IQNA

22:07 - August 14, 2026
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Imam Reza (a) und Bewahrung der Originalität im Zeitalter der kulturellen Öffnung

IQNA- Ein irakischer Hochschullehrer schrieb: Am Anfang der kulturellen Öffnung im Zeitalter von Imam Reza (a), als das islamische Erbe in Gefahr geriet sich aufzulösen gründete Imam Reza (s) in Chorasan eine lebendige Schule, in der er Generationen von Gelehrten und Überlieferern ausbildete; diese bewahrte die Originalität und Architektur einer zukünftigen islamischen Zivilisation – von der „Sahifet ar-Rida“ bis zum Spektrum der Argumentationen.

IQNA: Die Dozentin an der Universität Wāsit im Irak schrieb Sadese Halawi Hamud in einem Notizbeitrag an al-Huda:

 

Imam Reza (a) und Bewahrung der Originalität im Zeitalter der kulturellen Öffnung

 

Imam Reza(a) in einer Phase kultureller Öffnung

Imam Reza (a) lebte in einer Zeit in der die islamische Gemeinschaft dabei war das Erbe von Völkern aufzunehmen, die gerade erst in die Welt des Islams eingetreten waren und am Aufbau der islamischen Zivilisation beteiligt waren. Diese kulturelle Öffnung erreichte in seiner Zeit ihren Höhepunkt; denn wenn sich die um die Originalität der islamischen Kultur Besorgten nicht in einer Weise dagegen stellten, wäre die islamische Kultur in den Kulturen fremder Völker der Auflösung anheim gefallen.

Imam Reza(a) verstand diese Gefahr zu Recht und trat ihr entgegen. Er erzog eine Generation von Gelehrten, die Bewahrer des islamischen Erbes waren; Persönlichkeiten, die die Aufgabe übernahmen die korrekte islamische Gedankenwelt in der gesamten Welt des Islams zu verbreiten und Generationen heranwuchsen ließen, die diese Botschaft in die ganze Welt übertrugen.

 

Lebendige Reza-Schule

Das Ergebnis dieser Bemühung war eine lebendige und aktive Schule in Khorasan: eine Schule bestehend aus Gelehrten und Dozenten mit einer einzigartigen missionarischen Dimension. Diese Schule zählt zu einem Teil des lebendigen Erbes von Imam Reza (a) und zu einer klar unterscheidbaren Dimension seines reichen Erbes.

Die Zahl der Überlieferer von Imam Reza (a) schwankt den vorliegenden Quellen zufolge zwischen 319 und 367. Sie waren Schüler der Schule und Absolventen dieser Lehranstalt. Der Verfasser von „Musnad al-Imam ar-Rida“ (Scheich Aziz Allah al-Atardi, Sammler der Übelieferungen von Imam Reza (a)) nannte diese Zahl 319 und erläuterte jeden von ihnen in knapper Weise, entsprechend dem was in der Überlieferungskette des Musnad enthalten ist. Scheich Tusi nannte 315 aus den Gefährten von Imam (a) und Scheich Bāqir Sharif Qurashi ( schiitischer Forscher aus dem Irak) führte ihre Zahl bis auf 367.

Ein flüchtiger Blick auf „Musnad al-Imam ar-Rida (a)“ vermittelt ein Gesamtbild von den Strömungen der Imam-Schule und den wissenschaftlichen sowie ethischen Merkmalen seiner Zeit. Darüber hinaus macht er die besondere Bereitschaft sichtbar, die die Imame der Ahl al-Bait (a) für die nahe und ferne Zukunft vorbereitet hatten; denn wer über die Gesamtheit der von ihnen überlieferten Texte und ihre Leitung zu hellen Horizonten nachdenkt, die vor den Anhängern der Ahl al-Bait (a) liegen, erkennt diese Bereitschaft sehr gut.

 

Wissenschaftliche Blüte und Zunahme der Überlieferer

Die wissenschaftliche Tätigkeit der Schiiten der Ahl al-Bait (a) nahm in dieser Zeit stark zu und wurde durch die Häufigkeit von Abhandlungen, Bewahren, Unterrichten und Überlieferung sichtbar; sie umfasste alle in jener Zeit bekannten Bereiche des Wissens. Die Zahl der Juristen und Überlieferer, die mit der Schule der Ahl al-Bait (a) verbunden waren, sowie die der Anhänger anderer islamischer Konfessionen nahm auf bemerkenswerte Weise zu; etwas das man überall im Verzeichnis der Überlieferer von Imam Reza (a) sieht.

Dieses Verzeichnis zeigt ihre Begeisterung, Wissen aus der Schule von Imam Reza (a) zu erlernen – eben diese missionarische Schule seiner Zeit. Besonders mit Blick auf die Vielfalt der wissenschaftlichen Ebenen, Verschiedenheit der Länder und unterschiedlichen wissenschaftlichen Interessen, die sich anhand der Vielfalt der Fragen und Themen der Überlieferungen von ihm offenbart.

Die Überlieferungen von Imam Reza (a) wurden darüber hinaus auch von einigen Schülern seines erhabenen Großvaters Imam Sādiq (a) und von einigen Schülern seines Vaters Imam Mūsā Kāzim (a) überliefert sowie von einer Gruppe von Gelehrten aus seiner Zeit. Die Lebensbeschreibungen der wichtigsten Gefährten und Überlieferer werden den Forschern ebenfalls zugänglich gemacht; denn in unserer Überzeugung zählen diese Lebensbeschreibungen zu den Ergänzungen der Forschung über die Schule von Ali ibn Mūsā ar-Rida (a) und machen eine wichtige Dimension seines wissenschaftlichen Lebens sowie seines geistigen und zivilisatorischen Einflusses auf die Welt des Islams, besonders auf den Osten des Islams, sichtbar.

 

Sahifet ar-Rida; Schatz der Prophetie

Eines der wichtigsten Werke von Imam Reza (a) ist die edle Schrift „Sahifet ar-Rida“, die eine Gruppe von Überlieferern „Musnad al-Imam ar-Rida“ nannte. Dieser Name ist näher an seiner hohen Stellung als Buch; denn er enthält Berichte, die Imam (a) von seinem Großvater, dem Gesandten Allahs, dem Propheten Muhammad (s) und seinen erhabenen Vätern, den Ahl al-Bait (a) überlieferte. Einige Gelehrte bestätigen ausdrücklich die Zuschreibung dieser Schrift an Imam Reza (a).

Dieses Werk ist jedenfalls ein Schatz unter den Schätzen der Prophetie und ein erhabenes Erbe der Ahl al-Bait (a) und in Bezug auf die Überlieferungskette erreicht es den höchsten Grad an Ehre und Glanz.

Das Erbe von Imam Reza (a) ist ein in jeder Hinsicht vollständiges Vorbild, um die Größe des Erbes der Ahl al-Bait (a) zu zeigen, sowie die Vielfalt seiner Ziele und geistigen sowie wissenschaftlichen Grundlagen. Es ist ein lebendiges Erbe, das sowohl dazu beitrug die Originalität der islamischen Kultur zu bewahren als auch Grundlage für eine zivilisatorische Ordnung für die kommenden Generationen schuf.

 

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