IQNA

Ehefrau eines Märtyrer-Kämpfers der Hisbollah:

Libanesische Volks mit festem Glauben und unerschütterlicher Hoffnung

11:10 - June 27, 2026
Nachrichten-ID: 3014973
Teheran (IQNA)- Houra Yassin ist überzeugt: Wir alle gehören zuallererst der Schule von Karbala an; einer Schule die uns Kraft und Geduld verlieh! Die aufopferungsvollen libanesischen Familien sind heute Verkörperung der Lektionen von Karbala – in Bezug auf Opfer von Leben, Besitz und Kindern. Genau diese Kraft des Glaubens erleichterte es uns die Prüfungen zu ertragen, damit das Erbe des Widerstands mit Hoffnung und Vertrauen auf den allmächtigen Gott bewahrt bleibt.

Die Medienpersönlichkeit des globalen Senders Al-Kawthar und Ehefrau des des Kämpfers der libanesischen Hisbollah und Märtyrers Mohammad Baqir Ali Karaki Houra Yassin äußerte im Gespräch mit IQNA ihre Ansichten zur Rolle der Medien bei der Stärkung der Familie, Erfahrung des Lebens in der Märtyrerfamilie, Widerstandsfähigkeit des libanesischen Volkes gegenüber der Aggression des zionistischen Regimes und Stellenwert des Widerstands in der libanesischen Gesellschaft.

Die Sendung „Eine Tasse Kaffee“ ist eine Produktion des globalen Senders Al-Kawthar, die sich mit einem familiären und sozialen Ansatz mit Fragen rund um Familie, Lebensstil, Erziehung, soziale Beziehungen und kulturelle Themen der islamischen Welt befasst und ein breites Publikum in verschiedenen arabischen und islamischen Ländern gewinnen konnte.

IQNA: Sie befassen sich beim globalen Sender Al-Kawthar und in der Sendung „Eine Tasse Kaffee“ mit Familien- und Gesellschaftsthemen. Welche Rolle spielen Ihrer Meinung nach die Medien bei der Bewahrung der Hoffnung und Stärkung der Familien in einer Zeit in der die Region mit zahlreichen Krisen und Kriegen konfrontiert ist?

Die Medien nehmen heute einen großen Teil unseres Lebens ein und wurden fast zu einem der grundlegenden Instrumente für den Zugang zu Informationen und Nachrichten. Aufgrund ihrer Bedeutung versuchen die Feinde über die Medien den Kreisen die den Widerstand unterstützen Schaden zuzufügen, ihre Moral zu schwächen und Verunsicherung unter ihnen zu stiften.

Daher kann die Aufmerksamkeit für die Steigerung der Medienaktivität, deren Verbesserung und deren richtige Ausrichtung eine wichtige Rolle bei der Stärkung der Solidarität zwischen den Kräften des Widerstands und ihrem Volk spielen; sie kann auch die Wahrheit enthüllen und die falschen Narrative sowie feindlichen Medien neutralisieren.

Die Medien haben tatsächlich eine missionarische Rolle, die von der Biografie der edlen Zainab (s.a.) inspiriert ist, der ersten Medienfrau der Geschichte, die die Wahrheit über das Ereignis von Kerbala aufklärte.

Unsere Aufgabe ist es heute diese Medienwaffe neben der militärischen Waffe zu nutzen, um den Anliegen der islamischen Gemeinschaft zu dienen und dafür zu sorgen, dass die öffentliche Meinung der Welt die Wahrheit so sieht wie sie ist.

IQNA: Sie sind die Ehefrau eines Kämpfers, der den Weg seines Märtyrer-Vaters fortsetzte und auf dem Weg des Widerstands den Märtyrertod fand. Was waren die wichtigsten Persönlichkeitsmerkmale und moralischen Eigenschaften Ihres verstorbenen Ehemannes und welche Lehren aus seinem Leben bleiben für die junge Generation?

Der Märtyrer Karaki war in vielen Details seines Lebens ein Spiegelbild und Fortsetzer des Weges seines Vaters. Bei allem was er tat sagte er: „So liebte es Hadji“ oder „So bevorzugte er es“.

Er war sehr diszipliniert im Gebet und praktizierte auch ständig die empfohlenen Handlungen (Mustahabbat); er legte besonderen Wert auf das Nachtgebet, Bittgebete und Monologe mit Gott. Außerdem hatte er eine tiefe Verbundenheit mit dem Koran und nutzte jede Gelegenheit um das Wort Gottes zu rezitieren.

Im Umgang mit Menschen war er zudem sehr bescheiden und bodenständig; er behandelte jeden, ob jung oder alt, mit Respekt und war stets bemüht die Angelegenheiten der Menschen zu erleichtern und ihre Bedürfnisse zu erfüllen.

Nach seinem Vater übernahm er die Rolle eines Vaters und war Stütze für seine Familie.

 

Libanesische Volks mit festem Glauben und unerschütterlicher Hoffnung

 

IQNA: Die Familie des Märtyrers Karaki gehört zu den bekannten Widerstandsfamilien im Libanon. Welche Verantwortungen und welche Botschaften bringt das Leben in einer solchen Familie für die heutige Generation mit sich?

Wir alle gehören zuallererst der Schule von Karbala an! Einer Schule die uns Kraft, Überzeugung, Gewissheit, Glauben, Geduld und Ausdauer verlieh.

Unsere aufopferungsvollen Familien sind heute eine Verkörperung der Lektionen von Karbala – in Bezug auf das Opfer von Leben, Besitz und Kindern. Unsere Geduld bei Prüfungen trägt dazu bei dieses Erbe zu bewahren.

Es ist sehr wichtig über die Tugenden der Märtyrer zu sprechen, ihrer Errungenschaften zu gedenken, sich von ihren Lehren inspirieren zu lassen und Generationen auf der Grundlage der Liebe zum Widerstand zu erziehen, als eine Angelegenheit, die unsere Würde und Ehre bewahrt. Denn dieser Widerstand ist das Geheimnis unseres Überlebens und unserer Kontinuität; da das heutige Feld ein existenzielles Feld zwischen der Front der Wahrheit und der Front der Falschheit ist.

 

IQNA: Das libanesische Volk ertrug in den letzten Jahren viele Härten, vom Krieg bis hin zu wirtschaftlichen Problemen. Was ist Ihrer Meinung nach das Geheimnis dieser beispiellosen Widerstandsfähigkeit und Standhaftigkeit in der libanesischen Gesellschaft?

Bei all dieser Geduld und Standhaftigkeit liegt das Hauptgeheimnis, nach Glauben an Gott und Unterwerfung unter seinen Willen in der Schule von Imam Hussein (a.s.).

Auch in der Rolle derjenigen, die sich um unsere Erziehung im Umfeld des Widerstands kümmerten – ich meine den hochgeschätzten Märtyrer Sayyed Hassan Nasrallah! Der für uns der beste Helfer und Unterstützer war, zusammen mit seinen Gefährten die die treuen Söhne dieses aufopferungsvollen Volkes sind.

Auch heute noch beobachten wir die schönsten Manifestationen von Geduld und Standhaftigkeit bei den Familien der Märtyrer, Verwundeten und aus ihren Häusern Vertriebenen! Denn die Wurzel dieser Gesellschaft ist gesund und stark.

Wir sind wie ein Baum dessen Wurzel fest in der Erde verankert ist und dessen Äste in den Himmel ragen! Märtyrer, die miteinander wetteifern um Ehre zu erlangen.

 

IQNA: Sie haben aus nächster Nähe die Begleitung und Unterstützung des libanesischen Volkes für den Widerstand beobachtet. Wie formte sich diese tiefe Verbindung zwischen dem Volk und dem Widerstand und welche Rolle wird sie in der Zukunft des Libanon und Region spielen?

Unser Widerstand ist kein Import aus dem Ausland und wurde uns nicht aufgezwungen, sondern ist Ergebnis und entspringt den Häusern und Familien im Süden in der Bekaa-Ebene und allen Familien des Widerstands. Unsere jungen Männer sind dem Schoß von Müttern entsprungen, die dem Aggressor Widerstand leisteten! Mütter die bei der Unterstützung der Kämpfer an den Frontlinien der Ehre und Würde keine Mühen scheuten und scheuen.

Unser Widerstand ist ein existenzieller Akt, der aus dem angeborenen Gefühl der Verteidigung von Land und Ehre entspringt. Daher ist er in uns verwurzelt und vererben ihn von Generation zu Generation. Das beste Beispiel dafür sind heute ein Vater und sein Sohn, die beide den Märtyrertod erlitten. Diese Standhaftigkeit und Sieg des Widerstands sind es die ihm Legitimität verliehen. Nachdem zur Zeit der Aggression des zionistischen Regimes der Slogan „Das Auge kann nicht mit dem Nagel Widerstand leisten“ aufkam, erhob sich eine Gruppe gläubiger junger Männer mit einfachen Kalaschnikow-Gewehren, darunter Hadji Abu al-Fadl, um zu sagen: „Das Auge zieht den Nagel heraus“. Als Ergebnis wurden die Befreiung im Jahr 2000, Sieg im Juli 2006, zweite Befreiung in der Schlacht von Dschurud und bis heute alles verwirklicht.

Auch heute beweist der erneute Sieg des Widerstands, dass durch Vertrauen auf Gott und Unterstützung seiner Religion möglich ist die stärksten Armeen und Mächte zu besiegen! Und dies ist ein Versprechen Gottes:

«يَا أَيُّهَا الَّذِينَ آمَنُوا إِنْ تَنْصُرُوا اللَّهَ يَنْصُرْكُمْ وَيُثَبِّتْ أَقْدَامَكُمْ»

„Ihr, die ihr glaubt! Wenn ihr Gott helft (also die Voraussetzungen dafür schafft), so hilft er euch und festigt eure Schritte.“ (Sure 47, Vers 7). Wie also könnten wir nicht siegreich sein?????

 

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