung, sondern drang auch in die ersten Phasen der Entstehung des Lebens ein und beeinflusste sogar schon vor der Geburt die Überlebenschancen der Kinder.
Tausende schwangere Frauen verbringen die Zeit der Schwangerschaft unter Bedingungen, die an jedem anderen Ort der Welt als schwerer Notfall angesehen würden ohne die elementarsten medizinischen Dienste.
Unter Berufung auf Statistiken des Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen wird die Zahl der schwangeren und stillenden Frauen mit einem schweren Risiko der Unterernährung bis Mitte des Jahres 2026 auf etwa 55.000 Personen ansteigen; eine mehr als dreimal so hohe Wahl wie Mitte des Jahres 2025 mit 17.000. Außerdem ist eines von fünf in Gaza geborenen Neugeborenen entweder eine Frühgeburt oder hat niedriges Geburtsgewicht.
Dieser Bericht hat die Lage der Geburtshilfedienste in Gaza als an der Schwelle zum vollständigen Zusammenbruch beschrieben.
Von den 37 Krankenhäusern dieser Region sind nur 20 Krankenhäuser in begrenzter Form aktiv und keines von ihnen arbeitet mit voller Kapazität. Der Mangel an Medikamenten, Blut, Treibstoff, medizinischer Ausrüstung und umfangreichen Schäden infolge der Angriffe konfrontierten die Erbringung medizinischer Leistungen mit einer ernsthaften Störung.
Infolgedessen gebären viele Frauen ohne Betäubung oder angemessene medizinische Unterstützung und in überfüllten Schutzunterkünften oder provisorischen Orten; Bedingungen, die die Grenze zwischen Tod und Leben äußerst schmal machten.
Nach Daten der Organisation „Save the Children“ litten von 747 in der ersten Hälfte des Monats Juli untersuchten Frauen 323 an Unterernährung, also nahezu die Hälfte der untersuchten.
Auch eine Studie der Organisation „Ärzte ohne Grenzen“, die den Zustand von 201 Müttern mit auf Intensivpflege angewiesenen Neugeborenen zwischen Juni 2025 und Januar 2026 untersuchte, zeigt dass mehr als die Hälfte dieser Frauen während der Schwangerschaft mit Unterernährung konfrontiert waren.
Laut dieser Untersuchung waren 90 Prozent der Neugeborenen dieser Mütter Frühgeborene, 84 Prozent untergewichtig und ihre Sterblichkeitsrate war doppelt so hoch wie die von Neugeborenen von Müttern mit angemessener Ernährung.
Dieser Bericht warnte außerdem vor den langfristigen psychischen Folgen aus den anhaltenden Bombardierungen, Vertreibung, Hunger und Trauer und betont, dass die langfristige Aussetzung schwangerer Frauen starkem Stress das Wachstum des Fötus stören und dauerhafte biologische Schäden auf künftige Generationen übertragen kann.
Diese Ergebnisse stehen im Einklang mit wiederholten Warnungen des Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen, der erklärte, dass sich die Lage der Frauen und Mädchen in den Gebieten Palästinas infolge Verschärfung der humanitären Krise, Bewegungsbeschränkungen, Zunahme der Gewalt und Mangels an finanziellen Mitteln fortlaufend verschlechterte und dass diese Bedingungen schwerwiegende Folgen für ihre körperliche und seelische Gesundheit mit sich bringen.
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