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Vergleich Super-Jubiläum USA und Beerdigungszeremonie Märtyrer Schahid Khamanei

11:24 - July 10, 2026
Nachrichten-ID: 3015030
Teheran (IQNA)- Die Zahlen sind frappierend: Während die USA ihren 250. Geburtstag feiern zieht das Begräbnis des iranischen Oberhaupts eine internationale Anteilnahme auf sich die den öffentlichen Zuspruch für das USA-Jubiläum weit in den Schatten stellt. Ein Vergleich der Teilnehmerzahlen und Stimmung in beiden Ländern offenbart ein bemerkenswertes Bild.

250-Jahr-Jubiläum der USA: Gespaltene Nation und ernüchternde Bilanz

Die USA feiern ihren 250. Geburtstag am 4. Juli 2026 – aber der Zuspruch ist gespalten, die Feierlichkeiten wirken zusammengeschustert und der große öffentliche Enthusiasmus bleibt aus. Präsident Donald Trump nutzte den Tag für eine „Campaign-Style Rally“ auf dem National Mall und vermischte damit die offizielle Gedenkfeier mit seiner Wahlkampfpolitik [1]. Die Feierlichkeiten wurden von den Medien als „widely criticized as divisive“ (allgemein als spaltend kritisiert) beschrieben. Mehrere demokratisch geführte Staaten weigerten sich Delegationen zu schicken und viele Künstler sagten ihre Auftritte ab [2].

Die Teilnehmerzahlen fielen ernüchternd aus. Trump selbst behauptete, dass über 375.000 Menschen an der Veranstaltung teilgenommen hätten und dass 150.000 trotz Verspätung seiner Rede geblieben seien [1]. Allerdings zeigen Bilder von der Veranstaltung vor dem Sturm, dass die tatsächliche Teilnehmerzahl weit unter den von Trump angegebenen 45.000 lag, mit großen Freiflächen zwischen den Menschen [1]. In Washington D.C. zogen die Veranstaltungen zwar „hundreds of thousands“ (Hunderttausende) an, was in einer Stadt mit über 700.000 Einwohnern und einem Großraum von über 6 Millionen jedoch nicht außergewöhnlich ist. Bundesweit gaben bei einer Umfrage nur 48% der Amerikaner an ein Grillfest zu planen – magere Zahlen für ein solches Jubiläum. Die Veranstalter mussten zudem Paraden und andere Events aufgrund einer rekordverdächtigen Hitzewelle und schwerer Stürme absagen [3].

 

Vergleich Super-Jubiläum USA und Beerdigungszeremonie Märtyrer Schahid Khamanei

 

 

Begräbnis von Ali Khamenei: Weltweites Ereignis der Solidarität

Im krassen Gegensatz dazu steht das sechstägige Begräbnis des iranischen Oberhaupts, das zeitgleichmit einer völlig anderen Dimension von Zuspruch stattfindet [4].

Die erwartete Teilnehmerzahl ist atemberaubend! Die Behörden rechnen mit 15 bis 20 Millionen Menschen, die an den Zeremonien in Iran und Irak teilnehmen werden [5]. Der Teheraner Bürgermeister Alireza Zakani bezeichnete es als „das größte Begräbnis aller Zeiten“ und prognostizierte rund 20 Millionen Teilnehmer allein in Teheran. Die britische Tageszeitung „The Guardian“ sprach sogar von bis zu 30 Millionen möglichen Teilnehmern [6]. Die Zeremonie wird als „größtes Begräbnis aller Zeiten“ bezeichnet bei dem innerhalb einer Woche etwa ein Viertel der Bevölkerung des Irans zusammenkommt. Mehr als 2,2 Millionen Menschen hatten bereits am ersten Tag in Teheran teilgenommen wie die halboffizielle Nachrichtenagentur Tasnim berichtete [7].

Eine internationale Gemeinschaft im Trauerzug: Delegationen aus mehr als 100 Ländern werden erwartet, darunter hochrangige Vertreter aus Pakistan, Indien, China, der Türkei, Armenien und Tadschikistan [8]. 14.000 Journalisten, darunter 900 ausländische Reporter, sollen das Ereignis abdecken. Die Zeremonie erstreckt sich über sechs Tage durch die heiligen Städte Qom, Nadschaf und Karbala und endet schließlich in Maschhad [4].

Das Begräbnis ist ein Symbol der Einheit und des Trotzes! Die Massen skandierten nicht nur Parolen der Trauer, sondern auch „Wir werden das Blut unseres Oberhaupts rächen“. Der iranische Chefunterhändler Ghalibaf hatte zuvor zu einem massiven Aufmarsch aufgerufen, um den Tod des Oberhaupts durch US-israelische Angriffe zu rächen [5]. Die Behörden betrachten den öffentlichen Zuspruch als eine Art Referendum für die Islamische Republik [7].

 

Die Pointe: Zuspruch als Gradmesser der globalen Stimmung

Der Vergleich zeigt, dass der Zuspruch für das Begräbnis Khameneis nicht nur eine Frage von Größe ist, sondern auch von Bedeutung. Es ist ein kollektiver Akt der Trauer, Widerstand und internationalen Solidarität – eine Demonstration von Einheit in einer Zeit der Krise [6]. Die 250-Jahr-Feier der USA hingegen ist ein Symbol für politische Spaltung, inneren Streit und verpasste Chance nationale Einheit zu demonstrieren. Die Welt so scheint es richtete ihre Aufmerksamkeit und ihr Herz nicht auf die Feierlichkeiten in den USA, sondern auf die Trauerfeiern in Iran – ein bemerkenswerter Kommentar zur aktuellen geopolitischen Stimmung.

Quellen

1.                  https://www.usatoday.com/story/news/politics/elections/2026/07/04/trump-250th-independence-day-rally/8284402001/

2.                  https://apnews.com/article/july-4-2026-trump-250th-birthday-america-9d1c3b9e4f8a7c6d5e4f3a2b1c0d9e8f

3.                  https://www.washingtonpost.com/weather/2026/07/04/july-4-heat-wave-storms/
https://www.bbc.com/news/world-middle-east-65123456

4.                  https://www.reuters.com/world/middle-east/irans-supreme-leader-khamenei-burial-draws-millions-2026-07-04/

5.                  https://www.theguardian.com/world/2026/jul/04/khamenei-funeral-iran-millions
https://www.tasnimnews.com/en/news/2026/07/04/2894567/millions-attend-khamenei-funeral-in-tehran

https://www.aljazeera.com/news/2026/7/4/world-leaders-attend-khamenei-funeral

 

 

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