IQNA

Israelische Streitkräfte verhafteten über vierzig Palästinenser bei neuer Razzia im Westjordanland

21:15 - August 04, 2022
Nachrichten-ID: 3006596
TEHERAN (IQNA) – Militärkräfte des israelischen Regimes hatten am ersten August neue Razzien im Westjordanland veranstaltet, wobei mehr als vierzig Palästinenser verhaftet worden waren.

Der staatliche palästinensische Nachrichtendienst Wafa zitierte Quelle, nach denen die Razzien Sonntagnacht stattgefunden und bis in die frühen Morgenstunden angedauert hätten. Das berichtete Press TV .

Die Gesellschaft palästinensischer Flüchtlinge (Palestinian Prisoner Society PPS) sagte, dass über zwei Duzend Leute von schwerbewaffneten israelischen Soldaten aus der Stadt al-Khalil (Westjordanland) abgeführt und an unbekannte Orte gebracht worden seien.

Ähnliche Razzien wurden auch von Nablus und der in der Nähe gelegenen Stadt Beit Furik, wo zwei Leute verhaftet worden waren, berichtet. Wenigstens eine Person erlitt Verletzungen, nachdem israelische Streitkräfte das Feuer auf Ortsansässige, die sich der Razzia widersetzt hatten, eröffnet hatten, und war schnell in ein nahegelegenes Krankenhaus gebracht worden.

In der Provinz Jenin hatten israelische Truppen die Städte Jayyous und Sanour gestürmt und dabei mindestens vier Leute gewaltsam weggeschleppt.

In dem Gebiet um Ramallah hatten israelische Streitkräfte einen 17-jährigen Jugendlichen inhaftiert, nachdem seine Wohnung im Flüchtlingslager Jalazon gestürmt worden war.

In dem Bericht hieß es auch, dass israelische Streitkräfte einen Jugendlichen zurückgehalten hätten, nachdem sie sich einen Weg in das Flüchtlingslager Shufat im besetzten al-Quds erkämpft hatten.

Das israelische Militär veranlasst hin und wieder innerhalb des Westjordanlandes weitläufige Verhaftungskamapagnen mit der Begründung, nach bestimmten Palästinensern zu suchen.

Tausende an Palästinensern werden in israelischen Gefängnissen gefangengehalten. Hunderte sind unter dem Vorwand des behördlichen Gewahrsams, der ermöglicht, dass Palästinenser in israelischen Gefängnissen ohne Prozess oder Anklage gefangengehalten werden, inhaftiert worden.

Einige palästinensische Häftlinge befinden sich schon seit elf Jahren in behördlichem Gewahrsam.

 

Israelische Kräfte verhaften Gouverneur der palästinensischen Behörde von al-Quds

Israelische Behörden haben wieder einmal den Gouverneur der palästinensischen Behörde von al-Quds verhaftet, wodurch Adnan Ghaith innerhalb der letzten vier Jahre zum 17. Mal inhaftiert worden war.

Ghaith war am Montag verhaftet worden, nachdem seine Wohnung im Stadtteil Silwan am Rand der Altstadt von al-Quds durchsucht worden war.

Die Polizei hatte die Wohnung des Gouverneurs durchsucht und geplündert, bevor sie ihn an einen unbekannten Ort gebracht hatte.

Im August hatte der Präsident der palästinensischen Autonomiebehörde Mahmoud Abbas Ghaith, der schon seit langem ein Aktivist in der Partei Fatah gewesen war, im August 2018 zum PA Gouverneur über al-Quds ernannt.

Ebenfalls in Ost-al-Quds hatte die israelische Polizei den al-Hilal-Club in der Altstadt, der soziale und sportliche Veranstaltungen anbietet, durchsucht.

Israel hat der in Ramallah ansässigen palästinensischen Behörde verboten, in al-Quds politische Aktivitäten zu veranstalten.

Die Palästinenser wollen das besetzte Westjordanland als einen Teil ihres zukünftigen palästinensischen Staates haben und hoffen, dass Ost-al-Quds, das seit 1967 von Israel besetzt ist, die Hauptstadt des eigenständigen Staates wird.

 

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