IQNA

15:55 - June 21, 2026
Nachrichten-ID: 3014942

Forderung an Gouverneurin von Arizona antiislamisches Gesetzesvorhaben aufzuheben

IQNA- Ein Gesetzentwurf im Bundesstaat Arizona zielt darauf ab die Anwendung des „Scharia Rechts“ (islamisches Rechtswesen) zu verbieten und stieß auf scharfe Kritik einer muslimischen Interessenvertretung.

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IQNA: Die Arizona‑Filiale des Council on American‑Islamic Relations (CAIR‑Arizona) erklärte, dass der vom Parlament von Arizona verabschiedete anti‑muslimische Hassgesetzentwurf, der das „Scharia‑Recht“ ins Visier nimmt, auf Fehlinformationen und Vorurteilen beruht und zu zunehmender Feindseligkeit gegenüber der muslimischen Gemeinschaft in Arizona führen wird. (Quelle CAIR.com)

CAIR‑Arizona forderte Gouverneurin Katie Hobbs auf dieses Gesetz zu votieren und warnte, dass dieses Gesetz die Muslime in Arizona diffamiert, die Religionsfreiheit schwächt und die falsche Botschaft sendet, dass die Staatsregierung bereit ist eine religiöse Minderheitengemeinschaft zu politischen Zwecken herauszugreifen.

Dieses Gesetz wurde verabschiedet obwohl es keinerlei Beweise dafür gibt, dass US‑Gerichte durch religiöse Rechtssysteme ersetzt werden oder dass die „Scharia“ eine Bedrohung für die Einwohner Arizonas oder die Verfassung der USA darstellt.

Der Geschäftsführer des Council on American‑Islamic Relations in Arizona Azza Abu‑Seif sagte in einer Erklärung: Dieses Gesetz dient weder dem Schutz der Verfassung noch dem Schutz der Familien in Arizona. Dieses Gesetz dient der Erzeugung von Angst und dem Ausnutzen alter Mythen über den Islam und die Muslime für politische Interessen. Indem ein falsches Zerrbild des „Scharia‑Rechts“ hervorgehoben und eine ganze religiöse Tradition als Bedrohung dargestellt wird, legitimieren die Gesetzgeber anti‑muslimische Vorurteile und senden die Botschaft, dass die Muslime in Arizona in gewisser Weise weniger akzeptiert werden als ihre Nachbarn.

Sie fügte hinzu: Maßnahmen dieser Art existieren nicht im luftleeren Raum. Sie tragen dazu bei ein Klima zu schaffen in dem Diskriminierung, Belästigung und sogar Gewalt gegen Muslime wahrscheinlicher werden. Die gewählten Vertreter Arizonas sollten daran arbeiten Gemeinschaften zu vereinen und die auf der Verfassung beruhende Religionsfreiheit zu verteidigen anstatt ein Gesetz voranzutreiben das eine Minderheitsreligion diffamiert.

Er fuhr fort: Wir fordern Gouverneurin Hobbs auf dieses spaltende und unnötige Gesetz abzulehnen und den Gesetzentwurf zu votieren. Arizona sollte die Religionsfreiheit den gleichen Schutz unter dem Gesetz und das Prinzip verteidigen, dass keine Gemeinschaft wegen ihres Glaubens politisch angegriffen werden darf.

Sie merkte an, dass der jüngste Bürgerrechtsbericht dieser in Washington D.C. ansässigen Bürgerrechtsorganisation im Jahr 2025 insgesamt 8683 Beschwerden über anti‑muslimische Voreingenommenheit registrierte, was die höchste von dieser Organisation erfasste Zahl seit Beginn der Veröffentlichung ihrer Bürgerrechtsberichte im Jahr 1996 ist.

Im vergangenen Monat würdigte CAIR die demokratischen Mitglieder des Kongresses, die während einer Anhörung des Justiz‑Unterkomitees des Repräsentantenhauses zum Thema „Scharia‑Recht“ die amerikanischen Muslime und die auf der Verfassung beruhende Religionsfreiheit verteidigten. CAIR verurteilte zudem republikanische Mitglieder und Zeugen, weil sie anti‑muslimische Angstmacherei und gefährliche Diffamierungstaktiken inmitten einer Zunahme anti‑muslimischer Hassvorfälle im ganzen Land förderten.

CAIR hatte zuvor die sogenannte „American Society Without Sharia“, die diese Sitzung organisiert hatte, als eine anti‑muslimische Hassgruppe bezeichnet nachdem mehrere Teilnehmer dieser Sitzung öffentlich ein Verbot religiöser Praktiken die Ausweisung von Muslimen aus den USA oder gezieltes Vorgehen gegen wichtige muslimische Organisationen und Gemeinschaften forderten.

 

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Stichworte: CAIR ، diskriminierung
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