IQNA

Der Karikaturenstreit ist das Ergebnis fehlender Informationen der westlichen Medien ueber den Islam

19:23 - May 16, 2016
Nachrichten-ID: 1779070
Die Krise, die durch die diffamierenden Karikaturen des geehrten Propheten des Islams in daenischen und anderen europaeischen Zeitungen ausgeloest wurde, ist durch die Unwissenheit ueber die Lehren des Islams durch die verantwortlichen Presseleute entstanden. Die Menschen im Mittleren und Nahen Osten sehen in Folge davon nun die skandinavische Presse als anti-islamisch an.
Wie die iranischen Koran-Nachrichtenagentur iqna unter Berufung auf die arabische Zeitung Al Watan schreibt, sagte der norwegische Journalist und Religionsforscher Jan Erik Smilodon, der derzeit fuer die libanesische Zeitung Al Nahar Artikel schreibt, die meisten derJournalisten und derjenigen die fuer die Presse in den skandinavischen Laendern (Norwegen, Schweden, Finnland und Daenemark) schreiben und arbeiten, sind nicht mit den Lehren des Islams vertraut. Sie besitzen keine ausreichenden Kenntnisse ueber islamische Kultur und Zivilisation und muessen sich durch eine Teilnahme an Sitzungen und Konferenzen mit religioesen Themen informieren und ihr Wissen ueber die Religionen ausweiten.
Smilodon sagte unter Hinweis auf die tendenzioesen und propagandistischen Artikel in einigen norwegischen Zeitungen gegen den islamischen Hidschab und das Hidschab-Verbot in norwegischen Schulen und staatlichen Einrichtungen, dass dies eine besonders negative Sicht der Muslime und der arabischen Laender bezueglich der skandinavischen und insbesondere der norwegischen Presse ausgeloest habe. Er forderte von den Verantwortlichen der Medien, dass sie eine neutrale Haltung bezueglich der Religionen einnehmen und auf Provokationen der Anhaenger verschiedener Religionen und Kulturen verzichten sollen.
Dieser norwegische Forscher machte die Feststellung, dass wenn das Thema „Holocaust“ zur Sprache kommt, alle Juden in der Welt dieses verteidigen, und stellte diesbezueglich die Frage -Aber haben die Muslime nicht das Recht ihre Religion zu verteidigen und gegen die Gleichstellung des Islams mit dem Terrorismus zu protestieren?
Dieser fuer die libanesische Zeitung Al Nahar schreibende Norweger forderte abschliessend von den skandinavischen Presseverantwortlichen, dass sie sich nicht von extremistischen Gruppen als Werkzeug gegen die Muslime ausnutzen lassen und bei ihrer Mission fuer die Verteidigung der Meinungsfreiheit, zum Frieden, gegenseitigen Respekt und friedlichen Zusammenleben beitragen sollen.
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