
IQNA-Korrespondent: Der Sprecher des Außenministeriums Esmail Baqaei sagte auf seiner wöchentlichen Pressekonferenz mit Journalisten am Morgen des 8. Juni im Außenministerium in Antwort auf eine Frage zu den Angriffen des zionistischen Regimes in der vergangenen Nacht auf einige Orte der Islamischen Republik Iran und zu Äußerungen des US-Präsidenten wonach er von diesen Angriffen nichts gewusst habe und nach Beginn der iranischen Antwort die Zionisten aufforderte ihre Angriffe einzustellen: Niemand glaubt diese Behauptung, dass eine solche Aktion ohne vorherige Koordination und Zusammenarbeit zwischen USA und dem zionistischen Regime durchgeführt worden sei.
Er verwies auf die offiziellen Positionen Washingtons gegenüber dem aufgezwungenen Krieg gegen Iran und erklärte: Wir können die Tatsache nicht ignorieren, dass die USA selbst ausdrücklich die Unterstützung des zionistischen Regimes als einen der Hauptgründe für die Auferlegung dieses Krieges gegen die Islamische Republik Iran nannten. Dieses Thema ist in den offiziellen Positionen der US-Regierung festgehalten und bekanntgegeben worden und daher kann man keine Trennung zwischen den Handlungen des zionistischen Regimes und der Unterstützung der USA vornehmen.
Baqaei fügte hinzu: Auch jetzt zeigen die vorhandenen Informationen und Belege trotz einiger von US-Beamten vorgebrachter Behauptungen, dass die USA und CENTCOM in verschiedenen Bereichen, insbesondere im offensiven und defensiven Bereich in vollständiger Koordination und Zusammenarbeit mit dem zionistischen Regime stehen und dieses Regime unterstützen.
Der Sprecher des Außenministeriums fuhr fort: Dass gesagt wird das zionistische Regime höre nicht einmal auf die USA und begehe solche Verbrechen unabhängig von den Wünschen Washingtons oder sogar mit dem Ziel, US-Beamte zu demütigen ist eine Diskussion, über die man immer sprechen kann, aber was für uns wichtig ist, ist die klare und eindeutige Verantwortung der USA.
Er wies auf die Waffenstillstandsvereinbarung zwischen den beteiligten Parteien hin und betonte: Die USA tragen als eine der Parteien der Waffenstillstandsvereinbarung eine klare und unbestreitbare Verantwortung für die Aufrechterhaltung dieses Abkommens. Daher wird jedes Ereignis das in der Region geschieht und in irgendeiner Weise als Verletzung des Waffenstillstands betrachtet wird, ob in Form direkter Aktionen der USA oder durch das zionistische Regime Washington zugerechnet werden.
Baqaei sagte: Wenn die USA direkt durch Angriffe auf iranische Handelsschiffe, durch Übergriffe auf die Interessen und die Sicherheit des Landes oder durch ähnliche Maßnahmen eine Verletzung des Waffenstillstands verursachen ist ihre Verantwortung klar. Ebenso wird, wenn das zionistische Regime im Libanon oder in unserer Region mit Unterstützung, Koordination oder Komplizenschaft der USA aggressive Maßnahmen ergreift, die direkte Verantwortung bei den USA liegen.
Er betonte: Aus Sicht der Islamischen Republik Iran ist die Verantwortung der USA für die jüngsten Entwicklungen und die Angriffe des zionistischen Regimes in der vergangenen Nacht vollkommen eindeutig und Washington kann sich nicht durch die Behauptung von Unwissenheit oder fehlender Koordination von den Folgen dieser Handlungen freisprechen.
Der Sprecher des Außenministeriums erklärte: Die USA sind für ihre Rolle bei der Unterstützung des zionistischen Regimes und für Folgen der Verschärfung der Spannungen in der Region verantwortlich und die volle Verantwortung für die Konsequenzen jeder Verletzung des Waffenstillstands und jeder destabilisierenden Handlung übernehmen.
Baqaei erklärte in Antwort auf eine Frage zum Einfluss der Angriffe der vergangenen Nacht auf den Verlauf der Verhandlungen: Die jüngsten Entwicklungen erhöhten ohne Zweifel das Niveau des Misstrauens und machten die bestehende Atmosphäre komplizierter. Iran hatte bereits zuvor unter Bedingungen voller Skepsis Botschaften mit den USA ausgetauscht und die neuen Ereignisse verschärften diese Situation.
Nach seinen Worten können die Handlungen des zionistischen Regimes in der Region nicht von den Politiken und Ansätzen der USA getrennt werden und die widersprüchlichen Positionen und teilweise unklaren Botschaften Washingtons verursachten ebenfalls Verwirrung und Störungen im diplomatischen Prozess. Die Ereignisse der vergangenen 24 Stunden können diese instabile Situation noch weiter beeinflussen.
Baqaei sagte auch über die Fortsetzung der Auseinandersetzungen und Art der Reaktion Irans: Die Islamische Republik Iran wird die notwendigen Maßnahmen entsprechend den Erfordernissen der nationalen Interessen und der Sicherheitsanforderungen des Landes ergreifen. Iran wird nicht zulassen, dass das zionistische Regime und die USA fortwährend Aggressionen und Übergriffe begehen und anschließend nur mit allgemeinen Erklärungen über einen Waffenstillstand versuchen die Situation zu managen. Alle Institutionen des Systems sowie das iranische Volk sind vollständig auf jede mögliche Situation vorbereitet.
Er stellte fest, dass wenn die Philosophie und Hauptziele der Verhandlungen beschädigt werden die Fortsetzung dieses Prozesses ebenfalls mit größeren Schwierigkeiten verbunden sein wird.
Baqaei betonte, dass Diplomatie und das Feld zwei einander ergänzende Wege zur Sicherung der Interessen der Islamischen Republik Iran sind und sagte: Jedes dieser beiden Instrumente wird an seinem jeweiligen Platz zum Schutz der Interessen des Landes eingesetzt und wann immer es die Notwendigkeit erfordert werden auch die Streitkräfte ihre Rolle und Verantwortung erfüllen.
In Antwort auf eine Frage zum jüngsten Bericht des Generaldirektors der Internationalen Atomenergie-Organisation gegen Iran und Möglichkeit der Verabschiedung einer Resolution auf der Sitzung des Gouverneursrats erklärte Baqaei: Die Islamische Republik Iran ist auf jedes mögliche Szenario und jede mögliche Entwicklung vollständig vorbereitet und sieht für jede Maßnahme eine entsprechende Antwort vor.
Er verwies auf die Verantwortlichkeiten des Generaldirektors der Organisation sowie auf Stellung von Personen, die auf internationaler Ebene für wichtige Ämter wie das Amt des Generalsekretärs der Vereinten Nationen kandidieren und betonte: Von solchen Personen wird erwartet, dass sie ihre Aufgaben mit einem verantwortungsvollen, professionellen und unparteiischen Ansatz erfüllen. Laut dem Sprecher des Außenministeriums beharrt der Generaldirektor der Organisation weiterhin auf einem unproduktiven und unangemessenen Kurs und beschäftigt sich anstatt die Hauptursachen für die Entstehung der gegenwärtigen Situation zu beachten lediglich mit deren Folgen und Anzeichen.
Baqaei fügte hinzu: Wenn die Verantwortlichen der Organisation tatsächlich Besorgnis über die gegenwärtigen Umstände äußern sollten sie jene Parteien zur Rechenschaft ziehen die die Grundlage für diese Situation schufen. Er betonte, dass die US-zionistischen Angriffe auf die iranischen Nuklearanlagen der Hauptgrund für die aktuelle Situation sind, die Organisation jedoch bislang keine klare Position zu diesem aggressiven Akt einnahmen.
Der Sprecher des Außenministeriums erklärte unter Kritik an dem was er „doppelte Standards“ im Umgang mit dem iranischen Nukleardossier nannte: Diese Art von Stellungnahmen und Schweigen gegenüber einigen Handlungen verstärken den Verdacht, dass der Generaldirektor der Organisation beabsichtigt erneut mit einem politischen Blick auf das friedliche Nuklearprogramm Irans zu schauen; ein Ansatz, der nicht nur nicht zur Lösung der Probleme beiträgt, sondern auch den Verlauf der Zusammenarbeit mit weiteren Herausforderungen konfrontieren kann.
Baqaei erklärte als Reaktion auf Berichte einiger Medien über den Vorwurf das zionistische Regime habe die USA ausspioniert: Solche Handlungen seitens des zionistischen Regimes sind nichts Unerwartetes. Für die öffentliche Meinung und internationale Beobachter ist es bemerkenswert, dass nach diesen Berichten sogar US-Beamte Ziel von Spionageaktionen dieses Regimes wurden.
Der Sprecher des Außenministeriums sagte, dass das zionistische Regime keinerlei Glauben an diplomatische Prozesse hat, die zu einer Verringerung der Spannungen und Schaffung von Stabilität und Ruhe führen können und erklärte: Eine Untersuchung der Handlungen dieses Regimes in den vergangenen Jahren zeigt, dass es stets offen als ein zerstörerischer Akteur auftrat und auf dem Weg jedes diplomatischen Versuchs zur Lösung von Differenzen Hindernisse schuf.
Er betonte: Die Behandlung dieses Themas und der daraus resultierenden Differenzen ist eine Angelegenheit, die zwischen den USA und dem zionistischen Regime geklärt werden muss. Baqaei fügte jedoch hinzu, dass die Weltöffentlichkeit aus der Veröffentlichung solcher Berichte die notwendigen Schlüsse und Ergebnisse ziehen wird und mehr als zuvor erkennen wird welche Partei aktiv daran arbeitet diplomatische Prozesse zu zerstören und Hindernisse auf dem Weg zur Lösung von Problemen durch Dialog zu schaffen.
Er sagte als Reaktion auf Berichte über Lieferung eines Luftverteidigungssystems an die Vereinigten Arabischen Emirate durch Ägypten: Die ägyptischen Behörden wissen sehr wohl, dass der Erwerb von Ansehen und Stellung auf regionaler und internationaler Ebene durch genaue Unterscheidung zwischen Freund und Feind erreicht wird, nicht durch Bedrohung eines islamischen Landes das dem zionistischen Regime gegenübersteht. Wir sahen diese Berichte, aber die Islamische Republik Iran hat keinen Konflikt mit Ägypten und auch mit keinem anderen Land in der Region.
Der Sprecher des Außenministeriums fuhr fort: Leider ist es so, dass einige Länder der Region erlaubten ihr Territorium und ihre Souveränität für Durchführung von Maßnahmen gegen ein muslimisches Land zu nutzen.
Er fügte hinzu: Ich empfehle allen Ländern denen die islamische Welt am Herzen liegt darauf zu achten nicht bewusst oder unbewusst auf einen Weg zu geraten der zur Stärkung der Ziele des Feindes und Gießen von Wasser auf seine Mühlen führt.
Baqaei sagte in Antwort auf eine Frage zur Bereitschaft Irans für einen Krieg: Die Streitkräfte der Islamischen Republik Iran zeigten im praktischen Feld wie sie im Bedarfsfall die Integrität des Landes verteidigen werden.
Er erklärte als Reaktion auf einen Reuters-Bericht über die Übertragung oder Abtretung eines Teils der eingefrorenen iranischen Vermögenswerte an Länder der Region: Dieses Thema ist Teil des Medienkriegs der Gegenseite. Seinen Worten zufolge sind solche Behauptungen lächerlich und Iran ist in dieser Angelegenheit Gläubiger gegenüber Ländern, die in irgendeiner Weise an der Aggression der USA und des zionistischen Regimes beteiligt waren und diese Forderungen werden auf jede Weise verfolgt werden.
Baqaei betonte, dass die eingefrorenen Gelder weiterhin im Rahmen der Verhandlungen verfolgt werden und dass die Islamische Republik Iran in dieser Angelegenheit keinerlei Nachgiebigkeit zeigen wird.
Der Sprecher des Außenministeriums sagte weiter über die Koordination zwischen den staatlichen Ebenen des Landes und dem Verhandlungsteam: Die Interaktionen und Koordinationen befinden sich auf einem sehr zufriedenstellenden Niveau und dieser Prozess wird auch in Zukunft weiter gestärkt werden. Er fügte hinzu, dass das Land ohne diese wirksame Koordination den Umgang mit Aggressionen, sowohl im operativen Bereich als auch im Bereich der Diplomatie und der Regierungsführung nicht auf diese Weise hätte bewältigen können.
Baqaei sagte auch über den Prozess des Nachrichtenaustauschs zwischen den Parteien: Dieser Prozess dauert weiterhin an und auch die Reise des pakistanischen Innenministers nach Teheran erfolgte in diesem Rahmen und mit dem Ziel zur Fortsetzung der Gespräche beizutragen.
Er erklärte in einem anderen Teil seiner Ausführungen über die gegenwärtigen Bedingungen und Entwicklungen in der Region: Diplomatische Konsultationen sind unter allen Umständen eine natürliche Angelegenheit und die Islamische Republik Iran zeigte in den vergangenen zwei Monaten bemerkenswerte Zurückhaltung. Iran war mit zahlreichen Verletzungen des Waffenstillstands konfrontiert, die in einigen Fällen mit der Rolle der USA, des zionistischen Regimes und einiger Länder der Region verbunden waren.
Der Sprecher des Außenministeriums betonte unter Hinweis auf die jüngsten Maßnahmen Irans: Die von Iran durchgeführte Maßnahme war vollständig defensiv und im Einklang mit der Charta der Vereinten Nationen. Die Aussagen amerikanischer Beamter über Unwissenheit hinsichtlich einiger Angriffe werfen die Möglichkeit auf, dass entweder das zionistische Regime die USA täuscht oder eine Art Koordination und Aufgabenverteilung zwischen ihnen besteht; angesichts der vorhandenen Belege erscheint die zweite Option wahrscheinlicher.
Baqaei erklärte als Reaktion auf die Vorwürfe des libanesischen Premierministers gegen Iran: Die Position der Islamischen Republik Iran in dieser Angelegenheit ist vollkommen klar. Wir betrachten uns als Freunde des libanesischen Volkes und sind der Ansicht, dass der einzige Weg zur Bewahrung der nationalen Sicherheit dieses Landes die Stärkung und Schutz der nationalen Einheit gegenüber Aggressoren ist.
Er fügte hinzu: Jede Maßnahme die diese Einheit beschädigt wird nicht im Interesse Libanons sein und im Gegenzug wird jede Maßnahme unterstützt die zur Bewahrung der Stabilität und Einheit dieses Landes beiträgt. Die Islamische Republik Iran wird keine Anstrengung scheuen um zur Bewahrung Libanons beizutragen.
Er erklärte als Reaktion auf falsche Berichte über ein angebliches Zielnehmen Saudi-Arabiens durch Iran: Die Streitkräfte der Islamischen Republik Iran geben jedes Ziel das sie angreifen offen und klar bekannt. Auch in diesem Fall wurde von unserer Seite keinerlei Erklärung oder offizielle Bekanntmachung abgegeben.
Der Sprecher des Außenministeriums sagte unter Hinweis auf das Thema False-Flag-Operationen: Wir warnten stets vor solchen Szenarien. Während des Ramadan-Krieges sowie auch bei Entwicklungen des vergangenen Jahres führten das zionistische Regime und einige andere Parteien solche False-Flag-Operationen durch.
Er betonte: Die Islamische Republik Iran gibt jede ihrer offiziellen Maßnahmen ohne Zweideutigkeit und öffentlich bekannt und solche Behauptungen Iran zuzuschreiben ist unbegründet.
Er erklärte über die Situation der Widerstandsgruppen im Irak: Die Position der Islamischen Republik Iran gegenüber der Regierung des Irak und nationalen Souveränität dieses Landes ist klar. Die Bewahrung der nationalen Sicherheit und territorialen Integrität des Irak wird von uns sowohl als rechtliches Prinzip als auch als Teil der Erfordernisse zur Wahrung der nationalen Sicherheit Irans respektiert und betont.
Der Sprecher des Außenministeriums fügte hinzu: Die irakischen Widerstandsgruppen spielten als Teil der sozialen und politischen Struktur dieses Landes eine wichtige Rolle bei der Verteidigung des Irak gegen den Terrorismus und dies ist eine Realität, die die Völker der Region in Erinnerung behalten werden.
Er fuhr fort: Alle Länder und Strömungen denen die Sicherheit und Stabilität in der Region am Herzen liegen zogen zweifellos wichtige Lehren aus den Entwicklungen der letzten drei Monate und insbesondere aus den Ereignissen der vergangenen 24 Stunden. Seinen Worten zufolge möchte weder ein Volk noch irgendein Teil der Länder der Region, dass ihnen instabile und spannungsreiche Bedingungen aufgezwungen werden oder dass sich die bitteren Erfahrungen der Vergangenheit wiederholen.
Der Sprecher des Außenministeriums erklärte über den Grund der Konsultationen von Seyed Abbas Araghchi mit seinen Amtskollegen in verschiedenen Ländern: Nicht angekündigte Kontakte dauern weiterhin an und auch die offiziellen Kontakte sind klar und eindeutig. Das Ziel dieser Konsultationen ist, dass die internationale Gemeinschaft weiß, dass die jüngsten Ereignisse das Ergebnis der Verletzung des Waffenstillstands durch die USA und das zionistische Regime waren und dass sie sich der Folgen dieser Handlungen bewusst sein müssen; Folgen, die nicht nur auf die Region beschränkt bleiben werden.
Baqaei fügte hinzu: Die Gleichgültigkeit einiger europäischer Länder führte dazu, dass das zionistische Regime in der Frage Libanons mutiger wurde und infolgedessen nahmen die Sorgen über eine mögliche Ausweitung des Konflikts zu. Der einzige Weg diese Situation zu verhindern besteht darin, dass alle Länder die behaupten dem Recht verpflichtet zu sein ihren Verantwortlichkeiten gegenüber den Entwicklungen in der Region nachkommen.
Der Sprecher des Außenministeriums sagte in einem anderen Teil seiner Ausführungen über die Reise des pakistanischen Innenministers nach Teheran: Das Hauptziel und Hauptphilosophie dieser Gespräche war Gewissheit über ein Ende des Krieges in der Region, einschließlich im Libanon. Das zionistische Regime versucht mit den Maßnahmen die es ergriff und die nach unserer Auffassung nicht ohne Koordination mit den USA erfolgten jeden diplomatischen Prozess zu zerstören und es ist natürlich, dass diese Aktionen die Gesprächswege beeinflussen.
Baqaei stellte außerdem klar: Die Reise des pakistanischen Innenministers erfolgte im Rahmen der Vermittlerrolle dieses Landes und von ihm wurde auch eine wichtige Botschaft an die Präsenz des Oberhaupts übermittelt.
Er erklärte als Reaktion auf Anschuldigungen albanischer Behörden gegen Iran bezüglich der Situation dieses Landes: Vielleicht wird als Nächstes behauptet, dass sogar Flamingos iranische Sicherheitsagenten gewesen seien! Solche Anschuldigungen gegen die Islamische Republik Iran sind ein wiederkehrendes und klischeehaftes Muster, das gewöhnlich von jeder Regierung vorgebracht wird, um sich dem zionistischen Regime anzunähern.
Der Sprecher des Außenministeriums fügte hinzu: Die Menschen in Albanien haben sicherlich ein hohes Verständnis und wissen sehr gut, dass solche Anschuldigungen ein Versuch sind Verantwortung abzuwälzen und die inneren Probleme dieses Landes zu verdecken.
Er fuhr fort: Dass einige Regierungen zuließen, dass sich eine terroristische Gruppe auf ihrem Territorium niederlässt zeigt, dass sie es vorzog durch Anschuldigungen gegen Iran das Problem aus der Welt zu schaffen, anstatt sich mit den wirklichen Forderungen ihrer eigenen Bevölkerung zu befassen.
Baqaei betonte: Die Menschen in Albanien sind sich dessen bewusster als man vielleicht annimmt und sie akzeptieren solche Darstellungen nicht so leicht.
Baqaei erklärte als Reaktion auf Äußerungen von Lindsey Graham, der die Politik „Israel zuerst“ betont hatte: Eines der Probleme der herrschenden Elite in den USA ist, dass sie im Griff von Leuten gefangen ist, die stark Krieg befürwortend sind und denen moralische Rücksichten fehlen; Leute die in den vergangenen zwei Jahrzehnten ihre kriegerischen Ansichten durchsetzen konnten.
Der Sprecher des Außenministeriums fügte hinzu: Gleichzeitig beobachten wir eine zunehmende Opposition in der US-Gesellschaft gegen diese Ansätze. Seinen Worten zufolge hatte die US-Führung zuvor behauptet die endlosen Kriege beenden zu wollen, geriet in der Praxis jedoch erneut in denselben Kreislauf endloser Kriege.
Baqaei fuhr fort: Diese Kriege verursachen nicht nur militärische Kosten, sondern haben auch weitreichendere Folgen, darunter beispiellose Menschenrechtsverletzungen und letztlich müssen die Verantwortlichen des zionistischen Regimes und der USA für diese Handlungen zur Rechenschaft gezogen werden.
Er erklärte als Reaktion auf einen Bericht, wonach Iran der Verlagerung von Uran ins Ausland zustimmte: Die Verhandlungen konzentrieren sich ausschließlich auf das Thema der Beendigung des Krieges und derzeit werden Details im Zusammenhang mit den Dimensionen des iranischen Nuklearprogramms nur auf Ebene medialer Spekulationen diskutiert. In dieser Phase stehen solche Gespräche grundsätzlich nicht auf der Tagesordnung und wenn der Verhandlungsprozess zu einem Ergebnis führt, kann das Nuklearthema in späteren Phasen geprüft werden. Was derzeit in den Medien erwähnt wird ist lediglich Spekulation.
Baqaei sagte weiter als Reaktion auf die Entscheidung der USA einigen Mitgliedern der iranischen Nationalmannschaft kein Visum zu erteilen: Die vergangene WM in Katar war eine geordnete und positive Erfahrung, aber in der neuen Periode erleben wir leider eine Politisierung eines der größten Sportereignisse der Welt.
Er fügte hinzu: Wir danken Mexiko für die Ausrichtung der iranischen Nationalmannschaft, aber die Maßnahmen der USA müssen im Rahmen feindlicher Ansätze gegen das iranische Volk analysiert werden. Die Nationalmannschaft sollte ohne Diskriminierung und psychischen Druck an diesen Wettbewerben teilnehmen, während ein Teil der FIFA-Bestimmungen bislang ebenfalls verletzt wurde. Er äußerte Bedauern darüber, dass selbst der Bereich des Sports nicht vor diskriminierendem Verhalten verschont blieb.
Der Sprecher des Außenministeriums sagte auch über die Wahl der nichtständigen Mitglieder des Sicherheitsrats: Die Aufnahme von fünf neuen Ländern in die Zusammensetzung dieses Rates kann seine Herangehensweisen beeinflussen und wir hoffen, dass diese Veränderungen zur Stärkung der Rolle des Rates bei der Wahrung von internationalem Frieden und Sicherheit führen werden.
Während er den gewählten Ländern, darunter Kirgisistan und Simbabwe, gratulierte, verwies er auf die Nichtwahl Deutschlands und sagte: Diese Angelegenheit zeigt die Aufmerksamkeit der internationalen Gemeinschaft gegenüber der Politik dieses Landes in den vergangenen Jahren, insbesondere in Bezug auf die Entwicklungen in Palästina und einige Positionen im Zusammenhang mit Iran und wir hoffen, dass Deutschland aus dieser Erfahrung lernt.
Baqaei erklärte in einem anderen Teil seiner Ausführungen über die Handelsbeziehungen zwischen Iran und Pakistan: Die diplomatischen Kooperationen zwischen den Ländern sind ein fortlaufender Prozess und um Veränderungen in den wirtschaftlichen Beziehungen zu schaffen ist die Fortsetzung und Ausweitung offizieller Besuche notwendig. Diese Interaktionen sind nicht nur zeremoniell und auch der diplomatische Apparat verfolgt ihre Stärkung.
Er sagte weiter über die Entwicklungen in der Region und die Rolle Irans: Iran hatte im Voraus vor den Entwicklungen gewarnt und betont, dass das Territorium der Länder der Region nicht für Maßnahmen gegen Iran missbraucht werden darf, doch trotz dieser Warnungen wurden einige Maßnahmen ergriffen. Dennoch betont die Islamische Republik Iran weiterhin die Notwendigkeit gemeinsamer Anstrengungen zur Schaffung einer sicheren Region.
Der Sprecher des Außenministeriums sagte als Reaktion auf den Angriff auf den Libanon gleichzeitig mit einigen diplomatischen Bewegungen: Die Anwesenheit des pakistanischen Innenministers in Teheran diente der Erleichterung des Nachrichtenaustauschs und der Förderung der Gespräche, aber das zionistische Regime stört jedes Mal den Prozess wenn es spürt, dass sich ein Prozess zu entwickeln beginnt.
Er erklärte auch in Antwort auf die Vorwürfe des Generaldirektors der Internationalen Atomenergie-Organisation: Iran kam als verpflichtetes Mitglied des NPT-Vertrags stets seinen Verpflichtungen nach. Seinen Worten zufolge sind die bestehenden Probleme in der Arbeit der Organisation auf die aggressiven Handlungen der USA und des zionistischen Regimes zurückzuführen und der Fokus der Organisation sollte darauf liegen diese Parteien zur Rechenschaft zu ziehen, nicht darauf die Anschuldigungen gegen Iran zu wiederholen.
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