IQNA

20:55 - August 14, 2026
Nachrichten-ID: 3015257

Menschenrechtsorganisationen fordern Freilassung von 35 schiitischen Ägyptern

IQNA- Menschenrechtsorganisationen forderten die ägyptischen Behörden auf 36 Schiiten freizulassen. Sie wurden vor Aschura festgenommen.

IQNA: 15 Menschenrechtsorganisationen forderten die ägyptischen Behörden auf 36 schiitische Muslime, darunter den Journalisten Mohammed Haidar Qandil freizulassen. (Quelle: Schafaqna Arabic)

 

Menschenrechtsorganisationen fordern Freilassung von 35 schiitischen Ägyptern

 

Laut einer Erklärung dieser Organisationen begannen die Festnahmen am 22. Juni, wobei mindestens sechs schiitische Muslime in ihren Wohnungen festgenommen wurden. Später am selben Tag wurde Qandil. Er war als Journalist den ganzen Tag damit beschäftigt die Festnahmen ägyptischer schiitischer Muslime vor den Aschura-Zeremonien zu dokumentieren und wurde vor den Büros der Zeitung Al-Dustur im Stadtteil Dokki in der Provinz Gizeh festgenommen und an einen unbekannten Ort gebracht.

Diese Organisationen erklärten, dass Polizeikräfte in den darauffolgenden Tagen religiöse Gebetsstätten im Viertel Sayyida Zainab angriffen.

Laut der Erklärung der Menschenrechtsorganisationen gab es mehr als 20 Tage lang keine Nachrichten über die Festgenommenen und ihnen wurde nicht gestattet Kontakt zu ihren Familien oder Rechtsanwälten aufzunehmen.

Diese Organisationen erklärten, dass die Oberstaatsanwaltschaft für Staatssicherheit Ägyptens Qandil der Führung und Finanzierung einer terroristischen Organisation beschuldigte, während die übrigen der Mitgliedschaft in einer terroristischen Gruppe beschuldigt wurden. Von den 36 Personen, die zwischen dem 14. und 20. Juli verhört wurden, ordnete die Staatsanwaltschaft für Staatssicherheit die Freilassung einer Person an und ließ die 35 anderen bis zum Abschluss der Ermittlungen für 15 Tage in Haft. Am 27. und 28. Juli verlängerte die Staatsanwaltschaft die Untersuchungshaft von 32 der Festgenommenen bis zum Abschluss der Ermittlungen.

Diese Organisationen verwiesen auf den Zeitpunkt der Festnahmen, die unmittelbar vor und während der Gedenkveranstaltungen zu Aschura erfolgten und äußerten ihre Besorgnis darüber, dass die Festgenommenen möglicherweise aufgrund ihrer religiösen Identität sowie Ausübung ihrer Rechte auf Religions- und Glaubensfreiheit, freie Meinungsäußerung und friedliche Versammlung ins Visier genommen wurden.

Diese Menschenrechtsorganisationen betonten, dass die Anwendung von Antiterrorgesetzen gegen Angehörige einer religiösen Minderheit und gegen Journalisten aufgrund von Aktivitäten im Zusammenhang mit ihren Überzeugungen, religiösen Praktiken oder ihrem Recht auf freie Meinungsäußerung die Gefahr birgt friedliche Handlungen zu kriminalisieren.

Diese Organisationen betonten, dass schiitische Muslime in Ägypten bei Ausübung ihrer religiösen Riten häufig Einschränkungen ausgesetzt sind, insbesondere während der Gedenkveranstaltungen zu Aschura. Zu diesen Einschränkungen gehören wiederholte Schließung der Imam-Husain-Moschee (a.) und Verhinderung des Zugangs der Gläubigen zu diesem Ort.

Diese Organisationen forderten die ägyptischen Behörden auf unverzüglich Maßnahmen zum Schutz der Rechte und der Sicherheit der festgenommenen Personen zu ergreifen.

 

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Stichworte: Ägypten ، Freilassung ، Schiiten ، Journalisten
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